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Dichtung   Mo, 01.06.26 Rückblick Mai: Viel Sommer, wenig Nass, Lenz „gibt Tutto Dürregas“  
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Hintersee   + 71 l/m² Niederschlag                  
    + 12,1 °C mittlere Temperatur                
WETTER   + 12 Sommertage                  
Niederschlag   + 2 Gewitter                  
Temperatur                        
Prognosen   Das Witterungspendel schwang im Mai zwischen frischen eisheiligen und vorverlegten Hundstagen. Einer     
Gewitter   unterkühlten Maimitte folgte mit Dekadenrekord und dem Bestwert an Sommertagen ein hochsommerliches     
Winter   Finale. Nur eine Schlagrichtung kannte der dritte meteorologische Frühlingsmonat beim Niederschlag. -69 %     
Buch   machten den Mai 2026 zum vierttrockensten der letzten 130 Jahre im Tal von Faistenau und Hintersee. Die     
Rekorde   Vegetation zeigte im zweitwärmsten Mai Dürresymptome, die Wasserführung an Fließgewässern ging weit     
Historisch   zurück, kleinere Rinnsale versiegten. Nach einem recht trockenen Winter schloss sich dieses Jahr nun auch ein     
    sehr niederschlagsarmes Frühjahr an, dem es 54 % an Regen und Schnee mangelte. Der Frühling 2026 zählte     
    wie die beiden vergangenen Lenze zu den vier wärmsten der Messreihe.          
                         
    Der Start in den Mai begann mit der Fortsetzung einer blockierenden Hochdrucklage, wobei sich die       
    Hochdruckzone vom westlichen Mittelmeerraum bis Skandinavien erstreckte und von Trögen über dem     
    Ostatlantik und Osteuropa flankiert wurde. Zwischen dem Tiefdruckkomplex über den Britischen Inseln und     
    einem Hochkern über dem östlichen Mitteleuropa wurde gleich in den ersten Maitagen frühsommerliche Warmluft   
    advehiert. Die Strömung drehte dabei von Südost auf Südwest, weshalb in der angefeuchteten Luft schwache     
    Schauer eine lange niederschlagsfreie Phase beendeten. Zum Ende des ersten Maidrittels hatte sich der     
    bestimmende Hochdruck nach Nordosteuropa verlagert. Durch ein Tief vor der Iberischen Halbinsel kam     
    weiterhin Warmluft aus Südwest in den Alpenraum. Mit Wechsel in die zweite Monatsdekade übernahm ein Tief     
    über der Norwegischen See das Ruder und sorgte für einen Kaltluftvorstoß, der einen Wintergruß bis rund 900 m   
    herab brachte. Ein nächstes Nordseetief ließ in Kombination mit einem Ablegertief über Oberitalien das kühle     
    und wechselhafte Wetter über die Maimitte hinaus anhalten. Danach folgten ein Südskandinavientief und ein     
    Druckminimum über den Britischen Inseln. Zum Schwenk in das finale Maidrittel stieg der Luftdruck von     
    Nordwestafrika her über Westeuropa bis Skandinavien wieder an, wodurch es vorerst an der Ostflanke des     
    Hochs noch gemäßigt temperiert blieb. Am Pfingstwochenende schob sich ein Hochkern ins östliche     
    Mitteleuropa, weshalb sich eine neue dominierende Antizyklone über Westnordwesteuropa aufbauen konnte. Die   
    durch ein Tief vor der Iberischen Halbinsel in das Hoch hineingelenkte Subtropikluft umkreiste das       
    Hochdruckgebiet und gelangte samt einer Portion Saharastaub aus Nordwesten in den Alpenraum, wo es     
    hochsommerlich warm wurde. Ein Nordmeertief schaffte den Durchbruch in der Mitte der letzten Maiwoche nicht     
    entscheidend. Trotzdem musste das Hochregime den südöstlichen Rückzug ins östliche Mitteleuropa antreten.     
    Die Höhenströmung wechselte am Monatsausklang von trocken-warm aus Nordwest auf feucht-warm aus     
    Südwest, da sich bei den Britischen Inseln Tiefdruck einstellte. Das hochsommerliche Temperaturniveau hielt bis   
    zum Maiende an.                  
                         
    In Österreich schloss der Mai mit regional heftigen Gewittern, die beispielsweise in Enns (Oberösterreich) mit     
    115 km/h und Bischofshofen mit 98 km/h neue Mairekorde der Windspitzen brachten. Die Schauer und Gewitter     
    besserten lokal auch den grassierenden Niederschlagsmangel auf, sodass schlussendlich der Mai bundesweit     
    um 33 % zu wenig an Niederschlag hatte. Im Südosten war der Mai ausgeglichen feucht. Ansonsten lag das     
    Minus meist bei einem Drittel oder der Hälfte des Solls, wobei lokal bis zu drei Viertel fehlten. Hohe Trockenheit     
    herrschte im Flachgau und Innviertel sowie im Wiener Becken und dem Nordburgenland nebst Osttirol. IN der     
    Stadt Salzburg regnete es im Mai magere 41 l/m², ein Minus von 75 %. Nassester Ort war der Loiblpass     
    (Kärnten) mit 238 l/m². Ein Plus von 1,2 °C zur aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 erreichten die     
    Temperaturen, wodurch der heurige Mai Platz 19 in der österreichischen Messgeschichte erreichte. Auf den     
    Bergen war die Abweichung ein Zehntel Grad höher. Im Vergleich zum Referenzmittel 1961-90 betrugen die     
    Abweichungen +2,6 bzw. +2,8 °C. Der Mai begann noch mit neuen Frostrekorden an 33 Stationen, am kältesten     
    war es mit -7,7 °C am 1. Mai in Liebenau/Gugu (Oberösterreich), einer sehr jungen Station. Am anderen Ende     
    des Spektrums erzielten 59 Orte neue Monatsbestwerte im Maifinale. Bemerkenswert dabei waren die für Mai     
    ungewöhnlich vielen Hitzetage. Alleine in Lienz (Osttirol, 661 m) traten 8 Hitzetage auf (bisher maximal 3     
    Hitzetage aus 2001). Hier stieg das Quecksilber am 26. Mai auf den Stationsrekord für Mai von 33,3 °C. Neben     
    Wärme hatte der Mai auch viel Sonnenschein zu bieten. Mit österreichweiten +26 % an Sonnenscheindauer war     
    es nach dem Rekord aus 2011 (Abw.: +34 %) der fünftsonnigste Mai der Messgeschichte. Bis zur Hälfte mehr an   
    Sonne gab es von Vorarlberg bis ins westliche Niederösterreich bzw. zur Steiermark. Bis zu einem Viertel mehr     
    entlang und südlich des Alpenhauptkamms. Die Sonnenkaiser waren mit 316 Stunden in Andau (Burgenland)     
    zuhause.                    
                         
    In Hintersee hinterließ der Mai mit einer Niederschlagssumme von 71 l/m² ein großes Defizit von 69 %. Es war     
    der niederschlagsärmste Mai seit 2008 (Abw.: -77 %). Anhand der Daten der Hydrografischen Station in     
    Faistenau zeigte sich, dass es sich heuer um den vierttrockensten Mai der vergangenen 130 Jahre handelte.     
    Neben 2008 waren noch die Maimonate 1992 (Abw.: -81 %) und 1917 (Abw.: -74 %) noch       
    niederschlagsärmer.1915 (Abw.: -68 %), 2002 (Abw.: -63 %) sowie 1923 und 1990 (Abw.: -61 %) war der Mai     
    ebenso noch sehr trocken. Der meiste Tagesniederschlag fiel mit 19 l/m² am 16. Mai. Es gab 12       
    Niederschlagstage (-8 Tage).                
                         
    Am 6. Mai endete eine 16 Tage andauernde niederschlagsfreie Phase. Es war die geteilt sechstlängste     
    Trockenphase unserer Messreihe. Hier war neben der Dauer vor allem der Zeitpunkt des Auftretens, abseits des   
    Winterhalbjahres, untypisch. Zumindest gleich lange Trockenphasen gab es schon voriges Jahr im April (16     
    Tage) und zuvor im Oktober/November 2024.              
                         
    Die Bedingungen waren im Mai über weite Strecken ungut für die Gewittertätigkeit, die erst am 27. Mai     
    nachmittags mit dem ersten Wetter der Saison aufwartete. Symptomatisch für diesen Monat: Es war ein     
    trockenes Gewitter. Das zweite Gewitter im Mai zog mit stürmischen Wind und mäßigen Regen am 31. Mai über   
    das Gemeindegebiet hinweg.                
                         
    Schnee gab es wie seit 2019 keinen mehr. Die Monatsmenge an Regen entsprach demnach mit 71 l/m² bei -67     
    % jener der Niederschlagssumme. Es war der regenärmste Mai seit 18 Jahren. Nur 2008 regnete es mit 53,5     
    l/m² in unserer Messreihe noch weniger. Der 16. Mai als regenreichster Tag fand ebenso schon Erwähnung. 12     
    Regentage waren 7 unter dem Schnitt. Geringer war deren Anzahl mit 11 Tagen nur 1998 und 2008. Der Mai     
    2002 hatte ebenfalls 12 Regentage.                
                         
    12 Sommertage (+9 Tage) stellten im Bereich der Maitemperaturen einen neuen Monatsrekord dar. Bisher gab     
    es in einem Mai maximal 9 Sommertage (2003 und 2007). Mit 29,8 °C am 26. Mai erlebten wir den       
    neunwärmsten Maitag unserer Messreihe. Der 31. Mai verpasste mit 29,5 °C als 11. Knapp die Top 10. Über 20   
    Grad tiefer lagen die Tagesmaxima dafür am 12. Und von 14. Bis 16. Mai. Es waren die 4 kalten Tage (-1 Tag)     
    des Monats. Generell war der Abschwung in den Temperaturen im Mitteldrittel sehr auffällig. Es war die     
    frischeste zweite Maidekade seit 2019, welche den Wärmeüberschuss aus dem Startdrittel ausglich. Jedoch     
    überflügelte das dritte Maidrittel mit einer Abweichung von +4,6 °C und einem Dekadenrekord für Mai alles bis     
    dato in unseren Messungen Vorhandene. Das letzte Maidrittel entsprach einem Temperaturniveau, das wir sonst   
    aus dem Hochsommer Ende Juli/Anfang August kennen. Verantwortlich hierfür waren neben den       
    Tageshöchstwerten auch die ungemein hohen Minima ab dem 25. Mai, die gleich 5-mal unter den 10 mildesten     
    Tiefstwerten landeten. Allen voran der 27. Mai mit einem Minimum von 13,3 °C auf dem 2. Rang. Ex aequo auf     
    dem 2. Platz schaffte es der Mai mit dem Monatsmittel von 12,1 °C. Hinter dem Rekordmai aus 2018 (13,4 °C)     
    egalisierten wir heuer die Mitteltemperaturen aus 2003 und 2022. Die Abweichung zum langjährigen Schnitt     
    betrug +1,6 °C.                  
                         
    Mit selber Abweichung war der meteorologische Frühling 2026 in Hintersee über dem langjährigen Durchschnitt.   
    Das Mittel von 7,9 °C war gleich wie im Frühling 2025, womit sich beide gemeinsam als drittwärmster Lenz an     
    unserer Station erwiesen. Geschlagen nur vom Frühling 2024 (Mittel: 8,8 °C) und 2018 (Mittel: 8,2 °C). Damit     
    sind 3 der 4 wärmsten Frühjahre seit 2024 aufgetreten. Der Überschuss wurde primär im März und Mai     
    erarbeitet, aber auch der April lag etwas über dem Normal.            
                         
