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Dichtung   Mi, 01.04.26 Rückblick März: Hoher Druck und Grade biegen auf finale Winterpfade  
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Hintersee   + 99 l/m² Niederschlag                  
    + 57 cm Neuschnee                  
WETTER   + 4 °C mittlere Temperatur                
Niederschlag   + 15 trockene Tage am Stück                
Temperatur                        
Prognosen   Da war er wieder: Der bleierne Hochdruck, der schon den gesamten Winter über die Wetterküche erlahmte.     
Gewitter   Auch im ersten meteorologischen Frühlingsmonat beherrschten dreieinhalb Wochen lang Antizyklonen das     
Winter   barokline Spielfeld, auf dem sich erst zum Monatsende Tiefs mit einem Spätwinterversuch ins Rampenlicht     
Buch   rückten. So begann der März rekordmild, ließ der Trockenheit ihren Lauf und finalisierte mit dem großen     
Rekorde   Abwesenden, dem Schnee. Der März endete mit einem Drittel weniger Niederschlag, 41 % weniger Schnee und   
Historisch   Regen gab es sowieso fast keinen. Es fehlten 1 Woche Frost und 2 Wochen Schneedecke. Dafür gab es um     
    knapp 2 Grad zu viel an Frühlingsmilde.              
                         
    Der März begann im Alpenraum unter einbetonierten Hochdruckverhältnissen, die die Frontalzone weit nach     
    Norden abdrängten. Hierzulande dominierte antizyklonaler Einfluss aus Europa, dessen Schwerpunkt zwischen     
    dem Schwarzmeerraum und dem Baltikum hin und her wechselte. Atlantische Tiefs wurden bei Island gebremst     
    und der über die Iberische Halbinsel abtropfende Trog sorgte an seiner Vorderseite für die Zufuhr sehr milder     
    Luft, welche zwischendurch auch mit Saharastaub gewürzt war. Erst zu Beginn der zweiten Märzdekade schaffte     
    es ein Frontenrest eines Nordatlantiktiefs die über 2-wöchige Trockenperiode mit kümmerlichen Niederschlag zu   
    stören. Bis über die Monatsmitte hinaus setzte sich der Hochdruck wieder durch, wobei eine kleine Störung     
    durchzog. An der Vorderseite der Islandtiefs verblieb der Alpenraum unter sehr milder Südwestluft. Diese Wurde   
    nach Monatsmitte zwischen einem weiteren Tief im Norden sowie einem Ablegertief über dem Mittelmeerraum     
    ausgeräumt und es kam zu erwähnenswertem Niederschlag, der dazu in fester Form fiel. Das Intermezzo wurde     
    jedoch sogleich von Hochdruck über der Nordsee, später über dem Baltikum, vom Hof verjagt. Abermals baute     
    sich eine breite Hochdruckzone, die vom Nordatlantik über Mittel- und Osteuropa bis nach Westrussland reichte,     
    auf. Die Strömung hierzulande nahm eine nordöstliche Richtung an und es kam trocken-milde Luft herbei. Mitte     
    der letzten Märzdekade konnte der Hochdruck gebrochen werden und eine nordwestliche Strömung brachte     
    spätwinterliche Luftmassen ins Land. Verantwortlich hierfür zeichnete zuerst ein Sturmtief bei Island in     
    Zusammenarbeit mit einem Ablegertief bei England. Ein aus dem über Mitteleuropa südwärts gerichteten     
    Kaltluftvorstoß resultierendes Cut-Off-Tief über Oberitalien brachte kaum noch Niederschlag über die Alpen und     
    ließ hier Platz für kurzen Zwischenhocheinfluss. Die finalen Märztage standen erneut unter der Fuchtel     
    südostwärts ziehender Islandtiefs, die die spätwinterlichen Bedingungen noch in die anbrechende Karwoche     
    hinein retteten.                  
                         
    Der viele Hochdruck sorgte mit -55 % Defizit in Österreich für einen recht trockenen März, die seit den 2010er     
    Jahren vermehrt auftraten. Sehr niederschlagsarm präsentierte sich dabei die Osthälfte des Landes, wo     
    verbreitet zwischen einem Drittel und vier Fünftel fehlten. Im oberösterreichischen Zentralraum und nördlich     
    davon sowie im Südosten blieb es noch trockener. Hartberg (Steiermark) bekam im März nur ganze 2 l/m². Das     
    Italientief am Monatsende linderte vom Weinviertel bis ins Nordburgenland den Niederschlagsmangel auf     
    Einbußen bis zu einem Drittel. Etwas besser sah es von Vorarlberg bis zum Pongau aus. Das Minus bewegte     
    sich hier zwischen 15 und 70 %. Rund um Innsbruck tat sich eine Exklave mit einer ausgeglichenen Bilanz auf.     
    Nassester Ort war Laterns (Vorarlberg) mit 160 l/m². Die Sonne schien in Vorarlberg sowie in der Osthälfte     
    außerhalb der alpinen Talschaften meist ein Viertel bis zur Hälfte öfter als üblich. Ansonsten schwankte die     
    Sonnenscheindauer im langjährigen Mittel. Bundesweit war der März um 15 % sonniger als im Soll. Die meisten     
    Sonnenstunden gab es mit jeweils 207 in Podersdorf (Burgenland) und am Brunnenkogel (Tirol. Der März war in     
    der Alpenrepublik zudem recht mild mit +1,2 °C Abweichung zum Referenzmittel 1991-2020. Er positionierte sich   
    damit auf dem 22. Platz in der österreichischen Messreihe. Im Vergleich zur Normalperiode 1961-90 betrug die     
    Abweichung jedoch +2,5 °C. Ein wenig geringer fiel das Plus auf den Bergen mit +0,7 bzw. +2 °C aus. Deutlich     
    milder als im bundesweiten Mittel war es von Oberösterreich bis ins Burgenland.        
                         
    In Hintersee verging der meiste März trocken. Erst in den letzten Tagen konnte die Niederschlagsbilanz auf 99     
    l/m² aufgebessert werden. Dennoch blieb ein Minus von 34 % stehen. Der heurige März entsprach dadurch     
    seinen Vorgängern aus 2011 (100 l/m²) sowie 2016 und 2018 (102 l/m²). Der Niederschlag verteilte sich auf 9     
    Niederschlagstage (-6 Tage). Gleich viele wie 2011. Am meisten Niederschlag fiel mit 43,5 l/m² am 26. März.     
    Hingegen blieb es vom 19. Bis 24. März 6 Tage hintereinander trocken. Vom 25. Februar bis zum 11. März fiel     
    15 Tage am Stück kein Niederschlag. Gemeinsam mit der Periode vom 28. Februar bis 14. März 2022 war es die   
    längste Trockenphase unserer Messreihe, die überwiegend oder zur Gänze in einem März auftrat.       
                         
    Fast einen Ausfall lieferte der Regen mit einem Defizit von 88 %. Mit lediglich 15,5 l/m² Monatssumme war es der   
    regenärmste März in der Hinterseer Messreihe. Der bisherige Negativwert von 19,5 l/m² aus dem März 2016     
    wurde heuer unterboten. Am meisten regnete es mit 11 l/m² im Zuge einer Kaltfront am 25. März. Es war einer     
    von 4 Regentagen (-10 Tage. Nur 2022 (3 Regentage) waren es noch weniger, 2004 zumindest genauso viele.    
                         
