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Presse   Fr, 14.09.18 Marathongewitter verdoppelt Septemberregen  
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Hintersee   Nach drei Sommertagen mit über 25 Grad hinter einander kam es gestern Abend zu einem richtigen Marathon-  
    gewitter über 3 ½ Stunden. Dabei wurde die bisher im September gefallene Regenmenge praktisch verdoppelt.  
WETTER    
Niederschlag    
Temperatur    
Prognosen   Erst Sommer, dann Gewitter    
Warnungen    
Gewitter   In der ersten Hälfte des Septembers war es bisher, wie schon so lange und oft in diesem Jahr, weit überdurch-  
Winter   schnittlich warm  und so gab es in dieser Wochenmitte weitere drei Sommertage mit über 25 Grad, da Hochdruck   
Besonderes   aus Südwesten dominierte und mit Tiefdruck über der Iberischen Halbinsel sehr warme Luft herbei geführt   
    wurde. Die Frontalzone schickte ihre Tiefs im Norden Europas von Island über die Briten nach Skandinavien. Auf   
Rekorde   dieser Zugbahn war nun auch diesmal ein Tief unterwegs, dessen Kaltfront am Freitagmorgen bei uns eintraf. Im   
Webcam   Vorfeld kam es am Donnerstagabend zu teils kräftigen Gewittern im Land Salzburg.     
Freunde    
   
    3 ½ Stunden Gewitter    
     
    Kurz nach 19:30 Uhr waren die ersten Donner von der Wetterstation aus vernehmbar. Es dauerte aber noch eine   
    knappe halbe stunde bis der Regenguss mit anfangs mittlerer Intensität einsetzte. Doch anstatt wieder     
    abzuklingen, blieb die Donner- und Blitzkulisse erhalten und gegen Viertel nach neun Uhr gab es einen zweiten   
    kräftigeren Regenguss. In dieser Zeit waren auch die stärksten Donner mit einem Naheinschlag hörbar. Um zehn   
    Uhr ging es langsam in das Finale und anhaltender starker Regen setzte allmählich ein. Bis fast 23 Uhr donnerte   
    und blitzte es noch unvermindert weiter, bevor dem ursprünglichen Gewitter und seinen Nachkommen endgültig   
    die Energie ausging. Eine gute halbe Stunde später klang dann auch der starke Regen ab. Während des   
    Marathongewitters regnete es 42 l/m² und damit wurde der bisherige Niederschlag im September von 50 l/m² fast   
    verdoppelt. Noch mehr Regen fiel in nördlichen Gemeindegebiet bzw. in Faistenau, wo von rund 65 l/m² berichtet   
    wurde.    
     
     
    Wieder Unwetter im Pinzgau    
     
    Am heftigsten trafen die Unwetter nach einigen Wochen wieder den Pinzgau. Vor allem im Mitter- und Oberpinz-  
    gau mussten die Feuerwehren wegen Überflutungen, voll gelaufener Keller und Hangrutschungen ausrücken. In   
    Saalbach wurde im hinteren Glemmtal die Straße erneut vermurt und die Saalach trat stellenweise über die Ufer.   
    In Mittersill verlegte eine Mure die Pass-Thurn-Straße. In Dienten wurde eine Baustelle überflutet. Weitere   
    Einsätze gab es in Saalfelden, Stuhlfelden und Maria Alm sowie auf der Gerlosstraße.     
     
    Die Stationen im Pinzgau zählten an diesem Abend zu den nassesten in Österreich. In Lofer wurden 45 l/m²   
    gemessen, auf der Schmittenhöhe 34,6 l/m², auf der Loferer Alm 32,9 l/m², in Saalbach 32 l/m² und in Zell am   
    See 29,4 l/m².     
     
    Quelle: salzburg.orf.at, wetter.orf.at    
     
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    Mo, 03.09.18 Rückblick August: Regen halbiert, Thermometer flambiert  
     
     
    + 128,5 l/m² Regen    
    + 17,5°C mittlere Temperatur    
    + 31,6°C Tageshöchstwert    
    + 7 Gewitter    
     
    Hintersee ist schön und so machte heuer der mediterrane Sommer bei uns Urlaub. Vor allem im August nahm er   
    sich lange Zeit, eine Hitzewelle und fehlender Regen ließen an der natur allerdings ihre Spuren zurück.    
     