    Einen immensen Einbruch gab es beim Niederschlag, der mit einer Menge von 230 l/m² um 54 % unter dem Soll   
    lag. Es war mit Abstand der trockenste Frühling unserer Messreihe. Die Langzeitreihe der Hydrografischen     
    Station in Faistenau verbuchte nur noch 1923 (Abw.: -56 %) und 1934 (Abw.: -60 %) noch niederschlagsärmere     
    Frühjahre. Die Zahl der Regentage im Lenz sank auf 26 (-15 Tage (und somit auf einen neuen Tiefststand     
    (bisher 29 Regentage im Frühling 2011). An Schneefalltagen gab es mit 8 Tagen (-6 Tagen) auch deutlich     
    weniger als erwartbar. Alle drei Frühlingsmonate schafften ihr Niederschlagssoll bei weiten nicht und über viele     
    Wochen dominierte trockenes Wetter mit Sonnenschein.            
                         
    Der oftmalige Hochdruck bewirkte in Österreich den trockensten Frühling der Messgeschichte. Von März bis Mai   
    fehlte die Hälfte des durchschnittlichen Niederschlags. Damit wurden die bis dato trockensten Frühlinge mit -41     
    % aus 1865 und 1946 abgelöst. Sehr trocken war es in der Mitte Österreichs von Oberösterreich bis Osttirol bzw.   
    Oberkärnten, wo bis zu zwei Drittel weniger als üblich fielen. Extrem war die Trockenheit Im Innviertel und dem     
    Flachgau mit Einbußen bis zu fünf Viertel des Solls. Allen voran war hier Aspach (Oberösterreich) mit -85 % (35     
    l/m²). Je 74 % fehlten in Mattsee (79 l/m²) und der Stadt Salzburg (94 l/m²). Weitere alte Stationen wie Lienz (Seit   
    1854), Ried (Oberösterreich, seit 1872) oder Tamsweg (seit 1880) verzeichneten ebenso den trockensten     
    Frühling der dortigen Messreihen. Am meisten Niederschlag fiel mit 309 l/m² auf der Rudolfshütte. Die Sonne     
    schien dafür um 15 % länger als im Schnitt. Die meisten Sonnenstunden bekam Podersdorf (Burgenland) mit     
    755 Stunden. Temperaturmäßig war es mit einer Abweichung von +1,2 °C zum Normal 1991-2020 bzw. +2,7 °C     
    zur Periode 1961-90 der sechstwärmste Lenz in der österreichischen Messhistorie.        
                         
    Quelle: www.geosphere.at, www.uwz.at              
                         
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    Di, 26.05.26 Pfingstsommer bringt ungewöhnlich warmen Maidreier  
     
                         
    Zum diesmaligen Pfingstfest stellte sich ein Hochsommergruß noch im ausklingenden Frühling ein. Qualität und     
    Dauer der Wärmewelle waren für Mai jedoch kein gewöhnliches Ereignis. Es ging im Tal von Faistenau und     
    Hintersee drei Tage hintereinander über die 28-Grad-Marke. Vergleichbares liegt bereits 18 bzw. 21 Jahre     
    zurück. In der Spitze erlangten wir heuer den neunwärmsten Maitag unserer Messreihe, auch wenn Warmluft     
    und Saharastaub aus der „verkehrten“ Richtung kamen.            
                         
                         
    Starkes Hoch lässt Wärme eine Runde drehen            
                         
    Am Pfingstwochenende etablierte sich ausgehend von der Nordsee ein stabiles Hochdruckgebiet über den     
    Britischen Inseln und Frankreich, welches bis nach Mitteleuropa auskeilte. Während der Feiertage legte der     
    Druck auch hierzulande merklich zu und es kristallisierte sich eine blockierendes Hochdruckzone mit zwei     
    Kernen bei Irland („Boris“) und über Mitteleuropa („Alexander“) heraus.          
                         
    Die Frontalzone wurde weit nordwärts abgelenkt, um an der Ostflanke des Hochdruckgebietes über Osteuropa     
    wieder auf den Kontinent zu gelangen. Davon unberührt hielt sich Tiefdruck bei der Iberischen Halbinsel, welcher     
    nordwestafrikanische Subtropikluft anzapfte und in das Hoch führte.          
                         
    Die Warmluft umlief somit das Hochdruckgebiet im Uhrzeigersinn und erreichte nach der Iberischen Halbinsel     
    Westeuropa und England, ehe sie mit einer nordwestlichen Höhenströmung zurück nach Mitteleuropa gelenkt     
    wurde. So setzte sich hier die Erwärmung untypischerweise aus Nordwest durch. Den Höhepunkt der     
    Warmluftadvektion gab es am Dienstag mit einer Luftmassentemperatur von rund 21 °C in 1.500 m Höhe.    
                         
    Zudem plusterte sich das Hochdruckgebiet erstaunlich auf und ließ den Luftdruck am Montag bei uns auf 1.031     
    hPa steigen. Ein Wert, der in Mitteleuropa im Sommerhalbjahr unüblich ist. Vielmehr kennt man so hohen Druck     
    aus dem Winter.                  
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
                         
        Bild: Großwetterlage in Europa zu Dienstagmittag        
                         
                         
    Dreierpack mit über 28 Grad in Hintersee              
                         
    Der satte Hochdruck ließ der Wolkenbildung in trockener Luft keine Chance und die Sonne hatte zumindest     
    meist freie Fahrt. Dazwischen präsentierte sich der Himmel etwas diesig, da mit der Warmluft auch eine Portion     
    Saharastaub mitgeschickt wurde, die vor allem am Montag auffällig war.          
                         
    Der Pfingstmontag war vom sehr warmen Dreierpack dann mit einem Höchstwert von 28,3 °C der „kühlste“ Tag.     
    Am Pfingstsonntag stieg das Thermometer auf 28,8 °C und am Dienstag waren es sogar 29,8 °C. In der     
    Rangliste der wärmsten Maitage an unserer Station belegten diese Drei die Plätze 20, 22 und 9. Seit den 29,9 °C   
    vom 20. Mai 2022 war es im Mai nicht mehr so warm. Der absolute Mairekord war dennoch außer Reichweihte.    
                         
                         
    Wenig Vergleichbares seit den 1960ern              
                         
    Der letzte Hochsommereinbruch ähnlicher Art stammte aus dem Mai 2008. Zwischen dem 27. Und dem 30. Mai     
    ging es damals 3-mal über die 30-Grad-Marke, wobei mit dem zweifachen erreichen von 32,5 °C der bis heute     
    gültige Mairekord aufgestellt wurde. Diese Hitze ging vor 18 Jahren mit einer Südföhnlage einher, die außerdem     
    ein kräftiges Saharastaubereignis brachte. Am 28. Mai war der Himmel so verstaubt, dass bei 23 °C     
    Höchsttemperatur Schluss war.                
                         
    Genau 3 Jahre vorher bewegten sich die Maxima zwischen 29 und 30,5 °C. Eine kleine Hitzewelle mit     
    Höchstwerten zwischen 30 und 32,1 °C gab es laut den Messungen der Hydrografischen Station Faistenau in     
    unserem Tal zudem vom 24. Bis 26. Mai 1967. Mit Abstand am längsten Hochsommer war es im Mai im Jahr     
    1971. Vom 13. Bis 19. Mai lagen die Maxima zwischen 28 und 30 °C mit der Ausnahme, dass der 16. Mai 1971   
    mit 27,8 °C ein Stückchen unter den gewählten Anforderungen blieb.          
                         
                         
    Heißer Westen und Süden                
                         
    In Österreich war es besonders in Tirol und im Süden des Landes heiß. Die alte Station (seit 1895) im Osttiroler     
    Lienz erreichte am Dienstag mit 33,3 °C einen neuen Stationsrekord und war mit dem gleich temperierten     
    Haiming der heißeste Ort in Österreich. Dahinter folgte Innsbruck (alle Tirol) mit 33,2 °C. Auf den weiteren     
    Plätzen reihten sich Dellach (Kärnten) mit 32,9 °C, Landeck (Tirol) mit 32,7 °C, Leoben (Steiermark) mit 32,6 °C     
    sowie Feldkirchen und St- Andrä (beide Kärnten) mit je 32,5 °C ein.          
                         
    In Salzburg war Bad Hofgastein mit 32 °C am Dienstag der Hitzekaiser vor der Landeshauptstadt mit 31,2 °C     
    und Bischofshofen mit 31 °C. Abtenau, Mattsee, St. Johann, St. Veit, Zell am See und sogar das Lungauer     
    Tamsweg erlebten einen Hitzetag mit über 30 Grad. Alle anderen Salzburger Talstationen kamen zumindest auf     
    28 Grad. Im angrenzenden Salzkammergut war Bad Goisern mit 31 °C der heißeste Platz vor St. Wolfgang mit     
    30,6 °C und Bad Ischl mit 29,8 °C.                
                         
    Auf den Bergen zeigte das Thermometer auf der Loferer Alm (1.623 m) 20,9 °C und am Feuerkogel       
    (Oberösterreich, 1.618 m) 20,4 °C. Auf der Schmittenhöhe (1.973 m) waren es 20 °C, auf der Rudolfshütte     
    (2.304 m) 15,5 °c und am Sonnblick (3.105 m) immerhin noch 8,7 °C.           
                         
                         
    Rekorde in Frankreich und England              
                         
    Noch vor dem richtigen Sommer wurden vor allem der Westen und Südwesten Frankreichs sowie England von     
    der Hitze getroffen. In Frankreich kletterten die Temperaturen auf bis zu 37,1 °C bei Hossegor. Hunderte     
    Stationen erzielten neue Mairekorde. Einen neuen Bestwert gab es für Großbritannien. Mit 34,8 °C an der     
    Station Kew Gardens in der Nähe Londons wurde der alte Landesrekord aus 1922 und 1944 gleich um 2 Grad     
    übertroffen.                    
                         
    Quelle: www.wetterzentrale.de, www.austrowetter.at, wetter.orf.at, www.standard.at        
                         
    Links: >> Tagestemperaturen      
                         
                         
                         
    Do, 30.04.26 Rückblick April: Wind und Sonne füllen keine Regentonne  
     
                         
    + 60 l/m² Niederschlag                  
    + 1 cm Neuschnee                  
    + 7,7 °C mittlere Temperatur                
    #NAME?                    
                         
    Meteorologisch ereignisarm präsentierte sich der April mit fortgesetzter Hochdruckdominanz über weiten Teilen     
    des Monats. Schwache Störungen schafften kaum die Hälfte des erwartbaren Niederschlags, ehe es in der     
    dritten Aprildekade gänzlich trocken blieb. Dazu gab es viel Sonnenschein und bei mehrheitlicher Anströmung     
    aus nördlichen Richtungen trockene und mäßig warme Luft. Zwischendurch förderte Saharastaub in einer     
    Südwestlage die Wolkenbildung, sodass der hier erwirtschaftete Temperaturüberschuss für einen       
    überdurchschnittlichen April sorgte. Der kleine Winterversuch am Märzende war in den ersten Apriltagen schon     
    wieder vorbei. Es reichte nur mehr für einen Ehrenzentimeter und dafür zum dritten Mal in unserer Messreihe für     
    einen frostfreien Zentrallenz.                
                         
    Die Großwetterlage zu Monatsbeginn zeigte eine gerade aufgebaute Hochdruckbrücke über dem nördlichen     
    Mitteleuropa, die Hochdruckgebiete über dem Ostatlantik und Westrussland verband. Der Alpenraum lag vorerst   
    noch im abnehmenden Einflussbereich des östlich über den Mittelmeerraum abziehenden Tiefdrucks. Weitere     
    Tieftätigkeit zwischen Island und Schottland brachte zum Osterfest erst etwas Niederschlag und darauf sogleich     
    folgend eine föhnige Vorderseite. Die Strömung drehte von nördlichen Richtungen auf Südwest. In der     
    Osterwoche verlagerte sich der Hochdruck und etablierte sich von Skandinavien bis zum zentralen       
    Mittelmeerraum. Nach kurzem Zwischentiefeinfluss aus Nordwest zum ersten Dekadenwechsel kräftigte sich     
    eine neue blockierende Hochdruckbrücke, die diesmal die Hochs über den Azoren und Skandinavien verknüpfte.   
    Ein über den Mittelmeerraum wieder ostwärts wanderndes Ablegertief gliederte sich in einen Osteuropatrog ein.   
    Die Strömung verblieb auf Südwest und es kam feucht-warme Luft herbei. Diese brachte Föhneffekte und war     
    mit Saharastaub angereichert, sodass viel Bewölkung dominierte. Beim Schwenk in das letzte Aprildrittel zog     
    sich das bestimmende Hochdruckgebiet ein Stück nach Nordosteuropa zurück. Der Alpenraum gelangte     
    vorübergehend in die Fänge eines Tiefs bei den Schafsinseln und seinem Ablegertief über Mitteleuropa. Zügig     
    baute sich in deren Rücken ein neues Hoch über den Britischen Inseln auf, welches der nordwestlichen     
    Strömung einen antizyklonalen Charakter gab. Die dritte Aprildekade verlief unter dauerhaftem Hochdruck     
    sonnig, trocken und gemäßigt temperiert. Erneut wehrte eine große blockierende Hochdruckzone, die vom     
    Nordmeer bis zu den Azoren reichte, jeglichen Angriff der Frontalzone ab. Diese musste das Hochbollwerk     
    nördlich umlaufen und lieferte ein Tief in den letzten Apriltagen zum Baltikum, um den osteuropäischen Trog am     
    Leben zu erhalten. Am Monatsende rückte der für den Alpenraum verantwortliche Hochkern von den Britischen     
    Inseln mehr in Richtung Skandinavien. Das Wetter änderte sich dadurch nicht, lediglich die trocken-milde     
    Höhenströmung drehte von Nord auf Nordost und schwächte sich dabei ab. Ein sich von der Nordsee     
    südwestwärts schleichendes kleines Höhentief machte sich nur durch ein paar Wolken bemerkbar.      
                         