    Mager sah wiederum die Neuschneemenge aus. 57 cm bedeuteten ein Minus von 41 % und den 15.       
    Unterdurchschnittlichen März in den letzten 16 Jahren. Der extreme Schneeeinbruch, den der März seit 2011     
    erfuhr, setzte sich nahtlos fort. Die gemittelte Neuschneemenge im März ist von der Periode 1988-2010 auf den     
    Zeitraum 2011-2026 um 65 % abgesackt. Die Zahl der Schneefalltage betrug heuer 7 Tage (-2 Tage), wobei an     
    2 Tagen der Schneefall so leicht war, dass dieser sofort und gänzlich am Boden wegtaute. Einzig glänzen konnte   
    der 26. März mit 33 cm als schneereichster Tag im März.            
                         
    An diesem tag hatte auch die Schneedecke mit 30 cm ihren Höchststand. Es war einer von 9       
    Schneedeckentagen (-15 Tage. Zu Monatsbeginn war die Geschlossenheit am 2. März am Beobachtungspunkt     
    erledigt. Danach blieb es mit Ausnahme des 17. März durchgehend aper. Erst ab dem 26. März stellte sich bis     
    Monatsende wieder eine durchgehende Schneebedeckung ein. Die Zahl der Schneedeckentage lag zwar höher     
    als bei den Tiefstständen in den beiden Vorwintern (2 Tage), war für die hiesigen Verhältnisse aber beschämend   
    niedrig.                    
                         
    Der Temperaturverlauf stand im März auf dem Kopf und begann mit einem neuen Rekord für das erste     
    Monatsdrittel, welches um extreme 5 °C zu warm ausfiel. Der schon abartige alte Bestwert aus 2024 wurde     
    damit nochmals um ein Zehntel Grad übertroffen. Das Mitteldrittel war mit +1,8 °C Abw. Markant zu mild. Die     
    dritte Märzdekade dann mit -0,8 °C leicht unterkühlt. In Summe ergab das mit einer Monatsmitteltemperatur von     
    4,0 °C bei einer Abweichung von +1,9 °C den fünftwärmsten März unserer Messreihe. Unter den ersten Sechs     
    finden sich somit die 4 letzten Märzmonate zzgl. Ihrer Kollegen aus 2014 und 2017. Der letzte etwas zu frische     
    März (Abw.: -1 °C) liegt bereits 8 Jahre zurück. Die höchste Tagestemperatur zeigte das Thermometer heuer mit   
    19,5 °C am 14. März. Das Minimum trat mit -3,1 °C am 28. März auf. Es war einer von 12 Frosttagen (-6 Tage);     
    wobei es hier fast immer nur ganz knapp ins Minus ging. Die durchschnittlichen 2 Eistage blieben zur Gänze aus.   
    Wir zählten weiters 11 kalte Tage (-8 Tage).              
                         
    Quelle: www.geosphere.at                
                         
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    Do, 26.03.26 Ein paar Stunden Vollgaswinter  
     
                         
    Nach vier Wochen mit frühlingshaften Hochdrucklagen stellte sich von Mittwoch auf Donnerstag ein Umschwung     
    ein. Gekennzeichnet wurde die Änderung von einer markanten Kaltfront, hinter der es zu stundenweisem     
    Starkschneefall kam. Der eigentlich schon ausgeklungene Winter stieg nochmals aufs Gaspedal und setzte das     
    größte Schneefallereignis der heurigen Saison in die langsam ergrünende Landschaft. Im März lag der letzte     
    Schneefall dieser Größenordnung, einst Dauergast, schon fünf Jahre zurück.        
                         
                         
    Die windigen Schwestern                
                         
    Ausgangspunkt der Wetterlage war das zu Wochenbeginn bei Island ankommende Sturmtief „Livia“, das sich     
    weiter zur Norwegischen See bewegte. AN seiner Rückseite ergoss sich am Dienstag ein Schwall Polarluft von     
    Grönland zu den Britischen Inseln, wodurch sich dort ein Randtief namens „Marlies“ ausformte. Durch die kleine     
    Schwester gestärkt, trat nun die Kaltfront den Gang auf das europäische Festland an und erreichte am späten     
    Nachmittag bzw. frühen Abend des Mittwochs den Alpenraum.            
                         
    Die bis dahin bestimmende Hochdruckbrücke vom Nordatlantik bis Westrussland, mit Kernen nordwestlich und     
    östlich von Mitteleuropa, war in Folge der zyklonalen Entwicklungen südwärts abgedrängt worden.      
                         
    Mittwoch stellte sich präfrontal eine kurze Föhnlage in der südwestlichen Strömung ein. Wiederum wurde es für     
    die Jahreszeit sehr mild. Währenddessen verlagerte sich das Randtief zum südlichen Skandinavien und gab der     
    Kaltfront den finalen Schub an die Alpennordseite.              
                         
    Postfrontal stieß die Kaltluft polaren Ursprungs bis Mitteleuropa vor und der nachrückende Trog sorgte am     
    Donnerstag für weitere Niederschläge.              
                         
                         
    Föhnmilde und Frontdurchgang                
                         
    Der Mittwoch startete im Duktus der vergangenen Wochen mit freundlichem Wetter und Milde. Sachter Föhnwind   
    kam auf und mit dem Sonnenschein stieg die Temperatur an unserer Station auf 15,9 °C. Derweil legte der     
    Luftdruck einen Bauchfleck hin und kündigte die nahende Front an.          
                         
    Mit dichter werdenden Wolkenfeldern, Drehung des Windes auf West bis Nordwest sowie auffrischenden Böen     
    zog die markante Front gegen halb sechs Uhr in Hintersee auf. Kräftiger Regen setzte ein, der Wind fegte lebhaft   
    bis stark übers Land. Damit kühlte es rasch ab und die Schneefallgrenze sank, sodass es zum Ende des     
    frontalen Niederschlages gegen 20 Uhr bereits schneeregnete bzw. sehr nass schneite. Die Front hatte 11 l/m²     
    gebracht. Abseits von ein paar unergiebigen Schauern verlief die Nacht ruhig, aber windig.      
                         
                         
    Winter gibt Gas                  
                         
    Zeitig in der Donnerstagfrüh setzten bei weiterhin lebhaft wehendem Wind neue Niederschläge ein, die nun bis     
    ca. 500, 600 m hinunter als Schnee fielen. In Hintersee begann es immer stärker zu schneien. Bis Mittag ließ es     
    ordentlich herunter und schneite mit Raten um 5 cm pro Stunde. Danach klang der Schneefall rasch ab und am     
    Nachmittag und Abend zogen nur noch kleine bedeutungslose Schauer durch. Die meiste Zeit blieb es trocken.    
                         
    Bis zum Messtermin Donnerstagabend fielen 33 cm Neuschnee. Es war die bisher höchste Tagesmenge in     
    diesem schneearmen Winter. IN einem März gab es ein derart markantes Schneefallereignis zuletzt vor 5     
    Jahren. AM 16. März 2021 (32 cm), 17. März 2021 (33 cm) und 20. März 2021 (35 cm) wurde die 30-Zentimeter-    
    Marke gleich dreimal übertroffen. Zuvor hieß es bereits 11 Jahre auf so ein Vorkommnis warten.      
                         
                         
    Markante Schneefälle im März stark rückläufig            
                         
    Schneefälle, welche die 30-cm-Schwelle überschritten, wiesen im März in den letzten eineinhalb Jahrzehnten     
    eine stark rückläufige Tendenz auf. Traten solche Ereignisse bis 2010 fast jährlich und wiederholt mehrfach in     
    Märzmonaten auf, so stellten die 3 Vorkommnisse aus 2021 seit da an eine Ausnahme dar.       
                         