    In den August ging es mit Hochdruckdominanz, die, ausgehend vom Azorenhoch, über den Südwesten bis in   
    den Nordosten Europas reichte. Die Verlagerung eines Hochkerns zu Beginn des Monats nach Südosteuropa   
    hievte die Temperaturen ordentlich nach oben. Zwar wurde der Hochdruck über Skandinavien in den ersten   
    Augusttagen wieder von Westen her abgehobelt, der Störungseinfluss konnte sich aber nicht bis in den     
    Alpenraum breit machen. Es baute sich erneut rasch Hochdruck von Südwesten zu den Briten auf, um an der   
    Vorderseite eines Islandtiefs nach Osten zu wandern und die Zufuhr heißer Luft aufrecht zu erhalten, ehe es mal   
    eine Kaltfront bis zu uns schaffte. Der erste Dekadenwechsel brachte schnell nachrückenden Hochdruck aus   
    Südwesten, mit Islandtiefeinfluss zur Monatshälfte und der Rückkehr zu Hochdruck gleich danach, sodass sich   
    wiederum eine Brücke vom westlichen Mittelmeerraum bis in den Nordosten Europas formierte und den     
    Tiefdruck im Nordwesten und Norden die warme Schulter zeigte. Erst am letzten Wochenende im August bohrte   
    der Tiefkomplex über Skandinavien eine Schneise via Mitteleuropa bis in die Adria, wodurch es nicht nur Regen,   
    sondern auch kühle Herbstgrüße aus dem hohen Norden gab. Dem folgte sogleich wieder Hochdruck, der die   
    Schneise schloss, bevor ein Islandtief am Monatsende eine Kaltfront mit Regen herein drehte.    
     
    Dennoch stellte die Sonnenscheinausbeute im August in Österreich satte Zugewinne von 20 Prozent. Nur lokal   
    im Westen und Süden des Landes war die Sonnenscheindauer ausgeglichen. Am längsten zeigte sie sich in   
    Schöngrabern (Niederösterreich) mit 325 Stunden. Wenig verwunderlich, dass die Temperaturen zu Höhenflügen   
    ansetzten und den fünftwärmsten August seit 1767 in der Alpenrepublik bzw. halt Donaumonarchie mit einer   
    Abweichung von +2,6 Grad fabrizierten. Nur 1807, 1992, 2003 und 2015 war es im August noch wärmer. Am   
    größten waren die Ausschläge nach oben mit bis zu Plus 4 Grad über Normal im Osten und Norden. Ausschläge   
    himmelwärts fanden sich, welch Überraschung, selbst beim Niederschlag, auch wenn sich diese auf Osttirol und   
    die Kärntner Südstaulagen begrenzten. Der Westen und Süden präsentierte sich allgemein leicht unterdurch-  
    schnittlich, während im Norden und Osten die Trockenheit mit Einbußen bis drei Viertel des Üblichen vorherr-  
    schte. Bundesweit regnete es 14 % zu wenig. Nasseste Station war Kolm-Saigurn in Rauris mit 294 l/m².    
     
    Wenig zu sehen vom Regen gab es bei uns in Hintersee. Das eingeschlafene Wachstum auf den Feldern,   
    manch abgeworfenes Laubblatt, der niedrige Wasserspiegel am See und verirrte Rinnsale in den Bächen waren   
    zeugen davon. Erst in der letzten Woche des Monats entspannte sich die Lage mit nennenswertem Niederschlag   
    abseits brütender Hitze etwas. Dennoch verblieb am Ende ein Defizit von 46 Prozent bei einer Menge von 128,5   
    l/m². Der August 2018 verstärkte damit das Duett mit der roten Laterne, das bisher aus dem August 2015 (129,5   
    l/m²) und dem August 2003 (127,5 l/m²) bestand, als Vorletzter. Der meiste Niederschlag an einem Tag fiel am   
    26. August mit 29,5 l/m². Insgesamt gab es 14 Regentage, drei weniger als üblich. Vom 16. bis zum 22. August   
    blieb es 7 Tage durchgehend niederschlagsfrei.    
     