    Der große Abwesende, lokal konnte man praktisch schon vom großen Unbekannten sprechen, war in Österreich     
    diesen April der Niederschlag. Mit einem bundesweiten Defizit von -65 % war es einer der 5 trockensten     
    Aprilmonate in der österreichischen Messgeschichte. Hierbei war es besonders im Rheintal, dem Tiroler     
    Unterland, dem Pinz- und Lungau, in weiten Teilen von Niederösterreich und der Steiermark sowie in Burgenland   
    und Wien mit negativen Abweichungen zwischen -70 und lokal über -90 % extrem trocken. Auch sonst lag das     
    Minus zwischen 50 und 70 %. Einzig entlang des Alpenhauptkamms in Tirol waren die Einbußen geringer bzw.     
    die Monatsmenge vereinzelt sogar ausgeglichen. Nassester Ort war die Rudolfshütte mit 84 l/m² Niederschlag.     
    Trockenster Ort Wien/Stammersdorf mit 2 l/m². Dafür strahlte die Sonne um 13 % über das Bundesgebiet verteilt   
    häufiger als üblich. Es war der sonnigste April seit 6 Jahren. Bis zu einem Drittel mehr an Sonnenstunden     
    summierten sich im Westen und Süden des Landes. Ansonsten lag das Plus zwischen wenigen Prozentpunkten     
    und einem Viertel des Solls. Sonnigster Platz war Andau (Burgenland) mit 259 Sonnenstunden. Bei den     
    Temperaturen zeigte sich ein Südwest-Nordost-Gefälle. Je weiter im Westen und Süden, desto deutlicher über     
    Schnitt temperiert fiel der April aus. Im Norden und Osten Österreichs hatte kühler kontinentaler Nordostwind ein     
    leichteres Spiel und dort schloss der April im langjährigen Mittel. Bundesweit betrug die Abweichung zur     
    aktuellen Klimanormalperiode 1991-2020 in den Tallagen +1 °C, womit der April 2026 auf den 18. Platz in der     
    österreichischen Messreihe kam. Auf den Bergen war der April mit +1,8 °C Abw. höher temperiert. Im Vergleich     
    zum alten Referenzmittel 1961-90 stiegen die positiven Abweichungen auf +2,5 bzw. +3,4 °C.      
                         
    In Hintersee ging der April wie schon im Vorjahr recht trocken ins Land. Die Niederschlagssumme betrug 60 l/m²   
    und lag 53 % unter dem langjährigen Schnitt. Vergleichbar niederschlagsarme Aprilmonate gab es letztmals wie     
    erwähnt 2025 (51,5 l/m²) und 2020 (54,5 l/m²). AM meisten Niederschlag fiel mit 22 l/m² am 10. April. Es gab 11     
    Niederschlagstage (-4 Tage). Diese traten in den ersten beiden Aprildekaden auf, denn ab dem 21. April begann   
    eine zumindest 10 Tage lange Trockenperiode.              
                         
    Fast ident war die Regenbilanz des Aprils. Die heurige Monatsmenge von 59 l/m² lag 41 % unter Normal, womit     
    der April 2026 zum regenärmsten Drittel unserer Messreihe gehörte. Der regenreichste Tag fand im       
    vorhergehenden Abschnitt bereits Erwähnung. Die 10 Regentage waren 2 weniger als üblich.      
                         
    Erstaunlicherweise vermochte es der April seit 2010 jedes Jahr etwas Neuschnee aufzutreiben und sei die     
    gefallene Menge auch noch so gering. Heuer war es ein Ehrenzentimeter, der am 1. April vom Himmel rieselte.     
    Das Minus von 96 % war dennoch saftig. Der diesjährige April kuschelte sich damit zwischen 2020 (1,5 cm) und     
    2018 (0,5 cm) in unserer Messreihe knapp vor den Pulk der schneelosen Aprilmonate. Die Zahl der       
    Schneefalltage lag 4 unter Schnitt.                
                         
    Am 1. April erreichte zudem die Schneedecke mit 14 cm ihren Höchststand, bevor sie am 4. April das letzte Mal     
    diesen Monat am Beobachtungspunkt vertreten war (-4 Schneedeckentage).        
                         
    Die Temperaturen bewegten sich im heurigen April innerhalb eines verhältnismäßig kleinen Spielraums. Das     
    Minimum von 0,0 °C wurde am 1. Und 22. April erzielt, die höchste Tagestemperatur gab es mit 21,6 °C am 5.     
    April. Geringer war die Spannweite zwischen Tiefst- und Höchsttemperatur in einem April nur im Jahr 2009     
    (Tmin: 0,9 °C, Tmax: 21,6 °C). Der April 2009 bot neben dem aus 2019 ebenso wie der diesjährige April keinen     
    Frosttag (-6 Tage). Ebenfalls eine Nullnummer gab es bei den Sommertagen (-1 Tag). Dafür zählten wir     
    zumindest 7 kalte Tage (-3 Tage). Die Mitteltemperatur des Monats betrug 7,7 °C und lag 1,3 °C über dem     
    Normal. Der April 2026 platzierte sich damit ex aequo mit dem April 2014 auf Rang 7. Die erste und dritte     
    Monatsdekade orientierten sich am langjährigen Schnitt. Das Mitteldrittel tanzte allerdings aus der Reihe und fiel     
    aufgrund der hohen Nachtwerte deutlich zu warm aus.            
                         
    Quelle: www.geosphere.at                
                         
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    Di, 28.04.26 Vorläufige Winterbilanz 2025/26  
     
                         
    + 248,5 cm Neuschnee                  
    + 100 Schneedeckentage                
    + 34 Schneefalltage                  
    + -0,1 °C mittlere Temperatur                
    + -12,6 °C Tiefstwert                  
                         
    Der Winter 2025/26 setzte als Vierter im Bunde die Reihe der schneearmen Mildwinter der letzten Jahre nahtlos     
    fort. Bis auf das Temperaturmittel bilanzierten alle Parameter zum Teil deutlich negativ. Es fehlten drei Wochen     
    mit Schneefall und mehr als die Hälfte an Neuschnee. Gut zwei Wochen kürzer als im Schnitt gab es eine     
    Schneedecke und (Dauer-) Frost. Die Mitteltemperatur war markant zu mild, wenn auch nicht mehr so extrem     
    über Normal als in den Vorwintern.                
                         
    Der Winter begann mit dem ersten Schneefall von 1,5 cm am 17. November spät und endete mit dem letzten     
    Schneefallereignis von 1 cm am 1. April relativ früh in der Wintersaison. Insgesamt zählten wir nur 34       
    Schneefalltage (-22 Tage. Dieser Wert blieb um 11-12 Tage hinter den Zahlen der vorhergehenden Winter     
    zurück. Es war die zweitniedrigste Zahl, knapp vor den 33 Schneefalltagen aus dem Winter 2006/07. AM     
    häufigsten schneite es noch an 9 Tagen im Jänner. November, Februar und März einigten sich auf je 7     
    Schneefalltage. Von kosmetischer Natur waren die 3 bzw. 1 Tage im Dezember und April. Die höchste     
    Tagesmenge schneite es mit 33 cm am 26. März.              
                         
    An Neuschneesumme akkumulierten sich diesen Winter 248,5 cm. Bei einer Abweichung von -54 % war es der     
    viertschneeärmste Winter unserer Messreihe (seit 1988). Der vergangene Winter fand damit in einem Umfeld     
    von vier aufeinander folgenden Wintern mit Schneemangel statt: 2022/23 (333,5 cm), 2023/24 (314,5 cm) und     
    2024/25 (157,5 cm. Der letzte schneereiche Winter 2018/19 liegt 7 Jahre zurück. In der abgelaufenen     
    Wintersaison erreichte kein Monat sein Schneesoll. Mit -14 % kam der November noch am nächsten, im     
    Dezember und April fehlte beinahe alles, Jänner bis März verloren knapp die Hälfte. Der Jänner war mit einer     
    Schneesumme von 66,5 cm der schneereichste Monat des Winters.          
                         
    Die Schneedeckenzeit erstreckte sich am Beobachtungspunkt von 17. November bis 4. April. Genau 100 Tage     
    mit geschlossener Schneedecke bedeuteten gleich viele wie im Winter 2015/16 und zum ersten Mal seit 4     
    Jahren wieder eine dreistellige Zahl. Dennoch fiel der Wert um 15 Tage geringer als im langjährigen Mittel aus.     
    Die maximale Höhe der Schneedecke war 45 cm am 11. Jänner. Oftmals lag die Bedeckung aber nur bei kargen   
    ein oder zwei Dutzend Zentimetern. Die Schneedecke musste aufgrund des Neuschneemangels und milder     
    Temperaturen im Dezember und März apere Durststrecken auf sich nehmen. Die erste Schneedeckenperiode     
    dauerte vom 17. November bis 8. Dezember und brachte dem November die längste Anwesenheit einer     
    Schneedecke seit 2017. Nach einem kurzen Weihnachtsgruß hielt sich eine geschlossene Schneedecke dann     
    vom 30. Dezember bis 2. März. Die finale Periode ging vom 26. März bis 4. April.        
                         