    Gleich 6-mal ging es im März 1988 über die 30 cm. Darunter der bis heute gültige Märzrekord von 70 cm     
    Neuschnee am 28. März 1988. 4-mal war dies im März 1995 der Fall. Jeweils 3 Einträge verbuchten die     
    Märzmonate 1993, 1997, 2005, 2009 und 2021. Zweimal notierte sich der März 1992 in die Statistik.     
    Einzelereignisse gab es 1996, 1998, 1999, 2000, 2004, 2006, 2007, 2010 und 2026.        
                         
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    Mo, 02.03.26 Rückblick Februar: Sehr mild und nass pfeift er dem Winter was  
     
                         
                         
    + 80 l/m² größter Tagesniederschlag                
    + 1,8 °C mittlere Temperatur                
    + 14,6 °C sechstmildester Februartag              
                         
    Gegen meteorologische Demenz ist scheinbar kein Kraut gewachsen. So wusste der Februar auch heuer nicht     
    mehr, wie das mit Winter geht. Als drittmildester seiner Zunft war er wie ein durchschnittlicher März temperiert     
    und vergaß die Hälfte des Neuschnees. Dafür linderte der diesjährige Feber mit einem         
    Starkniederschlagsereignis, Vorfrühlingstemperaturen und Tauwetter die zweieinhalbmonatige Wintertrockenheit.   
    War das erste Monatsdrittel noch trocken, sonnig und mild, so ging es mit feuchten Tauwetter weiter, ehe das     
    Monatsfinale mit Sonne die ersten Zitronenfalter hervor lockte.            
                         
    Die Auftaktwoche des Februars stand im Alpenraum unter anhaltenden Hochdruckeinfluss. Mit Zentrum über     
    Fennoskandien erstreckte sich dieser von der Balkanhalbinsel bis zum Nordmeer. Die Frontalzone wurde noch     
    vor den Toren Westeuropas südwärts zur Iberischen Halbinsel und weiter in den Mittelmeerraum abgelenkt.     
    Derweil kreiselte sich der steuernde Tiefdruck bei den Britischen Inseln Wund. Hierzulande dominierte eine teils     
    föhnige und milde Südwestströmung. Am ersten Feberwochenende gelang dem Tiefdruck nach einem     
    Rückzieher des Hochdrucks die Progression nach Mitteleuropa. Erstmals seit 4 Wochen gab es wieder     
    nennenswerten Niederschlag. Hinter kurzem Zwischenhocheinfluss zog ein kleines Sturmtief über das nördliche     
    Mitteleuropa hinweg. Der Luftdruck sank dabei auf nicht alltägliche 982 hPa. Ihm folgte ein Tandem, welches ein     
    Tief von England her und einen Ableger im Mittelmeerraum brachte. Zum Faschingshöhepunkt zog ein neues     
    Tief von den Britischen Inseln auf und sorgte am Faschingsdienstag für Neuschnee. Danach wiederholte sich     
    das Ganze und ein Italientief versorgte vor allem den Osten und Südosten mit einem markanten       
    Schneefallereignis. Alpennordseitig blieben die Mengen gering. Der Schneedecke setzte in weiterer Folge     
    Tauwetter zu, da der atlantische Tiefdruck vollends die Oberhand gewann. Steuernde Wirbel bei Island trieben in   
    Unterstützung mit einem Randtief bei Schottland Fronten ins Land. Den Abschluss machte ein nächstes     
    Islandtief, das mit einer Warmfront kräftige Niederschläge auslöste. An den letzten Februartagen schob sich     
    Hochdruck von West-/Südwesteuropa herein und konservierte das Tauwetter. Nach milder Meeresluft aus West     
    strömte ein Schwall Subtropikluft aus Südwest den Alpenraum und es wurde frühlingshaft mild.      
                         
    In den letzten Februartagen ging es in Österreich mit den Höchstwerten gegen die 20 Grad, welche in Weyer     
    (Oberösterreich) mit 20,5 °C auch übertroffen wurden. Die Monatsmitteltemperatur lag im Tal 2,4 °C über dem     
    aktuellen Klimanormal. Auf den bergen war es 2,7 °C zu mild. In der österreichischen Messreihe ergab das den     
    14. Platz. Im Vergleich zur Normalperiode 1961-90 betrugen die Abweichungen schon +3,3 °C bzw. +3,6 °C.     
    Demnach war dieser Februar wiederum viel zu mild temperiert. Die Sonne zeigte sich vor allem in der ersten     
    Monatshälfte in Westösterreich und gegen Monatsende fast bundesweit. Dennoch fiel die landesweite     
    Sonnenscheinbilanz mit -25 % so sonnenarm aus wie seit 7 Jahren nicht mehr. In den Bergregionen       
    Westösterreichs sowie im Rheintal, dem Inntal und vom Tennengau bis ins Salzkammergut erreichte die Sonne     
    ihr klimatologisches Soll. Abseits davon gab es von Vorarlberg bis in die Obersteiermark bzw. Oberkärnten     
    Einbußen bis zu einem Viertel. Ein Viertel bis zur Hälfte weniger schien die Sonne in einem breiten Bogen von     
    Oberösterreich bis Unterkärnten, wobei es vom Oberösterreichischen Zentralraum bis Wien und ins       
    Industrieviertel am sonnenärmsten war. Im Traunviertel verlief der Februar sogar noch ein Stückchen trüber. Die     
    meisten Sonnenstunden erzielte mit 138 der Brunnenkogel (Tirol. Nach einem trockenen Monatsbeginn legte die   
    Niederschlagstätigkeit ein paar Gänge zu und machte den heurigen Februar bundesweit um 47 % nässer als im     
    Schnitt. Letztmals mehr Niederschlag gab es vor 6 Jahren (+48 %). Die niederschlagreichsten Regionen mit     
    Zugewinnen zwischen der Hälfte und dem Doppelten befanden sich von Vorarlberg bis Salzburg bzw. nach     
    Oberkärnten sowie lokal in Ober- und Niederösterreich, der West- und Südoststeiermark. Im Soll lagen die     
    Gebiete zwischen dem Mürztal und dem südlichen Wiener Becken. Der Rest bilanzierte zwischen einem Fünftel     
    und der Hälfte mehr als üblich. Nassester Ort war Mittelberg (Vorarlberg) mit 232 l/m².        
                         
    In Hintersee karikierte der Februar einen lange sehr trockenen meteorologischen Winter und wurde mit einer     
    Niederschlagssumme von 250,5 l/m² bei einer Abweichung von +75 % zum nassesten Februar seit 2020 (268,5     
    l/m²). Dabei verlief das erste Drittel noch relativ niederschlagsarm, ehe sich eine Westlage durchsetzte, die am     
    24. Februar mit 80 l/m² und dem größten Tagesniederschlag gipfelte. Im Tal fiel der Großteil als Regen, auf den     
    Bergen rieselte ab dem Mittelgebirge alles als Schnee vom Himmel. Es gab 16 Niederschlagstage (+2 Tage).     
    Vom 30. Jänner bis zum 5. Februar war es noch eine Woche durchgängig trocken geblieben.      
                         