    Der meist stabilen Witterung geschuldet war auch das oftmalige Ausbleiben von gewittern, denn es gab an 5   
    Gewittertagen nur 7  Gewitterzellen, die wir über dem Gemeindegebiet beobachten konnten. Wenig für einen   
    Sommermonat. Das heftigste Gewitter ging dabei am Nachmittag des 7. August mit 30-minütigen Starkregen, der   
    rund 20 l/m² brachte, und lebhaften Wind nieder.    
     
    Das Thema Nummer 1 waren in diesem August wie so oft die Temperaturen. Auch wenn es zur Nummer 1 nicht   
    ganz reichte, erlebten wir mit einem Mittel von 17,5°C den zweitwärmsten August unserer Messreihe (seit 2002)   
    und den insgesamt fünftwärmsten Monat in Hintersee. Auf der Eins thront der August 2003 mit 17,9°C, dahinter   
    folgen geteilt auf Rang 2 der Juni 2003, der Juli 2006 und der Juli 2015 mit je 17,7°C. Lange war der heurige   
    August sogar auf Rekordkurs. Der Start war außergewöhnlich und erstmals erreichten wir in unserem Ort für ein   
    Monatsdrittel mit 20,2°C eine gemittelte Temperatur von über 20 Grad. Die zweite Dekade verlief ebenso weit   
    überdurchschnittlich, erst das dritte Drittel war nur mehr leicht zu warm. Am Ende stand eine Abweichung von   
    +2,7 Grad.    
     
    Untermalt wurde dies auch durch die registrierten 20 Sommertage und die 4 heißen Tage, die im August nur im   
    Jahr 2003 überboten wurden (24/7). Einer von den vier Hitzetagen war der 1. August, der mit 31,6°C der     
    heißeste Tag des Monats war und der fünftheißeste Augusttag unserer Messhistorie. Dem gegenüber stand der   
    27. August mit einem Tiefstwert von 4,5°C als kältester Tag des Monats und fünftniedrigstes Minimum eines   
    Augusttages. Noch nie traten in einem August die Messung eines der 10 wärmsten und der 10 kühlsten     
    Augusttage gleichzeitig auf.    
     
    Mit dem August endete auch der Sommer 2018 und der viertwärmste Sommer der 250-jährigen Messgeschichte   
    in Österreich ging kurioser Weise mit dem ersten Wintergruß in den Salzburger Tauerntälern. Nebst dem     
    Osttiroler St. Jakob im Defereggental mit -0,9°C gab es dort am 27. August in Mariapfarr mit -0,6°C und St.   
    Michael im Lungau mit -0,3°C bereits Frost und die kälteste Augustnacht seit 1998. Dies war aber das einzig   
    berichtenswerte auf dieser Seite. Auf der Anderen verfehlte der heurige Sommer mit einer Abweichung von +2,0   
    Grad das Podest nur knapp, wo sich weiterhin der Sommer 2003 mit +2,8°C, 2015 mit +2,4°C und 2017 mit   
    +2,1°C befinden. Hinter 2018 folgen 1811 und 1992 mit +1,4°C, 1994 und 2012 mit +1,3°C, 2013 mit +1,2°C und   
    1807 mit +1,1°C. Die 2000er sind damit bereits in den Top 10 in der Überzahl. In doppelter bis dreifacher   
    Überzahl waren in diesem Sommer auch die Hitzetage in der Alpenrepublik, auch wenn dabei kein absoluter   
    Wüstentag heraus stach wurde Enns (Oberösterreich) mit 37,3°C am 9. August der Hitzepol des Landes. Die   
    schon aus dem Frühjahr teilweise herrschende Trockenheit verstärkte sich während des Sommers zusehends   
    und wurde schon problematisch. So fiel bundesweit um rund ein Fünftel weniger Regen, regional fehlte sogar die   
    Hälfte des Niederschlags. Nassester Ort war die Rudolfshütte mit 773 l/m². Ein Plus von 12 % brachte die   
    Sonnenscheindauer, die an der Alpennordseite um bis zu einem Viertel zulegte und nur im Süden ausgeglichen   
    war. Sonnenreichster Ort war Rohrspitz (Vorarlberg) mit 905 Stunden.    
     