    Die angesprochene Milde machte sich in der Mitteltemperatur des meteorologischen Winters von Dezember bis   
    Februar bemerkbar. Diese fiel mit -0,1 °C zwar erstmals seit 4 Jahren wieder leicht negativ aus, mit einer     
    Abweichung von +1,3 °C zum Durchschnitt war aber auch der Winter 2025/26 zu mild. Alle Winter seit 2018/19     
    reihten sich somit in die mildesten Zehn unserer Messreihe (seit 2001) ein. Erweitert um November und März     
    betrug das Temperaturmittel 1,3 °C und lag 1,2 °C über Normal. Es entsprach dem Mittelwert der       
    Vergleichsperiode im Winter 2018/19.              
                         
    Bei den Frosttagen brachte es der Winter 2025/26 auf 91 Tage (-16 Tage). Damit ähnelte er in der Anzahl den     
    Wintern 2018/19 (93 Tage) und 2019/20 (89 Tage. Die meisten Frosttage diesen Winter produzierte der Jänner     
    mit 28 Tagen.                  
                         
    Mit 9 ging die Hälfte aller Eistage auch auf das Konto des Jänners. Der Winter 2025/26 hatte somit 18 Eistage (-  
   
11 Tage), genauso viele wie der Winter 2017/18 und die meisten Eistage seit 5 Wintern. Am tiefsten sank das 
                   
    Thermometer mit -12,6 °C am 5. Jänner.              
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
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    Mi, 01.04.26 Rückblick März: Hoher Druck und Grade biegen auf finale Winterpfade  
     
                         
    + 99 l/m² Niederschlag                  
    + 57 cm Neuschnee                  
    + 4 °C mittlere Temperatur                
    + 15 trockene Tage am Stück                
                         
    Da war er wieder: Der bleierne Hochdruck, der schon den gesamten Winter über die Wetterküche erlahmte.     
    Auch im ersten meteorologischen Frühlingsmonat beherrschten dreieinhalb Wochen lang Antizyklonen das     
    barokline Spielfeld, auf dem sich erst zum Monatsende Tiefs mit einem Spätwinterversuch ins Rampenlicht     
    rückten. So begann der März rekordmild, ließ der Trockenheit ihren Lauf und finalisierte mit dem großen     
    Abwesenden, dem Schnee. Der März endete mit einem Drittel weniger Niederschlag, 41 % weniger Schnee und   
    Regen gab es sowieso fast keinen. Es fehlten 1 Woche Frost und 2 Wochen Schneedecke. Dafür gab es um     
    knapp 2 Grad zu viel an Frühlingsmilde.              
                         
    Der März begann im Alpenraum unter einbetonierten Hochdruckverhältnissen, die die Frontalzone weit nach     
    Norden abdrängten. Hierzulande dominierte antizyklonaler Einfluss aus Europa, dessen Schwerpunkt zwischen     
    dem Schwarzmeerraum und dem Baltikum hin und her wechselte. Atlantische Tiefs wurden bei Island gebremst     
    und der über die Iberische Halbinsel abtropfende Trog sorgte an seiner Vorderseite für die Zufuhr sehr milder     
    Luft, welche zwischendurch auch mit Saharastaub gewürzt war. Erst zu Beginn der zweiten Märzdekade schaffte     
    es ein Frontenrest eines Nordatlantiktiefs die über 2-wöchige Trockenperiode mit kümmerlichen Niederschlag zu   
    stören. Bis über die Monatsmitte hinaus setzte sich der Hochdruck wieder durch, wobei eine kleine Störung     
    durchzog. An der Vorderseite der Islandtiefs verblieb der Alpenraum unter sehr milder Südwestluft. Diese Wurde   
    nach Monatsmitte zwischen einem weiteren Tief im Norden sowie einem Ablegertief über dem Mittelmeerraum     
    ausgeräumt und es kam zu erwähnenswertem Niederschlag, der dazu in fester Form fiel. Das Intermezzo wurde     
    jedoch sogleich von Hochdruck über der Nordsee, später über dem Baltikum, vom Hof verjagt. Abermals baute     
    sich eine breite Hochdruckzone, die vom Nordatlantik über Mittel- und Osteuropa bis nach Westrussland reichte,     
    auf. Die Strömung hierzulande nahm eine nordöstliche Richtung an und es kam trocken-milde Luft herbei. Mitte     
    der letzten Märzdekade konnte der Hochdruck gebrochen werden und eine nordwestliche Strömung brachte     
    spätwinterliche Luftmassen ins Land. Verantwortlich hierfür zeichnete zuerst ein Sturmtief bei Island in     
    Zusammenarbeit mit einem Ablegertief bei England. Ein aus dem über Mitteleuropa südwärts gerichteten     
    Kaltluftvorstoß resultierendes Cut-Off-Tief über Oberitalien brachte kaum noch Niederschlag über die Alpen und     
    ließ hier Platz für kurzen Zwischenhocheinfluss. Die finalen Märztage standen erneut unter der Fuchtel     
    südostwärts ziehender Islandtiefs, die die spätwinterlichen Bedingungen noch in die anbrechende Karwoche     
    hinein retteten.                  
                         
    Der viele Hochdruck sorgte mit -55 % Defizit in Österreich für einen recht trockenen März, die seit den 2010er     
    Jahren vermehrt auftraten. Sehr niederschlagsarm präsentierte sich dabei die Osthälfte des Landes, wo     
    verbreitet zwischen einem Drittel und vier Fünftel fehlten. Im oberösterreichischen Zentralraum und nördlich     
    davon sowie im Südosten blieb es noch trockener. Hartberg (Steiermark) bekam im März nur ganze 2 l/m². Das     
    Italientief am Monatsende linderte vom Weinviertel bis ins Nordburgenland den Niederschlagsmangel auf     
    Einbußen bis zu einem Drittel. Etwas besser sah es von Vorarlberg bis zum Pongau aus. Das Minus bewegte     
    sich hier zwischen 15 und 70 %. Rund um Innsbruck tat sich eine Exklave mit einer ausgeglichenen Bilanz auf.     
    Nassester Ort war Laterns (Vorarlberg) mit 160 l/m². Die Sonne schien in Vorarlberg sowie in der Osthälfte     
    außerhalb der alpinen Talschaften meist ein Viertel bis zur Hälfte öfter als üblich. Ansonsten schwankte die     
    Sonnenscheindauer im langjährigen Mittel. Bundesweit war der März um 15 % sonniger als im Soll. Die meisten     
    Sonnenstunden gab es mit jeweils 207 in Podersdorf (Burgenland) und am Brunnenkogel (Tirol. Der März war in     
    der Alpenrepublik zudem recht mild mit +1,2 °C Abweichung zum Referenzmittel 1991-2020. Er positionierte sich   
    damit auf dem 22. Platz in der österreichischen Messreihe. Im Vergleich zur Normalperiode 1961-90 betrug die     
    Abweichung jedoch +2,5 °C. Ein wenig geringer fiel das Plus auf den Bergen mit +0,7 bzw. +2 °C aus. Deutlich     
    milder als im bundesweiten Mittel war es von Oberösterreich bis ins Burgenland.        
                         
    In Hintersee verging der meiste März trocken. Erst in den letzten Tagen konnte die Niederschlagsbilanz auf 99     
    l/m² aufgebessert werden. Dennoch blieb ein Minus von 34 % stehen. Der heurige März entsprach dadurch     
    seinen Vorgängern aus 2011 (100 l/m²) sowie 2016 und 2018 (102 l/m²). Der Niederschlag verteilte sich auf 9     
    Niederschlagstage (-6 Tage). Gleich viele wie 2011. Am meisten Niederschlag fiel mit 43,5 l/m² am 26. März.     
    Hingegen blieb es vom 19. Bis 24. März 6 Tage hintereinander trocken. Vom 25. Februar bis zum 11. März fiel     
    15 Tage am Stück kein Niederschlag. Gemeinsam mit der Periode vom 28. Februar bis 14. März 2022 war es die   
    längste Trockenphase unserer Messreihe, die überwiegend oder zur Gänze in einem März auftrat.       
                         
    Fast einen Ausfall lieferte der Regen mit einem Defizit von 88 %. Mit lediglich 15,5 l/m² Monatssumme war es der   
    regenärmste März in der Hinterseer Messreihe. Der bisherige Negativwert von 19,5 l/m² aus dem März 2016     
    wurde heuer unterboten. Am meisten regnete es mit 11 l/m² im Zuge einer Kaltfront am 25. März. Es war einer     
    von 4 Regentagen (-10 Tage. Nur 2022 (3 Regentage) waren es noch weniger, 2004 zumindest genauso viele.    
                         
    Mager sah wiederum die Neuschneemenge aus. 57 cm bedeuteten ein Minus von 41 % und den 15.       
    Unterdurchschnittlichen März in den letzten 16 Jahren. Der extreme Schneeeinbruch, den der März seit 2011     
    erfuhr, setzte sich nahtlos fort. Die gemittelte Neuschneemenge im März ist von der Periode 1988-2010 auf den     
    Zeitraum 2011-2026 um 65 % abgesackt. Die Zahl der Schneefalltage betrug heuer 7 Tage (-2 Tage), wobei an     
    2 Tagen der Schneefall so leicht war, dass dieser sofort und gänzlich am Boden wegtaute. Einzig glänzen konnte   
    der 26. März mit 33 cm als schneereichster Tag im März.            
                         
    An diesem tag hatte auch die Schneedecke mit 30 cm ihren Höchststand. Es war einer von 9       
    Schneedeckentagen (-15 Tage. Zu Monatsbeginn war die Geschlossenheit am 2. März am Beobachtungspunkt     
    erledigt. Danach blieb es mit Ausnahme des 17. März durchgehend aper. Erst ab dem 26. März stellte sich bis     
    Monatsende wieder eine durchgehende Schneebedeckung ein. Die Zahl der Schneedeckentage lag zwar höher     
    als bei den Tiefstständen in den beiden Vorwintern (2 Tage), war für die hiesigen Verhältnisse aber beschämend   
    niedrig.                    
                         
    Der Temperaturverlauf stand im März auf dem Kopf und begann mit einem neuen Rekord für das erste     
    Monatsdrittel, welches um extreme 5 °C zu warm ausfiel. Der schon abartige alte Bestwert aus 2024 wurde     
    damit nochmals um ein Zehntel Grad übertroffen. Das Mitteldrittel war mit +1,8 °C Abw. Markant zu mild. Die     
    dritte Märzdekade dann mit -0,8 °C leicht unterkühlt. In Summe ergab das mit einer Monatsmitteltemperatur von     
    4,0 °C bei einer Abweichung von +1,9 °C den fünftwärmsten März unserer Messreihe. Unter den ersten Sechs     
    finden sich somit die 4 letzten Märzmonate zzgl. Ihrer Kollegen aus 2014 und 2017. Der letzte etwas zu frische     
    März (Abw.: -1 °C) liegt bereits 8 Jahre zurück. Die höchste Tagestemperatur zeigte das Thermometer heuer mit   
    19,5 °C am 14. März. Das Minimum trat mit -3,1 °C am 28. März auf. Es war einer von 12 Frosttagen (-6 Tage);     
    wobei es hier fast immer nur ganz knapp ins Minus ging. Die durchschnittlichen 2 Eistage blieben zur Gänze aus.   
    Wir zählten weiters 11 kalte Tage (-8 Tage).              
                         
    Quelle: www.geosphere.at                
                         
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    Do, 26.03.26 Ein paar Stunden Vollgaswinter  
     
                         
    Nach vier Wochen mit frühlingshaften Hochdrucklagen stellte sich von Mittwoch auf Donnerstag ein Umschwung     
    ein. Gekennzeichnet wurde die Änderung von einer markanten Kaltfront, hinter der es zu stundenweisem     
    Starkschneefall kam. Der eigentlich schon ausgeklungene Winter stieg nochmals aufs Gaspedal und setzte das     
    größte Schneefallereignis der heurigen Saison in die langsam ergrünende Landschaft. Im März lag der letzte     
    Schneefall dieser Größenordnung, einst Dauergast, schon fünf Jahre zurück.        
                         
                         
    Die windigen Schwestern                
                         
    Ausgangspunkt der Wetterlage war das zu Wochenbeginn bei Island ankommende Sturmtief „Livia“, das sich     
    weiter zur Norwegischen See bewegte. AN seiner Rückseite ergoss sich am Dienstag ein Schwall Polarluft von     
    Grönland zu den Britischen Inseln, wodurch sich dort ein Randtief namens „Marlies“ ausformte. Durch die kleine     
    Schwester gestärkt, trat nun die Kaltfront den Gang auf das europäische Festland an und erreichte am späten     
    Nachmittag bzw. frühen Abend des Mittwochs den Alpenraum.            
                         
    Die bis dahin bestimmende Hochdruckbrücke vom Nordatlantik bis Westrussland, mit Kernen nordwestlich und     
    östlich von Mitteleuropa, war in Folge der zyklonalen Entwicklungen südwärts abgedrängt worden.      
                         