    Hervorragend in der Niederschlagsbilanz war der Beitrag an Regen. Mit 167 l/m² regnete es diesen Februar um     
    135 % mehr als im Schnitt. Hinter den Februaren 2020 (179 l/m²), 2000 (169 l/m²) und 2007 (168,5 l/m²) landete     
    die heurige Ausgabe auf dem 4. Platz. Die Zahl der Regentage war mit 11 (+5 Tage) fast verdoppelt. Der meiste   
    flüssige Niederschlag akkumulierte sich mit 58 l/m² am 24. Februar. Es war die fünfthöchste Regenmenge, die an   
    einem Februartag fiel.                  
                         
    An Neuschnee sammelten sich diesmal 61 cm an. Mit -47 % Defizit war es seit 2014 der 12.       
    Unterdurchschnittliche Februar von 13. Der Feber 2026 sortierte sich im unteren Mittelfeld zwischen den Febern     
    2000 (64 cm) und 1994 (60 cm) ein. Von der Monatssumme schneite es am 17. Februar mit 27 cm knapp die     
    Hälfte. Insgesamt gab es 7 Schneefalltage (-4 Tage).            
                         
    Die Schneedecke hielt sich am Beobachtungspunkt über alle 28 Tage geschlossen und erreichte am 20. Februar   
    mit 40 cm ihren Höchststand. Zur Monatsmitte wurde die ohnehin geringe Bedeckung schon recht dünn. Die     
    apere Fläche hatte sich taleinwärts bis zum Dorf vorgearbeitet.          
                         
    Die Temperaturen zeigten sich nicht unbedingt winterfreundlich und lagen den gesamten Monat über um 2,5 bis     
    gut 3 Grad über dem jeweiligen Abschnittsmittel. Am Ende war der Februar 2026 mit einem Monatsmittel von 1,8   
    °C bei einer Abweichung von +2,7 °C gemeinsam mit dem Feber 2016 der drittmildeste in unserer Messreihe.     
    Milder waren nur noch der Feber aus Absurdistan 2024 (4,6 °C) und jener aus 2020 (2,3 °C. Die       
    Minimumtemperatur fiel mit -5,7 °C am 2. Februar wenig kalt aus. Das Maximum von 14,6 °C am 27. Februar     
    war hingegen der sechstmildeste Februartag an unserer Station. Ihm folgte am 28. Februar sogleich mit 14,4 °C     
    die Nummer 8. Wir zählten diesen Monat die magere Zahl von 1 Eistag (-4 Tage), 16 Frosttagen (-6 Tage) und     
    23 kalten Tagen (-2 Tage).                
                         
    Quelle: www.geosphere.at                
                         
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    Di, 24.02.26 Barbara wischt feucht durch  
     
                         
    Das aktuelle Niederschlagsereignis wirkte seltsam deplatziert und aus der Reihe gefallen. Schließlich passte     
    Wetter, wo sich auch tatsächlich etwas rührte, so gar nicht in den bald zu Ende gehenden meteorologischen     
    Winter (Dezember bis Februar). Dieser verlief bisher unter ständigem Hochdruck äußerst schneearm und sehr     
    trocken. Mitte Februar fehlten noch 70 % des durchschnittlichen Niederschlags.        
                         
                         
    Wetterlage                  
                         
    Eine aufgekommene Westlage linderte die trockenen Verhältnisse und gipfelte heute in einer markanten     
    Warmfront, die es regnen und schneien ließ. Verantwortlich hierfür war das bei Island liegende Tief „Barbara,     
    dessen Warmfront am Montagabend im Alpenraum eintraf. Die Front überlief dabei ein Hoch über Westeuropa     
    mit französischem Kern in nordwestlicher Strömung, sodass sich an der Alpennordseite eine klassische Staulage   
    einstellte.                     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
                         
                         
                         
        Bild: Großwetterlage in Europa zu Montagnacht          
                         
                         
    Die herbeigeführte Luftmasse war für die Jahreszeit relativ mild und hatte einen schwall erwärmter und feuchter     
    Meeresluft geladen. Zu Beginn des Ereignisses lagen die Temperaturen in rund 1.500 m noch leicht im positiven   
    Bereich. Während des intensivsten Niederschlags fielen die Werte leicht ab und sanken etwa am Feuerkogel     
    (Oberösterreich, 1.618 m) auf -2,5 °C und am Zwölferhorn (1.522 m) auf -1,5 °C Dienstagfrüh.       
                         
                         
    Zwischen Talschnee und Tauwetter              
                         
    Die Luftmassentemperatur hätte unter einem normalen vertikalen Gradienten nicht für Schnee bis zum Talboden     
    gereicht. Jedoch hielt sich im windgeschützten Lammertal auch im Tal kältere Luft, sodass der überwiegende     
    Teil des Niederschlages zwischen Abtenau und Annaberg in Form von 10-30 cm sehr nassen Schnees fiel.     
    Vorübergehend schneite es bis Golling und auf der anderen Seite im Salzkammergut ebenfalls bis gegen 500 m   
    herab (Isothermieschnee).                
                         
    Anders sah es beispielsweise in dem für Westwind offeneren Tal von Faistenau und Hintersee aus. Hier lag die     
    Schneefallgrenze lange über 1.000 m und es herrschte bis in die Almgebiete hinauf massives Tauwetter. Erst     
    Dienstagfrüh holte es durch Niederschlagsabkühlung die kältere Luft herunter und mit ihr sank die       
    schneefallgrenze bis ins Tal.                 
                         
                         
    Regen, Hochwasser und Schnee                
                         
    Mit kurzzeitig auflebendem Wind erreichte die Warmfront Montagabend gegen 22 Uhr das Hinterseer     
    Gemeindegebiet. Die Temperatur stieg auf milde 4,4 °C. Zugleich setzte starker Regen ein, der bis in die     
    Frühstunden des Dienstages anhielt. Bis dahin kamen 53 l/m² an Regen zusammen. Nun begann es aber sehr     
    nass zu schneien. Der Schneefall hielt den Vormittag über an und summierte zumindest 6 cm und darin inkludiert   
    weitere 22 l/m² an Niederschlag. Zu Mittag war das Ereignis praktisch vorbei und es gab nur mehr leichten     
    Regen oder Nieseln. Bis zum Abend ergänzten nochmals 5 l/m² die Tagessumme.        
                         
    Die Schneefallgrenze lag in der Nacht um die 1.100 m. Zu Ereignisbeginn dürfte es noch weiter rauf geregnet     
    haben. Dadurch kam es in weiten Teilen des Gemeindegebietes zu Tauwetter. Neben dem fallenden Regen ging   
    auch Schmelzwasser in die heimischen Fließgewässer. Diese stiegen bis in die Morgenstunden zu einem kleinen   
    Hochwasser an.                   
                         
                         
    In Oberasch musste die Freiwillige Feuerwehr zu Einsätzen bei der Reihenhaussiedlung und Nähe Lindenwirt     
    ausrücken.                    
                         
                         
    Nassester Februartag seit 6 Jahren              
                         
    Gesamt akkumulierten sich an unserer Station 80 l/m². So viel Niederschlag gab es in einem Februar nicht mehr     
    seit den 81 l/m² vom 3. Februar 2020. Generell war es der größte Tagesniederschlag seit dem 14. September     
    2024.                    
                         
    Die 58 l/m² an reinem Regen sorgten zusätzlich für die fünfthöchste Regenmenge eines Februartages. Hier     
    klemmten wir uns zwischen den 20. Februar 1999 (59 l/m²) und den 21. Februar 2017 (57 l/m²). Die ersten Drei     
    lauten weiterhin: 1. Februar 2016 (83 l/m²), 3. Februar 2020 (81 l/m²) und 21. Februar 2016 (61 l/m²).      
                         