    Der Sommer in Salzburg war bei den Ausschlägen etwas zurückhaltender. In unserem Bundesland regnete es   
    um 15 % zu wenig und die Sonne zeigte sich um 8 % länger. Am häufigsten mit 791 Stunden in Mattsee, die   
    Bremse zogen hier etwas die Gebirgsgaue. Die höchste Temperatur gab es am 1. August am Flughafen mit   
    34,8°C, in Salzburg/Freisaal dafür 34 anstatt durchschnittlicher 10 Tage mit mehr als 30 Grad.    
     
    In Hintersee landete der Sommer zweimal auf Platz 2. Von vorne bei den Temperaturen und von hinten beim   
    Niederschlag. Nach einem durchschnittlichen Juni folgten die deutlich zu regenarmen Juli und August. Die letzte   
    Augustwoche verhinderte die Blamage, den Sommer 2003 mit 433 l/m² als Letzten abzulösen und mit 479 l/m²   
    und einem Minus von 31 Prozent blieb der Sommer 2018 gerade noch Vorletzter. Unter Einbeziehung der   
    Hydrografischen Station Faistenau gab es ähnlich trockene Sommer noch in den Jahren 1967, 1973, 1992 und   
    1994. Der Regen verteilte sich heuer dabei auf 43 Regentage (-11 Tage), ebenso nur von 2003 mit 38 Tagen   
    unterboten.    
     
    Den Vorsommer als neuen Zweiten nach hinten verdrängte der heurige Sommer bei den Temperaturen. Mit   
    einem Mittel von 16,4°C und einer Abweichung von +1,6 Grad mussten sich Juni, Juli und August nur ihren   
    Kollegen aus 2003, wie könnte es anders sein, geschlagen geben.    
     
    Ein markanter Unterschied zu dem diesmal oft erwähnten Jahr 2003 sollte zum Schluss noch angeführt werden.   
    Blickt man nach zwei Dritteln des Jahres auf die Jahresmitteltemperatur so sind wir 2018 eindeutiger den je auf   
    neuem Rekordkurs mit einer aktuellen Abweichung von +1,7 Grad. Davon waren wir 2003 weit weg. Vor 15   
    Jahren kamen wir mit einem Mittel von 6,0°C ins Ziel. Heuer ist es realistisch, sieben Jahre nach dem     
    erstmaligen erreichen der 7-Grad-Marke schon die 8 Grad zu schaffen.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
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    Fr, 10.08.18 Fast 2-wöchige Hitzewelle  
     
     
    Eine 13 Tage andauernde Hitzewelle setzte einer praktisch seit April herrschenden sehr warmen und mit     
    Ausnahme des Junis auch recht trockenen Phase das heiße Krönchen auf. Bei oftmaligen Temperaturen über 30   
    Grad schwitzten Mensch und Tier. Wald und Wiesen zeigten aufgrund der Trockenheit herbstliche Symptome.   
    Unter das übliche Grün schlich sich zusehends Braun.     
     