    Mittwoch stellte sich präfrontal eine kurze Föhnlage in der südwestlichen Strömung ein. Wiederum wurde es für     
    die Jahreszeit sehr mild. Währenddessen verlagerte sich das Randtief zum südlichen Skandinavien und gab der     
    Kaltfront den finalen Schub an die Alpennordseite.              
                         
    Postfrontal stieß die Kaltluft polaren Ursprungs bis Mitteleuropa vor und der nachrückende Trog sorgte am     
    Donnerstag für weitere Niederschläge.              
                         
                         
    Föhnmilde und Frontdurchgang                
                         
    Der Mittwoch startete im Duktus der vergangenen Wochen mit freundlichem Wetter und Milde. Sachter Föhnwind   
    kam auf und mit dem Sonnenschein stieg die Temperatur an unserer Station auf 15,9 °C. Derweil legte der     
    Luftdruck einen Bauchfleck hin und kündigte die nahende Front an.          
                         
    Mit dichter werdenden Wolkenfeldern, Drehung des Windes auf West bis Nordwest sowie auffrischenden Böen     
    zog die markante Front gegen halb sechs Uhr in Hintersee auf. Kräftiger Regen setzte ein, der Wind fegte lebhaft   
    bis stark übers Land. Damit kühlte es rasch ab und die Schneefallgrenze sank, sodass es zum Ende des     
    frontalen Niederschlages gegen 20 Uhr bereits schneeregnete bzw. sehr nass schneite. Die Front hatte 11 l/m²     
    gebracht. Abseits von ein paar unergiebigen Schauern verlief die Nacht ruhig, aber windig.      
                         
                         
    Winter gibt Gas                  
                         
    Zeitig in der Donnerstagfrüh setzten bei weiterhin lebhaft wehendem Wind neue Niederschläge ein, die nun bis     
    ca. 500, 600 m hinunter als Schnee fielen. In Hintersee begann es immer stärker zu schneien. Bis Mittag ließ es     
    ordentlich herunter und schneite mit Raten um 5 cm pro Stunde. Danach klang der Schneefall rasch ab und am     
    Nachmittag und Abend zogen nur noch kleine bedeutungslose Schauer durch. Die meiste Zeit blieb es trocken.    
                         
    Bis zum Messtermin Donnerstagabend fielen 33 cm Neuschnee. Es war die bisher höchste Tagesmenge in     
    diesem schneearmen Winter. IN einem März gab es ein derart markantes Schneefallereignis zuletzt vor 5     
    Jahren. AM 16. März 2021 (32 cm), 17. März 2021 (33 cm) und 20. März 2021 (35 cm) wurde die 30-Zentimeter-    
    Marke gleich dreimal übertroffen. Zuvor hieß es bereits 11 Jahre auf so ein Vorkommnis warten.      
                         
                         
    Markante Schneefälle im März stark rückläufig            
                         
    Schneefälle, welche die 30-cm-Schwelle überschritten, wiesen im März in den letzten eineinhalb Jahrzehnten     
    eine stark rückläufige Tendenz auf. Traten solche Ereignisse bis 2010 fast jährlich und wiederholt mehrfach in     
    Märzmonaten auf, so stellten die 3 Vorkommnisse aus 2021 seit da an eine Ausnahme dar.       
                         
    Gleich 6-mal ging es im März 1988 über die 30 cm. Darunter der bis heute gültige Märzrekord von 70 cm     
    Neuschnee am 28. März 1988. 4-mal war dies im März 1995 der Fall. Jeweils 3 Einträge verbuchten die     
    Märzmonate 1993, 1997, 2005, 2009 und 2021. Zweimal notierte sich der März 1992 in die Statistik.     
    Einzelereignisse gab es 1996, 1998, 1999, 2000, 2004, 2006, 2007, 2010 und 2026.        
                         
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    Mo, 02.03.26 Rückblick Februar: Sehr mild und nass pfeift er dem Winter was  
     
                         
                         
    + 80 l/m² größter Tagesniederschlag                
    + 1,8 °C mittlere Temperatur                
    + 14,6 °C sechstmildester Februartag              
                         
    Gegen meteorologische Demenz ist scheinbar kein Kraut gewachsen. So wusste der Februar auch heuer nicht     
    mehr, wie das mit Winter geht. Als drittmildester seiner Zunft war er wie ein durchschnittlicher März temperiert     
    und vergaß die Hälfte des Neuschnees. Dafür linderte der diesjährige Feber mit einem         
    Starkniederschlagsereignis, Vorfrühlingstemperaturen und Tauwetter die zweieinhalbmonatige Wintertrockenheit.   
    War das erste Monatsdrittel noch trocken, sonnig und mild, so ging es mit feuchten Tauwetter weiter, ehe das     
    Monatsfinale mit Sonne die ersten Zitronenfalter hervor lockte.            
                         
    Die Auftaktwoche des Februars stand im Alpenraum unter anhaltenden Hochdruckeinfluss. Mit Zentrum über     
    Fennoskandien erstreckte sich dieser von der Balkanhalbinsel bis zum Nordmeer. Die Frontalzone wurde noch     
    vor den Toren Westeuropas südwärts zur Iberischen Halbinsel und weiter in den Mittelmeerraum abgelenkt.     
    Derweil kreiselte sich der steuernde Tiefdruck bei den Britischen Inseln Wund. Hierzulande dominierte eine teils     
    föhnige und milde Südwestströmung. Am ersten Feberwochenende gelang dem Tiefdruck nach einem     
    Rückzieher des Hochdrucks die Progression nach Mitteleuropa. Erstmals seit 4 Wochen gab es wieder     
    nennenswerten Niederschlag. Hinter kurzem Zwischenhocheinfluss zog ein kleines Sturmtief über das nördliche     
    Mitteleuropa hinweg. Der Luftdruck sank dabei auf nicht alltägliche 982 hPa. Ihm folgte ein Tandem, welches ein     
    Tief von England her und einen Ableger im Mittelmeerraum brachte. Zum Faschingshöhepunkt zog ein neues     
    Tief von den Britischen Inseln auf und sorgte am Faschingsdienstag für Neuschnee. Danach wiederholte sich     
    das Ganze und ein Italientief versorgte vor allem den Osten und Südosten mit einem markanten       
    Schneefallereignis. Alpennordseitig blieben die Mengen gering. Der Schneedecke setzte in weiterer Folge     
    Tauwetter zu, da der atlantische Tiefdruck vollends die Oberhand gewann. Steuernde Wirbel bei Island trieben in   
    Unterstützung mit einem Randtief bei Schottland Fronten ins Land. Den Abschluss machte ein nächstes     
    Islandtief, das mit einer Warmfront kräftige Niederschläge auslöste. An den letzten Februartagen schob sich     
    Hochdruck von West-/Südwesteuropa herein und konservierte das Tauwetter. Nach milder Meeresluft aus West     
    strömte ein Schwall Subtropikluft aus Südwest den Alpenraum und es wurde frühlingshaft mild.      
                         
    In den letzten Februartagen ging es in Österreich mit den Höchstwerten gegen die 20 Grad, welche in Weyer     
    (Oberösterreich) mit 20,5 °C auch übertroffen wurden. Die Monatsmitteltemperatur lag im Tal 2,4 °C über dem     
    aktuellen Klimanormal. Auf den bergen war es 2,7 °C zu mild. In der österreichischen Messreihe ergab das den     
    14. Platz. Im Vergleich zur Normalperiode 1961-90 betrugen die Abweichungen schon +3,3 °C bzw. +3,6 °C.     
    Demnach war dieser Februar wiederum viel zu mild temperiert. Die Sonne zeigte sich vor allem in der ersten     
    Monatshälfte in Westösterreich und gegen Monatsende fast bundesweit. Dennoch fiel die landesweite     
    Sonnenscheinbilanz mit -25 % so sonnenarm aus wie seit 7 Jahren nicht mehr. In den Bergregionen       
    Westösterreichs sowie im Rheintal, dem Inntal und vom Tennengau bis ins Salzkammergut erreichte die Sonne     
    ihr klimatologisches Soll. Abseits davon gab es von Vorarlberg bis in die Obersteiermark bzw. Oberkärnten     
    Einbußen bis zu einem Viertel. Ein Viertel bis zur Hälfte weniger schien die Sonne in einem breiten Bogen von     
    Oberösterreich bis Unterkärnten, wobei es vom Oberösterreichischen Zentralraum bis Wien und ins       
    Industrieviertel am sonnenärmsten war. Im Traunviertel verlief der Februar sogar noch ein Stückchen trüber. Die     
    meisten Sonnenstunden erzielte mit 138 der Brunnenkogel (Tirol. Nach einem trockenen Monatsbeginn legte die   
    Niederschlagstätigkeit ein paar Gänge zu und machte den heurigen Februar bundesweit um 47 % nässer als im     
    Schnitt. Letztmals mehr Niederschlag gab es vor 6 Jahren (+48 %). Die niederschlagreichsten Regionen mit     
    Zugewinnen zwischen der Hälfte und dem Doppelten befanden sich von Vorarlberg bis Salzburg bzw. nach     
    Oberkärnten sowie lokal in Ober- und Niederösterreich, der West- und Südoststeiermark. Im Soll lagen die     
    Gebiete zwischen dem Mürztal und dem südlichen Wiener Becken. Der Rest bilanzierte zwischen einem Fünftel     
    und der Hälfte mehr als üblich. Nassester Ort war Mittelberg (Vorarlberg) mit 232 l/m².        
                         
    In Hintersee karikierte der Februar einen lange sehr trockenen meteorologischen Winter und wurde mit einer     
    Niederschlagssumme von 250,5 l/m² bei einer Abweichung von +75 % zum nassesten Februar seit 2020 (268,5     
    l/m²). Dabei verlief das erste Drittel noch relativ niederschlagsarm, ehe sich eine Westlage durchsetzte, die am     
    24. Februar mit 80 l/m² und dem größten Tagesniederschlag gipfelte. Im Tal fiel der Großteil als Regen, auf den     
    Bergen rieselte ab dem Mittelgebirge alles als Schnee vom Himmel. Es gab 16 Niederschlagstage (+2 Tage).     
    Vom 30. Jänner bis zum 5. Februar war es noch eine Woche durchgängig trocken geblieben.      
                         
    Hervorragend in der Niederschlagsbilanz war der Beitrag an Regen. Mit 167 l/m² regnete es diesen Februar um     
    135 % mehr als im Schnitt. Hinter den Februaren 2020 (179 l/m²), 2000 (169 l/m²) und 2007 (168,5 l/m²) landete     
    die heurige Ausgabe auf dem 4. Platz. Die Zahl der Regentage war mit 11 (+5 Tage) fast verdoppelt. Der meiste   
    flüssige Niederschlag akkumulierte sich mit 58 l/m² am 24. Februar. Es war die fünfthöchste Regenmenge, die an   
    einem Februartag fiel.                  
                         
    An Neuschnee sammelten sich diesmal 61 cm an. Mit -47 % Defizit war es seit 2014 der 12.       
    Unterdurchschnittliche Februar von 13. Der Feber 2026 sortierte sich im unteren Mittelfeld zwischen den Febern     
    2000 (64 cm) und 1994 (60 cm) ein. Von der Monatssumme schneite es am 17. Februar mit 27 cm knapp die     
    Hälfte. Insgesamt gab es 7 Schneefalltage (-4 Tage).            
                         
    Die Schneedecke hielt sich am Beobachtungspunkt über alle 28 Tage geschlossen und erreichte am 20. Februar   
    mit 40 cm ihren Höchststand. Zur Monatsmitte wurde die ohnehin geringe Bedeckung schon recht dünn. Die     
    apere Fläche hatte sich taleinwärts bis zum Dorf vorgearbeitet.          
                         