                         
    Schneebombe auf Bergen                
                         
    Auf den bergen war diese Warmfront das stärkste Schneefallereignis seit dem September 2024. Auf den Gipfeln   
    der Osterhorngruppe und des Tennengebirges dürfte es oberhalb von 1.500 m rund einen Meter Neuschnee     
    gegeben haben. Problematisch in Hinblick auf Schneebruch in den Wäldern könnte es in den Regionen     
    zwischen 1.000 und 1.400 m aussehen.               
                         
                         
    Nordstau schlägt zu                  
                         
    Die größten Niederschlagsmengen summierten sich im Nordstau vom Tiroler Unterland bis ins Salzkammergut.     
    Von den offiziellen Stationen war Kössen (Tirol) mit 67 l/m² vorne weg. Dahinter folgten aber gleich die     
    Messpunkte im Pinzgau, südlichen Flachgau, Tennengau bis zum benachbarten Salzkammergut.       
                         
    In Salzburg lagen Faistenau und St. Koloman mit 62,7 l/m² voran. Auf den nächsten Rängen platzierten sich     
    Lofer mit 57,6 l/m², Großgmain mit 57,4 l/m² und Elsbethen mit 56,2 l/m². Weiters reihten sich Abtenau (55,9     
    l/m²), die Postalm (53,9 l/m²), Rußbach (51,8 l/m²) und Filzmoos (50,2 l/m²) ein. In einem breiten Streifen von     
    Hallein über die Landeshauptstadt bis nach St. Wolfgang und Bad Ischl (beide Oberösterreich) betrugen die     
    Mengen recht einheitlich 45 bis 50 l/m². In Thalgau waren es dagegen nur mehr 28,9 l/m² und in Mattsee 25,3     
    l/m². Im Süden des Flachgaus fiel damit gut das Dreifache gegenüber dem Norden des Bezirks.      
                         
    Quelle: www.wetterzentrale.de, wetter.orf.at, www.austrowetter.at, salzburg.gv.at        
                         
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    Sa, 31.01.26 Rückblick Jänner: Nach Kaltstart trocken milder Hochsalat  
     
                         
    + 75,5 l/m² Niederschlag                  
    + 66,5 cm Neuschnee                  
    + 15 trockene Tage am Stück                
    + -2,3 °C mittlere Temperatur                
                         
    Neues Jahr, gleiches Wetter, alte Baustellen. Der erste Monat des Jahres 2026 begann mit einer kleinen     
    Kältewelle und Neuschnee winterlich. Zwei Drittel des Monats verliefen danach aber wieder im Mildetrott der     
    letzten Jahre. Anhaltender Hochdruck brachte viel Sonnenschein. Es gab die längste Trockenphase in einem     
    Jänner seit 29 Jahren. Am Ende fehlten wie im Vorjahr gut zwei Drittel an Niederschlag und knapp die Hälfte an     
    Schnee. Die Reihe niederschlagsarmer Monate, die im Herbst 2024 anfing, setzte sich somit fort.      
                         
    Der Jahresbeginn stand im Einfluss eines Tiefs im Ostseeraum. Neben leichten Schneefällen kam in weiterer     
    Folge in nördlicher Strömung an der Vorderseite eines Hochs über den Britischen Inseln polare Kaltluft in den     
    Alpenraum. Tiefdruck über dem Mittelmeerraum sorgte jedoch immer wieder für Bewölkung. Um den ersten     
    Dekadenwechsel schwächte ein Englandtief den Frost ab und steuerte an seiner Rückseite neuen Schnee     
    herbei. Nach seinem südöstlichen Abzug über den Ostalpenraum gelangte nochmals ein kurzer Schwall an     
    Polarluft zu uns. Diese kam unter einem Skandinavienhochkeil zur Ruhe, ehe sich die Warmfront eines     
    Schottlandtiefs mit markantem Tauwetter einstellte. Noch vor der Monatsmitte etablierte sich ein blockierendes     
    Hoch über Westrussland/Osteuropa, sodass der atlantische Tiefdruck abgehalten wurde. Die Blockadelage hielt   
    bis zur dritten Jännerdekade stand. Zwischenzeitlich verstärkte sich der Hochdruck und dehnte sich bis Grönland   
    aus. Der sich stets regenerierende Ostatlantiktrog tropfte dabei wiederholt in den Mittelmeerraum ab. Dort kam     
    es von der Iberischen Halbinsel über Italien bis zum Balkan zu teils intensiven Regenfällen. In den letzten     
    Jännertagen schwächelte das antizyklonale Regime in Mitteleuropa, da sich der Schwerpunkt der Blockierung     
    mehr nach Nord- und Nordosteuropa verlagerte. So konnten Druckminima über dem Genuagolf bzw.       
    Westeuropa leichte Störungen in den Alpenraum lenken. Nach Verdrängung des zweiten Polarluftvorstoßes     
    verblieben wir für den Großteil des Jänners in einer höhenmilden Südwest- bis Südostströmung. Tageweise     
    wurde es föhnig.                  
                         
    In Österreich verlief der Jänner überraschend frisch. Mit einer Abweichung von -1,7 °C zum Klimamittel 1991-    
    2020 war es in den Tallagen der kälteste Jänner seit 2017. Historisch betrachtet war der heurige Jänner     
    allerdings ein exakter Mittelständler. Denn schon zur Referenzperiode 1961-90 betrug die Abweichung nur noch     
    -0,3 °C. Es gab aber ein deutliches Südwest-Nordost-Gefälle. Während es in höheren Lagen im Westen relativ     
    ausgeglichen temperiert war, gingen die Mittelwerte im inversiv kalten Norden und Osten auf rund -2,5 °C unter     
    Schnitt zurück. So machte ein Höhenunterschied von gut 1.100 m nichts aus. Beispielsweise war Mondsee (481     
    m, Oberösterreich) mit einer Abweichung von -2,5 °C bei einem Mittel von -2,6 °C einer der relativ kältesten Orte   
    des Landes. Am Feuerkogel bei Bad Ischl (1.618 m, ebenso OÖ) lag das Mittel mit -2,9 °C genau im     
    Durchschnitt. Wie der Feuerkogel zählte auch die Loferer Alm (1.623 m) zu den relativ mildesten Plätzen im     
    Jänner. Bei einem Mittel von -2,4 °C betrug die Abweichung +0,2 °C. Alle drei angeführten Stationen hatten in     
    sehr unterschiedlicher Seehöhe ein ähnliches Temperaturmittel, jedoch divergierende Abweichungen. So blieb     
    der Jänner 2026 auf Österreichs Bergen um 0,6 °C unter Schnitt. Im Vergleich zur alten Normalperiode 1961-90     
    war er um den gleichen Wert darüber. Negativ bilanzierte diesen Monat auch der Niederschlag. Mit -30 % war     
    der heurige Jänner bundesweit vergleichbar mit seinem Vorgänger. Die größten Defizite taten sich dabei entlang   
    der Alpennordseite auf, wo bis zur Hälfte weniger als üblich fiel. Lokal sogar bis 70 % darunter. Ausgeglichen     
    zeigten sich die Gebiete von Osttirol bis ins Burgenland, wobei stellenweise ganz im äußersten Süden     
    Überschüsse bis zur Hälfte auftraten. Nassester Fleck war der Loiblpass (Kärnten) mit 98 l/m². Die trockenen     
    Regionen bekamen dafür viel Sonnenschein ab. Von Vorarlberg bis zur Obersteiermark und Niederösterreich     
    schien die Sonne meist bis zur Hälfte mehr als im Soll. Vom Flachgau bis zum Mostviertel machte sie noch mehr   
    Überstunden und schuftete in Teilen Oberösterreichs sogar das Doppelte. Trüb mit Einbußen bis zu einem Drittel   
    war es hingegen von Wien bis in den Südosten. Ganz im Süden lag die Sonnenscheindauer im Schnitt.     
    Österreichweit war der Jänner um 24 % sonniger als im langjährigen Mittel. Die meiste Sonnenzeit erhielt der     
    Brunnenkogel (Tirol) mit 149 Stunden.              
                         
    Beim Niederschlag war der heurige Jänner in Hintersee genauso trocken wie jener im Vorjahr. Mit 75,5 l/m² fielen   
    2,5 Liter mehr als 2025, das Minus von 68 % war erneut groß. Der nasseste Tag war mit 15 l/m² der 13. Jänner.     
    Es gab mit 9 Niederschlagstagen nur halb soviel als üblich.            
                         