     
    Hochdruck von Afrika bis Skandinavien    
     
    Nach sachtem Störungseinfluss, der am 26. und 27. Juli schon trocken-warmes, aber noch nicht rein sonniges   
    Wetter, brachte, wurde dieser Trog nach Südosteuropa abgedrängt, denn eine mächtige Hochdruckzone baute   
    sich an den Tagen darauf auf. Das weit nach Nordosten ausgreifende Azorenhoch schaffte ab dem 28. Juli den   
    uneingeschränkten Brückenschlag über Mitteleuropa und schloss sich mit einem stabilen Hoch über Skandina-  
    vien und Westrussland zusammen. Mit Monatswechsel herrschte damit Hochdruck von Nordwestafrika bis in den   
    Nordosten Europas und hin zum Nordmeer. Das Islandtief und der dazu gehörige Trog über dem Nordostatlantik   
    waren komplett abgemeldet und Frontsysteme kamen nicht mehr auf den Kontinent voran. Zum Monatswechsel   
    schaffte es ein Randtrog nach Frankreich vorzudringen und verstärkte somit noch zusätzlich die großräumig   
    vorherrschende Zufuhr subtropischer Warmluft. Daraus resultierte am 1. August der erste Höhepunkt der Hitzewelle.  
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild. Großwetterlage am 1. August    
     
     
    In Richtung erstes Augustwochenende musste der Hochdruck zwar aus Skandinavien weichen, blieb aber über   
    Mitteleuropa stabil und eine neue Hochdruckzone formierte sich zu nächsten Wochenbeginn ausgehend von den   
    Azoren bis zu den Britischen Inseln, um in Folge ostwärts zu wandern. Dahinter griff das Islandtief rasch wieder   
    nach Süden bis nach Portugal aus, sodass um den 8. und 9. August mit einem Gruß der bis dahin über der   
    Iberischen Halbinsel liegenden Heißluft der 2. Höhepunkt der Hitzewelle sich anbahnte. Allerdings hatte diese   
    Luftmasse mehr Feuchte, darum verhinderte die nachmittägliche Quellwolkenbildung noch höhere Temperaturen   
    und es kam nach der trockenen Hitze zu teils kräftigen Gewittern. In der Nacht zu Freitag drehte die Strömung   
    auf West und die Hitzewelle fand mit Annäherung einer beschwächten Kaltfront des nun über Südskandinavien   
    und Frankreichen lagernden Tiefdrucks ein Ende.    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Großwetterlage am 9. August    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Temperaturen der Luftmasse in 1.500 m Höhe am 9. August    
     
     
    Bis zu 31,6 Grad in Hintersee    
     
    Vom 28. Juli bis zum 9. August lagen die Höchstwerte in Hintersee zwischen 28,3°C und 31,6°C. Den heißesten   
    Tag hatten wir dabei am 1. August. Es war der 25. heißeste Tag in unserer Messreihe und der 5. wärmste   
    Augusttag. Insgesamt wurden an sechs Tagen in dieser Periode die 30-Grad-Marke an unserer Station über  
    -schritten. Der durchschnittliche Tageshöchstwert lag bei 29,7°C. Dank der verhältnismäßig kühlen Nächte, in   
    denen es auf durchschnittliche 15,6°C abkühlte, konnte zumindest zwischen den heißen tagen etwas     
    durchgeatmet werden.    
     
     
    Neuer Rekord einer Monatsdekade    
     
    Die ersten 10 Tage im August brachten trotz der Erfrischung am letzten Tag dieses Monatsdrittels mit einem   
    Temperaturmittel von 20,2°C die bisher wärmste in Hintersee gemessene Monatsdekade. Erstmals blieb ein   
    Mittelwert eines Monatsdrittels über 20 Grad. Bisher lagen hier die erste Augustdekade 2003 und die dritte   
    Julidekade 2006 mit je 19,2°C voran. Über den Zeitraum der Hitzewelle betrachtet lag das Mittel sogar bei   
    20,6°C. Die Temperatur der ersten Augustdekade wich um satte 4,4 Grad vom Augustnormal nach oben ab.  
     
     
    Hitze in Salzburg    
     
    Den einen richtigen Hitzetag gab es diesmal im Bundesland Salzburg nicht. Je nach Quellbewölkung oder   
    leichter Föhnunterstützung wurden die Höchstwerte zwischen dem 31.7. und dem 9.8. erzielt. Am heißesten war   
    es dabei in der Stadt Salzburg, wo in Freisaal am 4. und 8. August 34,7°C gemessen wurden und am 9. August   
    auch nochmal 34,6°C. Abtenau und Mattsee erreichten ihren Höchstwert von 33,3°C gemeinsam am 4. August,   
    St. Johan seine 33,2°C hingegen am 8. August und Zell am See seine 33,1°C bereits am 31. Juli. Abweichler   
    waren Bischofshofen mit 33,0°C am 1. August und Lofer mit 32,9°C am 9. August.    
     