    Die Temperaturen zeigten sich nicht unbedingt winterfreundlich und lagen den gesamten Monat über um 2,5 bis     
    gut 3 Grad über dem jeweiligen Abschnittsmittel. Am Ende war der Februar 2026 mit einem Monatsmittel von 1,8   
    °C bei einer Abweichung von +2,7 °C gemeinsam mit dem Feber 2016 der drittmildeste in unserer Messreihe.     
    Milder waren nur noch der Feber aus Absurdistan 2024 (4,6 °C) und jener aus 2020 (2,3 °C. Die       
    Minimumtemperatur fiel mit -5,7 °C am 2. Februar wenig kalt aus. Das Maximum von 14,6 °C am 27. Februar     
    war hingegen der sechstmildeste Februartag an unserer Station. Ihm folgte am 28. Februar sogleich mit 14,4 °C     
    die Nummer 8. Wir zählten diesen Monat die magere Zahl von 1 Eistag (-4 Tage), 16 Frosttagen (-6 Tage) und     
    23 kalten Tagen (-2 Tage).                
                         
    Quelle: www.geosphere.at                
                         
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    Di, 24.02.26 Barbara wischt feucht durch  
     
                         
    Das aktuelle Niederschlagsereignis wirkte seltsam deplatziert und aus der Reihe gefallen. Schließlich passte     
    Wetter, wo sich auch tatsächlich etwas rührte, so gar nicht in den bald zu Ende gehenden meteorologischen     
    Winter (Dezember bis Februar). Dieser verlief bisher unter ständigem Hochdruck äußerst schneearm und sehr     
    trocken. Mitte Februar fehlten noch 70 % des durchschnittlichen Niederschlags.        
                         
                         
    Wetterlage                  
                         
    Eine aufgekommene Westlage linderte die trockenen Verhältnisse und gipfelte heute in einer markanten     
    Warmfront, die es regnen und schneien ließ. Verantwortlich hierfür war das bei Island liegende Tief „Barbara,     
   
dessen Warmfront am Montagabend im Alpenraum eintraf. Die Front überlief dabei ein Hoch über Westeuropa 
                   
    mit französischem Kern in nordwestlicher Strömung, sodass sich an der Alpennordseite eine klassische Staulage   
    einstellte.                     
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
        Bild: Großwetterlage in Europa zu Montagnacht          
                         
                         
    Die herbeigeführte Luftmasse war für die Jahreszeit relativ mild und hatte einen schwall erwärmter und feuchter     
    Meeresluft geladen. Zu Beginn des Ereignisses lagen die Temperaturen in rund 1.500 m noch leicht im positiven   
    Bereich. Während des intensivsten Niederschlags fielen die Werte leicht ab und sanken etwa am Feuerkogel     
    (Oberösterreich, 1.618 m) auf -2,5 °C und am Zwölferhorn (1.522 m) auf -1,5 °C Dienstagfrüh.       
                         
                         
    Zwischen Talschnee und Tauwetter              
                         
    Die Luftmassentemperatur hätte unter einem normalen vertikalen Gradienten nicht für Schnee bis zum Talboden     
    gereicht. Jedoch hielt sich im windgeschützten Lammertal auch im Tal kältere Luft, sodass der überwiegende     
    Teil des Niederschlages zwischen Abtenau und Annaberg in Form von 10-30 cm sehr nassen Schnees fiel.     
    Vorübergehend schneite es bis Golling und auf der anderen Seite im Salzkammergut ebenfalls bis gegen 500 m   
    herab (Isothermieschnee).                
                         
    Anders sah es beispielsweise in dem für Westwind offeneren Tal von Faistenau und Hintersee aus. Hier lag die     
    Schneefallgrenze lange über 1.000 m und es herrschte bis in die Almgebiete hinauf massives Tauwetter. Erst     
    Dienstagfrüh holte es durch Niederschlagsabkühlung die kältere Luft herunter und mit ihr sank die       
    schneefallgrenze bis ins Tal.                 
                         
                         
    Regen, Hochwasser und Schnee                
                         
    Mit kurzzeitig auflebendem Wind erreichte die Warmfront Montagabend gegen 22 Uhr das Hinterseer     
    Gemeindegebiet. Die Temperatur stieg auf milde 4,4 °C. Zugleich setzte starker Regen ein, der bis in die     
    Frühstunden des Dienstages anhielt. Bis dahin kamen 53 l/m² an Regen zusammen. Nun begann es aber sehr     
    nass zu schneien. Der Schneefall hielt den Vormittag über an und summierte zumindest 6 cm und darin inkludiert   
    weitere 22 l/m² an Niederschlag. Zu Mittag war das Ereignis praktisch vorbei und es gab nur mehr leichten     
    Regen oder Nieseln. Bis zum Abend ergänzten nochmals 5 l/m² die Tagessumme.        
                         
    Die Schneefallgrenze lag in der Nacht um die 1.100 m. Zu Ereignisbeginn dürfte es noch weiter rauf geregnet     
    haben. Dadurch kam es in weiten Teilen des Gemeindegebietes zu Tauwetter. Neben dem fallenden Regen ging   
    auch Schmelzwasser in die heimischen Fließgewässer. Diese stiegen bis in die Morgenstunden zu einem kleinen   
    Hochwasser an.                   
                         
                         
    In Oberasch musste die Freiwillige Feuerwehr zu Einsätzen bei der Reihenhaussiedlung und Nähe Lindenwirt     
    ausrücken.                    
                         
                         
    Nassester Februartag seit 6 Jahren              
                         
    Gesamt akkumulierten sich an unserer Station 80 l/m². So viel Niederschlag gab es in einem Februar nicht mehr     
    seit den 81 l/m² vom 3. Februar 2020. Generell war es der größte Tagesniederschlag seit dem 14. September     
    2024.                    
                         
    Die 58 l/m² an reinem Regen sorgten zusätzlich für die fünfthöchste Regenmenge eines Februartages. Hier     
    klemmten wir uns zwischen den 20. Februar 1999 (59 l/m²) und den 21. Februar 2017 (57 l/m²). Die ersten Drei     
    lauten weiterhin: 1. Februar 2016 (83 l/m²), 3. Februar 2020 (81 l/m²) und 21. Februar 2016 (61 l/m²).      
                         
                         
    Schneebombe auf Bergen                
                         
    Auf den bergen war diese Warmfront das stärkste Schneefallereignis seit dem September 2024. Auf den Gipfeln   
    der Osterhorngruppe und des Tennengebirges dürfte es oberhalb von 1.500 m rund einen Meter Neuschnee     
    gegeben haben. Problematisch in Hinblick auf Schneebruch in den Wäldern könnte es in den Regionen     
    zwischen 1.000 und 1.400 m aussehen.               
                         
                         
    Nordstau schlägt zu                  
                         
    Die größten Niederschlagsmengen summierten sich im Nordstau vom Tiroler Unterland bis ins Salzkammergut.     
    Von den offiziellen Stationen war Kössen (Tirol) mit 67 l/m² vorne weg. Dahinter folgten aber gleich die     
    Messpunkte im Pinzgau, südlichen Flachgau, Tennengau bis zum benachbarten Salzkammergut.       
                         
    In Salzburg lagen Faistenau und St. Koloman mit 62,7 l/m² voran. Auf den nächsten Rängen platzierten sich     
    Lofer mit 57,6 l/m², Großgmain mit 57,4 l/m² und Elsbethen mit 56,2 l/m². Weiters reihten sich Abtenau (55,9     
    l/m²), die Postalm (53,9 l/m²), Rußbach (51,8 l/m²) und Filzmoos (50,2 l/m²) ein. In einem breiten Streifen von     
    Hallein über die Landeshauptstadt bis nach St. Wolfgang und Bad Ischl (beide Oberösterreich) betrugen die     
    Mengen recht einheitlich 45 bis 50 l/m². In Thalgau waren es dagegen nur mehr 28,9 l/m² und in Mattsee 25,3     
    l/m². Im Süden des Flachgaus fiel damit gut das Dreifache gegenüber dem Norden des Bezirks.      
                         
    Quelle: www.wetterzentrale.de, wetter.orf.at, www.austrowetter.at, salzburg.gv.at        
                         
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    Sa, 31.01.26 Rückblick Jänner: Nach Kaltstart trocken milder Hochsalat  
     
                         
    + 75,5 l/m² Niederschlag                  
    + 66,5 cm Neuschnee                  
    + 15 trockene Tage am Stück                
    + -2,3 °C mittlere Temperatur                
                         
    Neues Jahr, gleiches Wetter, alte Baustellen. Der erste Monat des Jahres 2026 begann mit einer kleinen     
    Kältewelle und Neuschnee winterlich. Zwei Drittel des Monats verliefen danach aber wieder im Mildetrott der     
    letzten Jahre. Anhaltender Hochdruck brachte viel Sonnenschein. Es gab die längste Trockenphase in einem     
    Jänner seit 29 Jahren. Am Ende fehlten wie im Vorjahr gut zwei Drittel an Niederschlag und knapp die Hälfte an     
    Schnee. Die Reihe niederschlagsarmer Monate, die im Herbst 2024 anfing, setzte sich somit fort.      
                         
    Der Jahresbeginn stand im Einfluss eines Tiefs im Ostseeraum. Neben leichten Schneefällen kam in weiterer     
    Folge in nördlicher Strömung an der Vorderseite eines Hochs über den Britischen Inseln polare Kaltluft in den     
    Alpenraum. Tiefdruck über dem Mittelmeerraum sorgte jedoch immer wieder für Bewölkung. Um den ersten     
    Dekadenwechsel schwächte ein Englandtief den Frost ab und steuerte an seiner Rückseite neuen Schnee     
    herbei. Nach seinem südöstlichen Abzug über den Ostalpenraum gelangte nochmals ein kurzer Schwall an     
    Polarluft zu uns. Diese kam unter einem Skandinavienhochkeil zur Ruhe, ehe sich die Warmfront eines     
    Schottlandtiefs mit markantem Tauwetter einstellte. Noch vor der Monatsmitte etablierte sich ein blockierendes     
    Hoch über Westrussland/Osteuropa, sodass der atlantische Tiefdruck abgehalten wurde. Die Blockadelage hielt   
    bis zur dritten Jännerdekade stand. Zwischenzeitlich verstärkte sich der Hochdruck und dehnte sich bis Grönland   
    aus. Der sich stets regenerierende Ostatlantiktrog tropfte dabei wiederholt in den Mittelmeerraum ab. Dort kam     
    es von der Iberischen Halbinsel über Italien bis zum Balkan zu teils intensiven Regenfällen. In den letzten     
    Jännertagen schwächelte das antizyklonale Regime in Mitteleuropa, da sich der Schwerpunkt der Blockierung     
    mehr nach Nord- und Nordosteuropa verlagerte. So konnten Druckminima über dem Genuagolf bzw.       
    Westeuropa leichte Störungen in den Alpenraum lenken. Nach Verdrängung des zweiten Polarluftvorstoßes     
    verblieben wir für den Großteil des Jänners in einer höhenmilden Südwest- bis Südostströmung. Tageweise     
    wurde es föhnig.                  
                         