    Sehr auffällig war diesen Monat die 15 Tage andauernde Trockenperiode vom 14. Bis zum 28. Jänner. In einem     
    Jänner war es in unserer Messreihe einzig vom 5. Bis 19. Jänner 1997 genau solange niederschlagsfrei     
    geblieben. Eine letztmals längere Zeitspanne mit trockenen Tagen am Stück in einem Jännermonat zeigte uns     
    die Hydrografische Station in Faistenau. Hier blieb es über 18 Tage vom 9. Bis 26. Jänner 1996 ohne Regen und   
    Schnee.                    
                         
    An Regen summierten sich diesen Jänner 29 l/m², was ein Defizit von 63 % bedeutete. Der Jänner 2026     
    platzierte sich damit mit zwei Vorgängern aus der unmittelbaren Vergangenheit, 2025 (16 l/m²) und 2022 (24     
    l/m²), im untersten Drittel. AM meisten regnete es mit 15 l/m² am 13. Jänner. AM Vortag waren es 11 l/m² und am   
    9. Jänner 3 l/m². Das waren alle 3 Regentage im Jänner (-4 Tage).          
                         
    Die Schneemenge verdoppelte sich zwar im Vergleich zum letztjährigen Jänner, lag mit 66,5 cm aber dennoch     
    45 % unter dem Schnitt. Damit hängt er mit dem Jänner 2020, der exakt gleich viel Neuschnee aufwies, an der     
    Abbruchkante zum schneeärmsten Drittel aller Jännermonate. Es schneite an 9 Tagen (-3 Tage). Den größten     
    Anteil rieselte es mit 22 cm am 11. Jänner.              
                         
    Am gleichen Tag erreichte die Schneedecke mit 45 cm ihren Höchststand, um gleich darauf auf die Hälfte     
    abzusinken. Danach blieb die Schneedeckenhöhe bis Monatsende konstant. Es wurden alle 31 möglichen     
    Schneedeckentage, wenn auch auf sehr niedrigem Niveau, ausgeschöpft.          
                         
    Die Temperaturen sackten zu Monatsbeginn in den Dauerfrostbereich ab. Das erste Jännerdrittel war mit einer     
    Abweichung von -3,6 °C der kälteste Jahresstart seit 2017. Im Gegensatz zu vor 9 Jahren ging es merklich     
    milder weiter. Die beiden weiteren Monatsdekaden waren markant zu mild. Final stand daher ein durchschnittlich   
    temperierter Jänner mit einem Mittel von -2,3 °C bei einer Abweichung von -0,2 °C. Ähnlich waren zuletzt die     
    Jänner 2021 (Mittel: -2,0 °C) und 2019 (Mittel: -2,4 °C). Den Tiefstwert gab es mit -12,6 °C am 5. Jänner. Am     
    höchsten stieg das Thermometer mit 7,1 °C am 19. Jänner. Wir zählten 9 Eistage (-3 Tage), 28 Frosttage (+2     
    Tage) und 31 kalte Tage (keine Abw.).              
                         
    Quelle: www. Geosphere.at                
                         
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    So, 18.01.26 Wetterjahr 2025 - Das Hochbollwerk als Wärmeriese und Winterzwerg  
     
                         
    Das Wetterjahr 2025 schrieb seine Geschichte in Form von zwei Fortsetzungsromanen. Im Herbst 2022 begann     
    bereits eine bemerkenswerte Wärmeanomalie, welche 2025 in der ersten Jahreshälfte für hohe positive     
    Abweichungen sorgte. Andererseits prägten die seit Herbst 2024 wiederholt auftretenden Hochdrucklagen das     
    vergangene Jahr. 2025 war in Hintersee das viertwärmste und das trockenste Jahr der Messreihe.      
                         
    Der Jahresniederschlag lag mit 1.756,5 l/m² um 22,9 % unter dem Soll. Dabei war der Einbruch beim Regen mit –  
    17,1 % weniger stark ausgeprägt als beim Schnee. 132,5 cm Neuschnee bedeuteten ein großes Minus von     
    76,1 % und die kleinste Schneesumme seit 1989. Die Anzahl der Schneefalltage halbierte sich beinahe, auch an   
    Regentagen fehlten gut 2 Wochen. Gewitter traten in ihrer Zahl um die Hälfte vermindert auf. Das Ausbleiben     
    von 4 Wochen Frost und zwei Wochen mit Eistagen verhalf 2025 mit einer Jahresmitteltemperatur von 8,0 °C     
    (Abw.: +1,2 °C) zum geteilten 4. Platz. Sommer- und Hitzetage waren leicht überdurchschnittlich vertreten.    
                         
    Über weite Strecken im Jahr dominierten blockierende Hochdrucklagen mit sonnig-warmen und trockenem     
    Wetter. Von Jänner bis April riss ein uneinholbares Niederschlagsdefizit auf. Der Winter hatte keine Chance und     
    verzwergte mit der ärmlichsten Neuschneesumme seit 35 Jahren. Dafür brachten Wärmewellen den frühsten     
    ersten 20er schon Anfang März und Mitte April folgte sogleich ein früher Sommertag. Dieser fiel in die längste     
    niederschlagsfreie Periode, welche über 16 Tage vom 2. Bis 17. April ging. Der Mai brachte zur Abwechslung     
    eine schaueranfällige Witterung mit gemäßigten Luftmassen aus Nord. Im Juni startete der Hochsommer früh     
    durch, prolongierte die Trockenheit und gipfelte am 2. Juli mit der Höchsttemperatur von 31,9 °C. Der weitere Juli   
    stand dann im Zeichen von regnerischem Wetter, das bis Anfang August dauerte und das Temperaturniveau     
    absinken ließ. Am 29. Juli regnete es am nassesten Tag des Jahres 72 l/m². Zum Juliende stand mit 344 l/m² der   
    niederschlagsreichste Monat von 2025 fest. Im August kehrte der Hochsommer nochmals mit Sonnenschein und     
    trockenem Wetter zurück. Der September blieb weiterhin warm, verlief jedoch etwas wechselhaft. Nach drei     
    extrem warmen Oktobern in Folge beließ es der zentrale Herbstmonat diesmal bei normalen Temperaturen. Es     
    gab einen ersten Wintergruß auf den Bergen, dem sich wieder antizyklonale Verhältnisse mit Sonne und     
    Hochnebel anschlossen. Die inversive Hochdrucklage setzte sich bis Mitte November fort, ehe sich der neue     
    Winter meldete. Mit einem moderaten Defizit bei einer Monatsmenge von 51,5 cm wurde er zum schneereichsten   
    Monat des Jahres. Ebenso ungewöhnlich war, dass wir mit -9,7 °C die tiefste Temperatur am 23. November     
    messen konnten. In der Regel tritt diese im Hochwinter auf und nicht im Spätherbst. Im Dezember endete 2025     
    mit viel Hochdruck und sehr trocken.                
                         