     
    Höchsttemperaturen in Salzburg    
     
    Abtenau   33,3°C 4.8.   Rudolfshütte 18,9°C 31.7.    
    Bischofshofen 33,0°C 1.8.   Salzburg/Fr. 34,7°C 4.8.+8.8.    
    Kolomannsberg 28,5°C 9.8.   Sonnblick   11,5°C 31.7.    
    Krimml   29,8°C 31.7.   St. Johann   33,2°C 9.8.    
    Lofer   32,9°C 9.8.   St. Michael 29,1°C 1.8.    
    Maria Alm   32,8°C 4.8.   St. Veit   32,9°C 9.8.    
    Mariapfarr   29,0°C 31.7.   Tamsweg   30,9°C 4.8.    
    Mattsee   33,3°C 4.8.   Zell am See 33,1°C 31.7.    
    Rauris   30,9°C 31.7.    
     
     
    Höchsttemperaturen in Österreich    
     
    31. Juli   1. August    
    Innsbruck/Univ. 36,0°C   Bludenz   35,6°C    
    Bludenz   35,3°C   Innsbruck/Univ. 35,4°C    
    Bad Deutsch-Altenb. 35,1°C   Landeck   35,3°C    
    Langenlois 35,1°C   Schärding   35,0°C    
    Feldkirch   35,0°C   Braunau/Ranshofen 34,9°C    
    Hohenau   35,0°C   Vöcklabruck 34,9°C    
    Andau   34,9°C   Dellach im Drautal 34,9°C    
    Braunau/Ranshofen 34,8°C   Reichersberg 34,8°C    
    Wolkersdorf 34,7°C   Linz-Stadt   34,7°C    
             
    4. August       9. August        
    Wolkersdorf 34,8°C   Enns   37,3°C    
    Hohenau   34,8°C   Wieselburg 37,0°C    
    Salzburg-Freisaal 34,7°C   Amstetten   36,8°C    
    St. Pölten   34,6°C   Waidhofen an der Ybbs 36,7°C    
    Enns   34,5°C   Krems   36,6°C    
    Langenlois 34,5°C   Wien - Innere Stadt 36,3°C    
    Vöcklabruck 34,4°C   Langenlois 36,3°C    
    Krems   34,4°C   Bad Deutsch-Altenb. 36,2°C    
    Wieselburg 34,4°C   Hohenau   36,2°C    
     
     
    Heftige Gewitter am Wellenende    
     
    In der subtropischen Luftmasse, die zum Ende der Hitzewelle mit mehr Feuchtigkeit angereichert war, wurde es   
    nicht nur drückend schwül, sondern aus mächtigen Quellwolken wuchsen auch Gewittertürme empor. Am 7.   
    August ging am Nachmittag ein Gewitter mit 30-minütigen Starkregen über Hintersee nieder, das 20 l/m² an   
    Niederschlag brachte.     
     
    Ein breiteres Auftreten von Unwettern gab es tags darauf. Hunderte Feuerwehrleute mussten am Abend im Pinz-  
    , Pon- und Flachgau zu Einsätzen ausrücken. In den Gebirgsgauen waren Mittersill, Neukirchen, Wald,     
    Bramberg sowie Dorfgastein mit kleineren Überflutungen und Murenabgängen hauptsächlich betroffen. In Krimml   
    wurden 30,8 l/m² und in Lofer 24,5 l/m² gemessen.    
     
    Ein weiteres Unwetter zog mit Wolkenbruch und stürmischen Wind über den mittleren Flachgau und führte in   
    Wals-Siezenheim, Hallwang und der Stadt Salzburg zu Problemen. Die Feuerwehren wurden meist wegen   
    umgestürzter Bäume oder Überflutungen gerufen. Bei den Salzburger Festspielen musste ein Konzert im großen   
    Festspielhaus wegen durch das Dach eindringenden Wassers unterbrochen werden. Unterbrochen war nach   
    einem Blitzschlag und Stromausfall auch ein Fußballspiel der Champions League Qualifikation im Stadion   
    Kleßheim. Auch das Universitätsklinikum hatte mit Überflutungen zu kämpfen. In Salzburg/Freisaal schüttete es   
    53,5 l/m², am Kolomannsberg bei Thalgau 46 l/m².     
     