    In Österreich verlief der Jänner überraschend frisch. Mit einer Abweichung von -1,7 °C zum Klimamittel 1991-    
    2020 war es in den Tallagen der kälteste Jänner seit 2017. Historisch betrachtet war der heurige Jänner     
    allerdings ein exakter Mittelständler. Denn schon zur Referenzperiode 1961-90 betrug die Abweichung nur noch     
    -0,3 °C. Es gab aber ein deutliches Südwest-Nordost-Gefälle. Während es in höheren Lagen im Westen relativ     
    ausgeglichen temperiert war, gingen die Mittelwerte im inversiv kalten Norden und Osten auf rund -2,5 °C unter     
    Schnitt zurück. So machte ein Höhenunterschied von gut 1.100 m nichts aus. Beispielsweise war Mondsee (481     
    m, Oberösterreich) mit einer Abweichung von -2,5 °C bei einem Mittel von -2,6 °C einer der relativ kältesten Orte   
    des Landes. Am Feuerkogel bei Bad Ischl (1.618 m, ebenso OÖ) lag das Mittel mit -2,9 °C genau im     
    Durchschnitt. Wie der Feuerkogel zählte auch die Loferer Alm (1.623 m) zu den relativ mildesten Plätzen im     
    Jänner. Bei einem Mittel von -2,4 °C betrug die Abweichung +0,2 °C. Alle drei angeführten Stationen hatten in     
    sehr unterschiedlicher Seehöhe ein ähnliches Temperaturmittel, jedoch divergierende Abweichungen. So blieb     
    der Jänner 2026 auf Österreichs Bergen um 0,6 °C unter Schnitt. Im Vergleich zur alten Normalperiode 1961-90     
    war er um den gleichen Wert darüber. Negativ bilanzierte diesen Monat auch der Niederschlag. Mit -30 % war     
    der heurige Jänner bundesweit vergleichbar mit seinem Vorgänger. Die größten Defizite taten sich dabei entlang   
    der Alpennordseite auf, wo bis zur Hälfte weniger als üblich fiel. Lokal sogar bis 70 % darunter. Ausgeglichen     
    zeigten sich die Gebiete von Osttirol bis ins Burgenland, wobei stellenweise ganz im äußersten Süden     
    Überschüsse bis zur Hälfte auftraten. Nassester Fleck war der Loiblpass (Kärnten) mit 98 l/m². Die trockenen     
    Regionen bekamen dafür viel Sonnenschein ab. Von Vorarlberg bis zur Obersteiermark und Niederösterreich     
    schien die Sonne meist bis zur Hälfte mehr als im Soll. Vom Flachgau bis zum Mostviertel machte sie noch mehr   
    Überstunden und schuftete in Teilen Oberösterreichs sogar das Doppelte. Trüb mit Einbußen bis zu einem Drittel   
    war es hingegen von Wien bis in den Südosten. Ganz im Süden lag die Sonnenscheindauer im Schnitt.     
    Österreichweit war der Jänner um 24 % sonniger als im langjährigen Mittel. Die meiste Sonnenzeit erhielt der     
    Brunnenkogel (Tirol) mit 149 Stunden.              
                         
    Beim Niederschlag war der heurige Jänner in Hintersee genauso trocken wie jener im Vorjahr. Mit 75,5 l/m² fielen   
    2,5 Liter mehr als 2025, das Minus von 68 % war erneut groß. Der nasseste Tag war mit 15 l/m² der 13. Jänner.     
    Es gab mit 9 Niederschlagstagen nur halb soviel als üblich.            
                         
    Sehr auffällig war diesen Monat die 15 Tage andauernde Trockenperiode vom 14. Bis zum 28. Jänner. In einem     
    Jänner war es in unserer Messreihe einzig vom 5. Bis 19. Jänner 1997 genau solange niederschlagsfrei     
    geblieben. Eine letztmals längere Zeitspanne mit trockenen Tagen am Stück in einem Jännermonat zeigte uns     
    die Hydrografische Station in Faistenau. Hier blieb es über 18 Tage vom 9. Bis 26. Jänner 1996 ohne Regen und   
    Schnee.                    
                         
    An Regen summierten sich diesen Jänner 29 l/m², was ein Defizit von 63 % bedeutete. Der Jänner 2026     
    platzierte sich damit mit zwei Vorgängern aus der unmittelbaren Vergangenheit, 2025 (16 l/m²) und 2022 (24     
    l/m²), im untersten Drittel. AM meisten regnete es mit 15 l/m² am 13. Jänner. AM Vortag waren es 11 l/m² und am   
    9. Jänner 3 l/m². Das waren alle 3 Regentage im Jänner (-4 Tage).          
                         
    Die Schneemenge verdoppelte sich zwar im Vergleich zum letztjährigen Jänner, lag mit 66,5 cm aber dennoch     
    45 % unter dem Schnitt. Damit hängt er mit dem Jänner 2020, der exakt gleich viel Neuschnee aufwies, an der     
    Abbruchkante zum schneeärmsten Drittel aller Jännermonate. Es schneite an 9 Tagen (-3 Tage). Den größten     
    Anteil rieselte es mit 22 cm am 11. Jänner.              
                         
    Am gleichen Tag erreichte die Schneedecke mit 45 cm ihren Höchststand, um gleich darauf auf die Hälfte     
    abzusinken. Danach blieb die Schneedeckenhöhe bis Monatsende konstant. Es wurden alle 31 möglichen     
    Schneedeckentage, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, ausgeschöpft.          
                         
    Die Temperaturen sackten zu Monatsbeginn in den Dauerfrostbereich ab. Das erste Jännerdrittel war mit einer     
    Abweichung von -3,6 °C der kälteste Jahresstart seit 2017. Im Gegensatz zu vor 9 Jahren ging es merklich     
    milder weiter. Die beiden weiteren Monatsdekaden waren markant zu mild. Final stand daher ein durchschnittlich   
    temperierter Jänner mit einem Mittel von -2,3 °C bei einer Abweichung von -0,2 °C. Ähnlich waren zuletzt die     
    Jänner 2021 (Mittel: -2,0 °C) und 2019 (Mittel: -2,4 °C). Den Tiefstwert gab es mit -12,6 °C am 5. Jänner. Am     
    höchsten stieg das Thermometer mit 7,1 °C am 19. Jänner. Wir zählten 9 Eistage (-3 Tage), 28 Frosttage (+2     
    Tage) und 31 kalte Tage (keine Abw.).              
                         
    Quelle: www. Geosphere.at                
                         
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    So, 18.01.26 Wetterjahr 2025 - Das Hochbollwerk als Wärmeriese und Winterzwerg  
     
                         
    Das Wetterjahr 2025 schrieb seine Geschichte in Form von zwei Fortsetzungsromanen. Im Herbst 2022 begann     
    bereits eine bemerkenswerte Wärmeanomalie, welche 2025 in der ersten Jahreshälfte für hohe positive     
    Abweichungen sorgte. Andererseits prägten die seit Herbst 2024 wiederholt auftretenden Hochdrucklagen das     
    vergangene Jahr. 2025 war in Hintersee das viertwärmste und das trockenste Jahr der Messreihe.      
                         
    Der Jahresniederschlag lag mit 1.756,5 l/m² um 22,9 % unter dem Soll. Dabei war der Einbruch beim Regen mit –  
    17,1 % weniger stark ausgeprägt als beim Schnee. 132,5 cm Neuschnee bedeuteten ein großes Minus von     
    76,1 % und die kleinste Schneesumme seit 1989. Die Anzahl der Schneefalltage halbierte sich beinahe, auch an   
    Regentagen fehlten gut 2 Wochen. Gewitter traten in ihrer Zahl um die Hälfte vermindert auf. Das Ausbleiben     
    von 4 Wochen Frost und zwei Wochen mit Eistagen verhalf 2025 mit einer Jahresmitteltemperatur von 8,0 °C     
    (Abw.: +1,2 °C) zum geteilten 4. Platz. Sommer- und Hitzetage waren leicht überdurchschnittlich vertreten.    
                         
    Über weite Strecken im Jahr dominierten blockierende Hochdrucklagen mit sonnig-warmen und trockenem     
    Wetter. Von Jänner bis April riss ein uneinholbares Niederschlagsdefizit auf. Der Winter hatte keine Chance und     
    verzwergte mit der ärmlichsten Neuschneesumme seit 35 Jahren. Dafür brachten Wärmewellen den frühsten     
    ersten 20er schon Anfang März und Mitte April folgte sogleich ein früher Sommertag. Dieser fiel in die längste     
    niederschlagsfreie Periode, welche über 16 Tage vom 2. Bis 17. April ging. Der Mai brachte zur Abwechslung     
    eine schaueranfällige Witterung mit gemäßigten Luftmassen aus Nord. Im Juni startete der Hochsommer früh     
    durch, prolongierte die Trockenheit und gipfelte am 2. Juli mit der Höchsttemperatur von 31,9 °C. Der weitere Juli   
    stand dann im Zeichen von regnerischem Wetter, das bis Anfang August dauerte und das Temperaturniveau     
    absinken ließ. Am 29. Juli regnete es am nassesten Tag des Jahres 72 l/m². Zum Juliende stand mit 344 l/m² der   
    niederschlagsreichste Monat von 2025 fest. Im August kehrte der Hochsommer nochmals mit Sonnenschein und     
    trockenem Wetter zurück. Der September blieb weiterhin warm, verlief jedoch etwas wechselhaft. Nach drei     
    extrem warmen Oktobern in Folge beließ es der zentrale Herbstmonat diesmal bei normalen Temperaturen. Es     
    gab einen ersten Wintergruß auf den Bergen, dem sich wieder antizyklonale Verhältnisse mit Sonne und     
    Hochnebel anschlossen. Die inversive Hochdrucklage setzte sich bis Mitte November fort, ehe sich der neue     
    Winter meldete. Mit einem moderaten Defizit bei einer Monatsmenge von 51,5 cm wurde er zum schneereichsten   
    Monat des Jahres. Ebenso ungewöhnlich war, dass wir mit -9,7 °C die tiefste Temperatur am 23. November     
    messen konnten. In der Regel tritt diese im Hochwinter auf und nicht im Spätherbst. Im Dezember endete 2025     
   
mit viel Hochdruck und sehr trocken.
                   
                         
    Den ganzen Jahresbericht über das Wetterjahr 2025 mit ausführlichen Beschreibungen der Großwetterlagen,     
    detaillierten Ereignisberichten sowie Daten und Fakten gibt es unter dem folgenden Link.      
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
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Mi, 07.01.25
Rückblick Dezember: Von Hoch zu Hoch  
     
                         
    + 38,5 l/m² Niederschlag                  
    + 11,5 cm Neuschnee                  
    + 0,3 °C mittlere Temperatur                
    + 14 Schneedeckentage                  
                         
    Im zwölften Monat des Jahres befanden wir uns praktisch durchgehend unter Hochdruckeinfluss, welcher sich im     
    Laufe des Dezembers von Osteuropa nordwestwärts verlagerte und atlantische Fronten erfolgreich abhielt.     
    Einzig am 8. Und 30. Dezember gab es Niederschläge, bei denen man die Tropfen nicht einzeln zählen konnte     
    bzw. eine Maus mehr als knöcheltief waten musste. So ergab sich einer der 4 trockensten Dezember der letzten     
    130 Jahre im Tal von Faistenau und Hintersee. Die Schneearmut war immens und nur beim Totalausfall vor 10     
    Jahren noch ärger. Viel Sonne und Milde trieben die Temperaturen vor allem in der Monatsmitte nach oben, ein     
    leicht frostiges Finale temperierte den Dezember schließlich genauso mild wie jenen im Vorjahr.      
                         