   
Den ganzen Jahresbericht über das Wetterjahr 2025 mit ausführlichen Beschreibungen der Großwetterlagen, 
                   
    detaillierten Ereignisberichten sowie Daten und Fakten gibt es unter dem folgenden Link.      
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
                         
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    Mi, 07.01.25 Rückblick Dezember: Von Hoch zu Hoch  
     
                         
    + 38,5 l/m² Niederschlag                  
    + 11,5 cm Neuschnee                  
    + 0,3 °C mittlere Temperatur                
    + 14 Schneedeckentage                  
                         
    Im zwölften Monat des Jahres befanden wir uns praktisch durchgehend unter Hochdruckeinfluss, welcher sich im     
    Laufe des Dezembers von Osteuropa nordwestwärts verlagerte und atlantische Fronten erfolgreich abhielt.     
    Einzig am 8. Und 30. Dezember gab es Niederschläge, bei denen man die Tropfen nicht einzeln zählen konnte     
    bzw. eine Maus mehr als knöcheltief waten musste. So ergab sich einer der 4 trockensten Dezember der letzten     
    130 Jahre im Tal von Faistenau und Hintersee. Die Schneearmut war immens und nur beim Totalausfall vor 10     
    Jahren noch ärger. Viel Sonne und Milde trieben die Temperaturen vor allem in der Monatsmitte nach oben, ein     
    leicht frostiges Finale temperierte den Dezember schließlich genauso mild wie jenen im Vorjahr.      
                         
    Die Großwetterlage zu Beginn des Dezembers zeigte eine standhafte Antizyklone über Westrussland und     
    Osteuropa, die bis zum Alpenraum auskeilte. Somit blieb atlantischen Tiefs, die via den britischen Inseln ihr     
    Glück versuchten, die Abzweigung nordostwärts bzw. trogten sie über Westeuropa in den westlichen       
    Mittelmeerraum aus. Aber auch die dortigen Ablegertiefs kamen gegen den Hochblock praktisch zu keinem     
    Stich. So war der Störungseinfluss bis zum zweiten Adventwochenende in Österreich marginal und meist     
    dominierte eine höhenmilde Südwestströmung das Geschehen. Dadurch konnte sich eine Hochnebeldecke     
    ausbreiten, die es zeitweise bis nach Hintersee schaffte. Zum Marienfeiertag stellte sich mit einer Warmfront     
    eines neuen Tiefs bei den Britischen Inseln eine deutliche Milderung ein, welche in der Folge unter einer     
    Hochbrücke von den Azoren bis Osteuropa samt südwestlicher Höhenströmung prolongiert wurde. Der     
    Hochdruck verlagerte zum dritten Adventwochenende hin seinen Schwerpunkt etwas südwärts und erstreckte     
    sich von der Iberischen Halbinsel über Mitteleuropa bis nach Südosteuropa. Zur Monatsmitte schaufelten Tiefs     
    westlich und östlich der Iberischen Halbinsel einen Schwall Subtropikluft in den Alpenraum. Die Strömung drehte     
    mehr auf Süd und es wurde stellenweise leicht föhnig. In mittleren Höhenlagen stiegen die Temperaturen in den     
    zweistelligen Plusbereich. Im Tal herrschte beständiges Inversionswetter, das die Niederungen des Flach- und     
    Tennengaus unter einer Hochnebeldecke verschwinden ließ. Oberhalb und abseits davon strahlte täglich die     
    Sonne. Einzig ein Orkantief bei Island schaffte eine Mini-Unterbrechung des Ganzen. Rund um den zweiten     
    Dekadenwechsel hatte sich blockierender Hochdruck schon wieder über Osteuropa eingefunden und hielt     
    sämtliche Fronten vom Alpenraum ab. Atlantischer Tiefdruck wurde erneut über Nordwesteuropa nach oben     
    abgelenkt und ein Tiefkomplex über der Iberischen Halbinsel hielt die höhenmilde Südwestströmung über dem     
    Alpenraum stur am Laufen. Erst in den Tagen vor Weihnachten schob sich der Hochdruck ein Stück westwärts     
    und reichte nun vom zentralen Mittelmeerraum bis nach Grönland, wobei sich über Westskandinavien ein neuer     
    Kern ausbildete. Damit drehte die Strömung just zum Heiligen Abend auf Nordost und es kühlte vor allem in der     
    Höhe markant ab. Ein Italientief steuerte geringe Feuchte bei, sodass es ausgerechnet zum Fest ganz leichten     
    Schneefall gab. Die anschließenden Feiertage verliefen wieder unter der breiten Hochdruckzone, die sich von     
    Mitteleuropa bis Grönland erstreckte. Im Osten schloss ein Trog an, der die Strömung auf nördliche Richtungen     
    beließ. Darin eingebettet versuchten nun Tiefs über Skandinavien sich im Alpenraum bemerkbar zu machen.     
    Dies gelang schlussendlich am vorletzten Tag des Jahres, ehe der Dezember unter Hochdruck ausklang.    
                         
    Der Dezember bot in Österreich am Ende das exakte Bild, welches bei dauerhaft ausgeprägten Hochdrucklagen   
    in einem Wintermonat zu erwarten war. Ausgesprochen sonnige Höhenlagen, viel Nebelgrau in den Niederungen   
    und kräftigen Niederschlagsmangel. Bundesweit war es mit einem Defizit von 66 % einer der trockensten     
    Dezember der Messgeschichte. Trockener war es zuletzt 2015 (Abw.: -76 %). Dabei kam der Osten mit     
    Einbußen von einem bis zwei Drittel noch gut davon. Ansonsten betrug das Minus von zwei Drittel bis nahe     
    einem Totalausfall. Nur ganz im Norden und äußersten Südosten lag das Defizit darunter. Negativer       
    Spitzenreiter mit dem bisher niederschlagsärmsten Dezember der dortigen Messreihe war Bischofshofen mit -89   
    %. St. Veit, Zell am See und Mondsee (Oberösterreich) erlebten den zweittrockensten Dezember ihrer     
    Messhistorien. St. Johann war mit -90 % Abw. Ebenso sehr trocken. Nassester Ort war mit 50 l/m² Tannheim     
    (Tirol). Bei der Sonnenscheindauer dominierte der Westen vom Bregenzerwald bis Oberkärnten mit Zugewinnen   
    um die Hälfte. Ausgesprochen sonnig war es zwischen dem Tiroler Unterland und dem Salzkammergut, wo die     
    Sonne teils doppelt so lange schien wie üblich. Das Flachland und die Beckenlagen vom Flachgau in einem     
    Bogen um die Ostalpen herum bis ins Klagenfurter Becken hatten hingegen oftmals das hochnebeliege     
    Nachsehen. Hier tat sich ein Minus zwischen der Hälfte und neun Zehntel auf. In Linz verharrte das Nebelgrau     
    über ganze 23 Tage vom 29. November bis 21. Dezember. Österreichweit bilanzierte der Dezember mit einem     
    Plus von 15 %. Sonnenreichster Platz war der Brunnenkogel (Tirol) mit 200 Sonnenstunden. Mit den zahlreichen     
    höhenmilden Wetterlagen samt viel Sonnenschein war es auf den bergen im Dezember auch außergewöhnlich     
    mild. Der heurige Dezember wurde mit einer Abweichung von +3,6 °C zum aktuellen Referenzmittel 1991-2020     
    nur mehr vom extrem milden Dezember 2015 (Abw.: +6,1 °C) geschlagen. Relativ mildester Platz in Österreich     
    war die Loferer Alm mit einem Mittel von 2,8 °C (1.623 m; Abw.: +4,2 °C). Mildester Fleck im Bundesland     
    Salzburg war übrigens der Kolomansberg (1.114 m) mit einem Dezembermittel von +3,4 °C. Dagegen bewegten   
    sich die Hochnebelregionen meist leicht oder markant über dem langjährigen Mittel. Mit +0,9 °C landete der     
    Jahreszwölfte 2025 auf Platz 46. Im Vergleich zur Klimanormalperiode 1961-90 betrugen die Abweichungen     
    herunten +2,0 °C und auf den Bergen satte +4,5 °C.            
                         