     
    Landwirtschaft und Wasserversorgung beeinträchtigt    
     
    Die Gewittergüsse konnten nicht darüber hinweg helfen, dass vor allem die Landwirtschaft unter der anhaltenden   
    Trockenheit, die durch die immense Verdunstung bei den herrschenden Temperaturen noch verstärkt wurde, litt.   
    Gras, Getreide, Bäume fuhren ihr Wachstum merklich zurück und manch Waldstück bekam erste Anzeichen des   
    Herbstes aufgrund der einsetzenden Blattverfärbung, wodurch Bäume auf das mangelnde Wasser reagierten.   
    Wassermangel machte auch den Almbauern zu schaffen, die ihr Vieh neben der fehlenden Weide auf den Almen   
    teils mit Wasser und Heu aus dem Tal versorgen mussten. In gleichem Maße erhöhte sich die Waldbrandgefahr   
    stark, in erster Linie im Norden des Landes. Manch kommunaler Wasserversorger bekam ebenfalls Probleme   
    und so wurde zum Beispiel in Thalgau bereits zur Sparsamkeit amtlich aufgerufen.    
     
    Quellen: wetter.orf.at, salzburg.orf.at, www.austrowetter.at, www.salzburg24.at, www.wetterzentrale.de    
     
    Links: >> Tagestemperaturen >> Tagesrangliste Temperatur >> Tagesniederschläge  
     
     
         
    Fr, 03.08.18 Rückblick Juli: Sehr trocken und heiß  
     
     
    + 95,5 l/m² Regen    
    + 3 Gewitter    
    + 16,7°C mittlere Temperatur    
    + 30,5°C Tageshöchstwert    
     
    Der siebte Monat des Jahres brachte einen richtigen Knick beim Niederschlag und war für die hiesigen Verhält-  
    nisse sehr trocken. Dazu setzte der Juli durch eine beginnende Hitzewelle am Monatsende die Reihe der viel zu   
    warmen Monate im heurigen Jahr fort.    
     
    Mit dem Start des zumindest kalendarischen Mittelpunkts des Sommers lag der Alpenraum noch im Einflussbereich eines Balkantiefs, das die einzig kühleren Tage im Monat verantwortete und als Teil einer   
    Omegalage mit dem Schwestertief bei der Iberischen Halbinsel und einem Britanienhoch fungierte. Zum ersten   
    Dekadenwechsel hin verlagerte der Hochdruck sein Zentrum wieder in Richtung Skandinavien, wo wir es in   
    diesem Jahr schon so oft hatten und der Osteuropatrog verlor zaghaft an Bedeutung. Zwischen die sich von der   
    Iberischen Halbinseln bis in den Nordosten des Kontinents aufgebaute Hochdruckzone verirrte sich zu Beginn   
    der zweiten Dekade ein kleines Tief von Irland her, welches für ein wenig Unbeständigkeit sorgte. Zur Einkehr   
    der zweiten Monatshälfte blieb der Hochdruck im Norden stabil, ließ aber wiederum einem Randtrog aus Osten   
    durchrutschen, sodass sich daraus eine sanfte Tiefdruckrinne bildete, die den Ostatlantik- mit dem     
    Südosteuropatrog verband. Die Wankelmütigkeit des bis dato herrschenden Juliwetters hielt sich damit weiter, da   
    sich auch mit dem Anfang des dritten Drittels der atlantische Trog überredete, sich langsam nach Osten zu   
    schieben. Im folgte aus Südwesten ein Ableger des Azorenhochs in der letzten Juliwoche, der nach Abzug eines   
    Höhentiefnachzüglers über dem Ostalpenraum sich über Mitteleuropa ausbreiten konnte und die Verbindung   
    zum Skandinavienhoch erneut herstellte. Zum Juliausklang begann unterstützt von einem Islandtief die erste   
    richtige Hitzewelle des Jahres.    
     