    Die Großwetterlage zu Beginn des Dezembers zeigte eine standhafte Antizyklone über Westrussland und     
    Osteuropa, die bis zum Alpenraum auskeilte. Somit blieb atlantischen Tiefs, die via den britischen Inseln ihr     
    Glück versuchten, die Abzweigung nordostwärts bzw. trogten sie über Westeuropa in den westlichen       
    Mittelmeerraum aus. Aber auch die dortigen Ablegertiefs kamen gegen den Hochblock praktisch zu keinem     
    Stich. So war der Störungseinfluss bis zum zweiten Adventwochenende in Österreich marginal und meist     
    dominierte eine höhenmilde Südwestströmung das Geschehen. Dadurch konnte sich eine Hochnebeldecke     
    ausbreiten, die es zeitweise bis nach Hintersee schaffte. Zum Marienfeiertag stellte sich mit einer Warmfront     
    eines neuen Tiefs bei den Britischen Inseln eine deutliche Milderung ein, welche in der Folge unter einer     
    Hochbrücke von den Azoren bis Osteuropa samt südwestlicher Höhenströmung prolongiert wurde. Der     
    Hochdruck verlagerte zum dritten Adventwochenende hin seinen Schwerpunkt etwas südwärts und erstreckte     
    sich von der Iberischen Halbinsel über Mitteleuropa bis nach Südosteuropa. Zur Monatsmitte schaufelten Tiefs     
    westlich und östlich der Iberischen Halbinsel einen Schwall Subtropikluft in den Alpenraum. Die Strömung drehte     
    mehr auf Süd und es wurde stellenweise leicht föhnig. In mittleren Höhenlagen stiegen die Temperaturen in den     
    zweistelligen Plusbereich. Im Tal herrschte beständiges Inversionswetter, das die Niederungen des Flach- und     
    Tennengaus unter einer Hochnebeldecke verschwinden ließ. Oberhalb und abseits davon strahlte täglich die     
    Sonne. Einzig ein Orkantief bei Island schaffte eine Mini-Unterbrechung des Ganzen. Rund um den zweiten     
    Dekadenwechsel hatte sich blockierender Hochdruck schon wieder über Osteuropa eingefunden und hielt     
    sämtliche Fronten vom Alpenraum ab. Atlantischer Tiefdruck wurde erneut über Nordwesteuropa nach oben     
    abgelenkt und ein Tiefkomplex über der Iberischen Halbinsel hielt die höhenmilde Südwestströmung über dem     
    Alpenraum stur am Laufen. Erst in den Tagen vor Weihnachten schob sich der Hochdruck ein Stück westwärts     
    und reichte nun vom zentralen Mittelmeerraum bis nach Grönland, wobei sich über Westskandinavien ein neuer     
    Kern ausbildete. Damit drehte die Strömung just zum Heiligen Abend auf Nordost und es kühlte vor allem in der     
    Höhe markant ab. Ein Italientief steuerte geringe Feuchte bei, sodass es ausgerechnet zum Fest ganz leichten     
    Schneefall gab. Die anschließenden Feiertage verliefen wieder unter der breiten Hochdruckzone, die sich von     
    Mitteleuropa bis Grönland erstreckte. Im Osten schloss ein Trog an, der die Strömung auf nördliche Richtungen     
    beließ. Darin eingebettet versuchten nun Tiefs über Skandinavien sich im Alpenraum bemerkbar zu machen.     
    Dies gelang schlussendlich am vorletzten Tag des Jahres, ehe der Dezember unter Hochdruck ausklang.    
                         
    Der Dezember bot in Österreich am Ende das exakte Bild, welches bei dauerhaft ausgeprägten Hochdrucklagen   
    in einem Wintermonat zu erwarten war. Ausgesprochen sonnige Höhenlagen, viel Nebelgrau in den Niederungen   
    und kräftigen Niederschlagsmangel. Bundesweit war es mit einem Defizit von 66 % einer der trockensten     
    Dezember der Messgeschichte. Trockener war es zuletzt 2015 (Abw.: -76 %). Dabei kam der Osten mit     
    Einbußen von einem bis zwei Drittel noch gut davon. Ansonsten betrug das Minus von zwei Drittel bis nahe     
    einem Totalausfall. Nur ganz im Norden und äußersten Südosten lag das Defizit darunter. Negativer       
    Spitzenreiter mit dem bisher niederschlagsärmsten Dezember der dortigen Messreihe war Bischofshofen mit -89   
    %. St. Veit, Zell am See und Mondsee (Oberösterreich) erlebten den zweittrockensten Dezember ihrer     
    Messhistorien. St. Johann war mit -90 % Abw. Ebenso sehr trocken. Nassester Ort war mit 50 l/m² Tannheim     
    (Tirol). Bei der Sonnenscheindauer dominierte der Westen vom Bregenzerwald bis Oberkärnten mit Zugewinnen   
    um die Hälfte. Ausgesprochen sonnig war es zwischen dem Tiroler Unterland und dem Salzkammergut, wo die     
    Sonne teils doppelt so lange schien wie üblich. Das Flachland und die Beckenlagen vom Flachgau in einem     
    Bogen um die Ostalpen herum bis ins Klagenfurter Becken hatten hingegen oftmals das hochnebeliege     
    Nachsehen. Hier tat sich ein Minus zwischen der Hälfte und neun Zehntel auf. In Linz verharrte das Nebelgrau     
    über ganze 23 Tage vom 29. November bis 21. Dezember. Österreichweit bilanzierte der Dezember mit einem     
    Plus von 15 %. Sonnenreichster Platz war der Brunnenkogel (Tirol) mit 200 Sonnenstunden. Mit den zahlreichen     
    höhenmilden Wetterlagen samt viel Sonnenschein war es auf den bergen im Dezember auch außergewöhnlich     
    mild. Der heurige Dezember wurde mit einer Abweichung von +3,6 °C zum aktuellen Referenzmittel 1991-2020     
    nur mehr vom extrem milden Dezember 2015 (Abw.: +6,1 °C) geschlagen. Relativ mildester Platz in Österreich     
    war die Loferer Alm mit einem Mittel von 2,8 °C (1.623 m; Abw.: +4,2 °C). Mildester Fleck im Bundesland     
    Salzburg war übrigens der Kolomansberg (1.114 m) mit einem Dezembermittel von +3,4 °C. Dagegen bewegten   
    sich die Hochnebelregionen meist leicht oder markant über dem langjährigen Mittel. Mit +0,9 °C landete der     
    Jahreszwölfte 2025 auf Platz 46. Im Vergleich zur Klimanormalperiode 1961-90 betrugen die Abweichungen     
    herunten +2,0 °C und auf den Bergen satte +4,5 °C.            
                         
    Für die Messreihe der Wetterstation Hintersee war die Niederschlagssumme von 38,5 l/m² bei einer Abweichung   
    von -81 % der bisherige Tiefststand in einem Dezember. Ähnlich trocken verlief der Dezember 2013 (43,5 l/m²,     
    Abw.: -79 %). Zur besseren historischen Einordnung bemühen wir uns deshalb der Daten der Hydrografischen     
    Station in Faistenau, welche gleiche oder größere negative Abweichungen nur mehr in den Dezembern 1903 (-    
    81 %), 1972 (-87 %) und 1932 (-91 %) aufwies. Wir erlebten daher einen der vier trockensten Dezember der     
    letzten 130 Jahre. Es gab heuer lediglich an 7 Tagen Niederschlag (-9 Tage, wodurch das bisherige Minimum     
    von 9 Niederschlagstagen des Dezembers 2015 unterschritten wurde. Im Gegenzug ereigneten sich mehrere     
    Phasen, in denen es länger niederschlagsfrei blieb. Am längsten war das über 8 Tage hintereinander vom 9. Bis   
    zum 16. Dezember der Fall. Weiters 6 Tage vom 18. Bis zum 23. Dezember und nochmals 5 Tage vom 25. Bis     
    zum 29. Dezember. Der meiste Niederschlag an einem Tag fiel mit 22,5 l/m² am 8. Dezember.      
                         
    Die Menge von Maria Empfängnis war zugleich der regenreichste Tag in diesem Monat. Ansonsten kam nicht     
    mehr viel hinzu und über den ganzen Monat akkumulierten sich 30 l/m². Mit -67 % Defizit zum langjährigen Mittel     
    war es einer der 5 regenärmsten Dezember unserer Messreihe. Letztmals weniger regnete es 2013 (18 l/m²). Wir   
    zählten 4 Regentage (-5 Tage). So wenig wie in den Dezembern 1998, 2005 und 2010. Einzig 2004 lag die     
    Regentagezahl nochmal um 1 Tag niedriger.              
                         
    Die Schneebilanz wäre glücklich gewesen, wenn ihr Minus dem des Regens entsprochen hätte. Der Einbruch fiel   
    aber noch fiel deutlicher aus und es sammelten sich im heurigen Dezember 11,5 cm. Mit -91 % war es     
    abgesehen vom Nuller 2015 der schneeärmste Dezember in der Hinterseer Messgeschichte. Selbst die     
    Hydrografische Station in Faistenau verzeichnete in den vergangenen sechseinhalb Jahrzehnten mit dem     
    Dezember 1978 (-91 %) auch nur einen Dezember mehr, der genauso schneearm war wie dieser. Die 3     
    Schneefalltage (-9 Tage) sind mit dem 5., dem 24. Und dem 30. Dezember schnell aufgelistet. Fast die ganze     
    Monatsmenge schneite es mit 10 cm zwei Tage vor Neujahr. Weniger Schneefalltage gab es natürlich im     
    schneefreien Dezember 2015 (0 Tage). Es grenzt dabei beinahe an ein Wunder, dass sich die Schneedecke     
    zumindest über 14 Tage verstreut über den Monat am Beobachtungspunkt geschlossen halten konnte. Vom 1.     
    Bis 6. Dezember verharrte sie dabei unbewegt auf ihrem Höchststand von 11 cm. Durchschnittlich sollte es im     
    Dezember eine doppelt so lange Schneedeckendauer geben. Der Dezember 2015 hatte auch konserviert am     
    Boden keinen Schnee zu bieten und blieb darum ohne Schneedeckentag. 2014 waren es gleich viele     
    Schneedeckentage wie heuer.                
                         
    Die Ausstände bei Regen und Schnee lenkten von den zeitweiligen Auswüchsen der Temperaturen ab, welche     
    vor allem im Mitteldrittel des Dezembers auftraten. Hier befanden wir uns im Randbereich der eingeflossenen     
    Subtropikluft. Schon die erste Dezemberdekade war markant zu mild. Anders sah dies im dritten Drittel aus. 1     
    Grad unter Schnitt zu liegen reichte aus, um die kälteste Schlussdekade seit 2010 zu werden. Das       
    Weihnachtstauwetter warf heuer rechtzeitig vor weihnachten das Handtuch, weil es ja ohnehin nichts mehr zu     
    tauen gab. Die Monatsmitteltemperatur betrug schließlich 0,3 °C. Bei einer Abweichung von +1,4 °C landeten wir   
    gerade noch unter dem mildesten Drittel unserer Messreihe. Der Dezember 2025 war damit sehr ähnlich wie sein   
    Vorgänger (Mittel: 0,2 °C) temperiert. Den Höchstwert erzielten wir mit 6,9 °C am 18. Dezember. Am kältesten     
    war es am Morgen des Altjahrstages mit -7,6 °C. Es war einer von 4 Eistagen (-4 Tage). Zudem ereigneten sich     
    durchschnittliche 23 Frosttage und 31 kalte Tage.              
                         
    Quelle: www.geosphere.at, www.uwz.at              
                         
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    Fr, 02.01.26 Kältester Jahreswechsel seit 24 Jahren  
     
                         
    PROSIT 2026!                  
                         
    Die Wetterstation Hintersee wünscht ein gutes neues Jahr mit den traditionellen Eindrücken vom       
    Silvesterfeuerwerk über der Ladenbachmetropole im Herzen der Osterhorngruppe.        
                         
    Wettertechnisch verlief der diesjährige Jahreswechsel recht ruhig. Schon der gesamte Dezember war unter viel     
    Hochdruckeinfluss gestanden und brachte noch rechtzeitig zwei Tage vor Schluss eine dünne weiße       
    Schneedecke in unsere Gemeinde. Zudem glitt kalte Luft aus Nordwest herbei. Am Altjahrstag zeigte sich das     
    Wetter von seiner freundlichen und sonnigen Seite. Im Tagesverlauf kamen einige Wolken hinzu, die von einer     
    uns streifenden Front stammten. Während es östlich von Salzburg entlang der Alpennordseite mit       
    Schneeschauern und Wind ungemütlich wurde, schien bei uns der Mond durch die dünne Wolkenschicht und es     
    hatte frostige Temperaturen.                
                         
    Mit -5,7 °C genau zur Jahreswende um Mitternacht war es heuer frostig und so kalt wie seit 24 Jahren zu diesem   
    Zeitpunkt nicht mehr. Beim Jahreswechsel von 2001 auf 2002 musste man sich bei Temperaturen von rund -10     
    °C schon warm anziehen. Dagegen war es von 2022 auf 2023 mit +6,8 °C regelrecht „schweißtreibend heiß     
    gewesen“.                    
                         
    Links: >> Fotoalbum: 01.01.26 Kältester Jahreswechsel seit 24 Jahren        
                         
                         
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