    Für die Messreihe der Wetterstation Hintersee war die Niederschlagssumme von 38,5 l/m² bei einer Abweichung   
    von -81 % der bisherige Tiefststand in einem Dezember. Ähnlich trocken verlief der Dezember 2013 (43,5 l/m²,     
    Abw.: -79 %). Zur besseren historischen Einordnung bemühen wir uns deshalb der Daten der Hydrografischen     
    Station in Faistenau, welche gleiche oder größere negative Abweichungen nur mehr in den Dezembern 1903 (-    
    81 %), 1972 (-87 %) und 1932 (-91 %) aufwies. Wir erlebten daher einen der vier trockensten Dezember der     
    letzten 130 Jahre. Es gab heuer lediglich an 7 Tagen Niederschlag (-9 Tage, wodurch das bisherige Minimum     
    von 9 Niederschlagstagen des Dezembers 2015 unterschritten wurde. Im Gegenzug ereigneten sich mehrere     
    Phasen, in denen es länger niederschlagsfrei blieb. Am längsten war das über 8 Tage hintereinander vom 9. Bis   
    zum 16. Dezember der Fall. Weiters 6 Tage vom 18. Bis zum 23. Dezember und nochmals 5 Tage vom 25. Bis     
    zum 29. Dezember. Der meiste Niederschlag an einem Tag fiel mit 22,5 l/m² am 8. Dezember.      
                         
    Die Menge von Maria Empfängnis war zugleich der regenreichste Tag in diesem Monat. Ansonsten kam nicht     
    mehr viel hinzu und über den ganzen Monat akkumulierten sich 30 l/m². Mit -67 % Defizit zum langjährigen Mittel     
    war es einer der 5 regenärmsten Dezember unserer Messreihe. Letztmals weniger regnete es 2013 (18 l/m²). Wir   
    zählten 4 Regentage (-5 Tage). So wenig wie in den Dezembern 1998, 2005 und 2010. Einzig 2004 lag die     
    Regentagezahl nochmal um 1 Tag niedriger.              
                         
    Die Schneebilanz wäre glücklich gewesen, wenn ihr Minus dem des Regens entsprochen hätte. Der Einbruch fiel   
    aber noch fiel deutlicher aus und es sammelten sich im heurigen Dezember 11,5 cm. Mit -91 % war es     
    abgesehen vom Nuller 2015 der schneeärmste Dezember in der Hinterseer Messgeschichte. Selbst die     
    Hydrografische Station in Faistenau verzeichnete in den vergangenen sechseinhalb Jahrzehnten mit dem     
    Dezember 1978 (-91 %) auch nur einen Dezember mehr, der genauso schneearm war wie dieser. Die 3     
    Schneefalltage (-9 Tage) sind mit dem 5., dem 24. Und dem 30. Dezember schnell aufgelistet. Fast die ganze     
    Monatsmenge schneite es mit 10 cm zwei Tage vor Neujahr. Weniger Schneefalltage gab es natürlich im     
    schneefreien Dezember 2015 (0 Tage). Es grenzt dabei beinahe an ein Wunder, dass sich die Schneedecke     
    zumindest über 14 Tage verstreut über den Monat am Beobachtungspunkt geschlossen halten konnte. Vom 1.     
    Bis 6. Dezember verharrte sie dabei unbewegt auf ihrem Höchststand von 11 cm. Durchschnittlich sollte es im     
    Dezember eine doppelt so lange Schneedeckendauer geben. Der Dezember 2015 hatte auch konserviert am     
    Boden keinen Schnee zu bieten und blieb darum ohne Schneedeckentag. 2014 waren es gleich viele     
    Schneedeckentage wie heuer.                
                         
    Die Ausstände bei Regen und Schnee lenkten von den zeitweiligen Auswüchsen der Temperaturen ab, welche     
    vor allem im Mitteldrittel des Dezembers auftraten. Hier befanden wir uns im Randbereich der eingeflossenen     
    Subtropikluft. Schon die erste Dezemberdekade war markant zu mild. Anders sah dies im dritten Drittel aus. 1     
    Grad unter Schnitt zu liegen reichte aus, um die kälteste Schlussdekade seit 2010 zu werden. Das       
    Weihnachtstauwetter warf heuer rechtzeitig vor weihnachten das Handtuch, weil es ja ohnehin nichts mehr zu     
    tauen gab. Die Monatsmitteltemperatur betrug schließlich 0,3 °C. Bei einer Abweichung von +1,4 °C landeten wir   
    gerade noch unter dem mildesten Drittel unserer Messreihe. Der Dezember 2025 war damit sehr ähnlich wie sein   
    Vorgänger (Mittel: 0,2 °C) temperiert. Den Höchstwert erzielten wir mit 6,9 °C am 18. Dezember. Am kältesten     
    war es am Morgen des Altjahrstages mit -7,6 °C. Es war einer von 4 Eistagen (-4 Tage). Zudem ereigneten sich     
    durchschnittliche 23 Frosttage und 31 kalte Tage.              
                         
    Quelle: www.geosphere.at, www.uwz.at              
                         
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    Fr, 02.01.26 Kältester Jahreswechsel seit 24 Jahren  
     
                         
    PROSIT 2026!                  
                         
    Die Wetterstation Hintersee wünscht ein gutes neues Jahr mit den traditionellen Eindrücken vom       
    Silvesterfeuerwerk über der Ladenbachmetropole im Herzen der Osterhorngruppe.        
                         
    Wettertechnisch verlief der diesjährige Jahreswechsel recht ruhig. Schon der gesamte Dezember war unter viel     
    Hochdruckeinfluss gestanden und brachte noch rechtzeitig zwei Tage vor Schluss eine dünne weiße       
    Schneedecke in unsere Gemeinde. Zudem glitt kalte Luft aus Nordwest herbei. Am Altjahrstag zeigte sich das     
    Wetter von seiner freundlichen und sonnigen Seite. Im Tagesverlauf kamen einige Wolken hinzu, die von einer     
    uns streifenden Front stammten. Während es östlich von Salzburg entlang der Alpennordseite mit       
    Schneeschauern und Wind ungemütlich wurde, schien bei uns der Mond durch die dünne Wolkenschicht und es     
    hatte frostige Temperaturen.                
                         
    Mit -5,7 °C genau zur Jahreswende um Mitternacht war es heuer frostig und so kalt wie seit 24 Jahren zu diesem   
    Zeitpunkt nicht mehr. Beim Jahreswechsel von 2001 auf 2002 musste man sich bei Temperaturen von rund -10     
    °C schon warm anziehen. Dagegen war es von 2022 auf 2023 mit +6,8 °C regelrecht „schweißtreibend heiß     
    gewesen“.                    
                         
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