    Die einsetzende Hitze hievte die Temperaturen von leicht zu warm auf deutlich zu hoch und so zählte der Juli   
    2018 in Österreich mit einer Abweichung von +1,3 Grad zu den 15 wärmsten in der Messreihe seit 1767. Dazu   
    war es im Bundesgebiet viel zu trocken mit einem landesweiten Rückgang von 38 Prozent. Das größte Minus mit   
    50 bis 80 % hatten die Regionen von Vorarlberg bis Oberösterreich. Überdurchschnittliche Mengen gab es nur   
    im Nordosten Österreichs, der Rest des Landes präsentierte sich ausgeglichen bis unter Normal. Nassester ort   
    war die Rudolfshütte (Salzburg) mit 278 l/m². Mehr als üblich zeigte sich die Sonne mit +7 Prozent. Die     
    Verteilung des Sonnenscheins war dabei aber etwas unfair. So gab es im Süden bis zu einem Drittel weniger   
    Sonne und im Westen bis Oberösterreich und der Oststeiermark bis zu einem Viertel mehr. Die meisten     
    Sonnenstunden hatte allerdings das burgenländische Andau mit 302 Stunden.    
     
    Richtig trocken verlief der heurige Juli in Hintersee. Mit 95,5 l/m² und einem Minus von 64 % zum Schnitt war es   
    noch hinter 2013 mit 96 l/m² der niederschlagsärmste Jahressiebte in der Messhistorie der Wetterstation   
    Hintersee seit 1996. Für die letzten 6 Jahrzehnte wies auch die Hydrografische Station in Faistenau nur zwei   
    trockenere Julimonate 1994 mit 88,2 l/m² und 1983 mit 58,9 l/m² auf. Der wenige Regen verteilte sich dabei auf   
    13 Regentage (-6 Tage), wobei es hier 2001 mit 12 und 2013 mit 10 Regentagen zweimal niedrigere Marken   
    gab. Den größten Tagesniederschlag regnete es am 22. Juli mit 26 l/m².     
     
    Bekräftigen lies sich der Regenmangel auch daran, dass in diesem Juli nur 3 Gewitterzellen an drei Tagen über   
    Hintersee registriert werden konnten. Das Heftigste mit Starkregen ging hierbei am 25. Juli um 16:45 Uhr nieder   
    und begoss den Faistenauer Kirtag.    
     
    Dagegen blieb es zwischen dem 12. und dem 16. Juli fünf Tage und vom 27. Juli bis zum 1. August sechs Tage   
    hintereinander regenfrei.    
     
    Lange Zeit sah es ebenso in der Ladenbachmetropole nach einem etwas zu warmen Juli aus, bevor im dritten   
    Drittel, das hingegen ordentlich zu warm ausfiel, die durchschnittliche Monatstemperatur noch nach oben ging.   
    Analog zum Bundestrend lag in Hintersee die Abweichung bei +1,3 Grad und mit einem Mittel von +16,7°C war   
    es hinter 2006 und 2015 mit jeweils +17,7°C der drittwärmste Juli unserer Messreihe und insgesamt der     
    sechstwärmste Monat, den wir bisher messen konnten. Wir verzeichneten dabei neben 14 Sommertagen auch 2   
    heiße tage, die am 31. Juli mit +30,5°C den Höchstwert in diesem Monat brachten. Den Tiefstwert gab es am 2.   
    Juli mit +7,8°C.    
     
    Nach dem ersten Monat der zweiten Jahreshälfte verdichten sich die Zeichen, dass 2018 einen neuen Temperaturrekord bringen könnte. Stand jetzt liegen wir vor dem bisherigen Rekordjahr 2014 und leicht dahinter   
    folgt 2007. Das Jahresmittel weicht derzeit um 1,6 Grad nach oben ab.    
     
    Quellen: www.zamg.ac.at    
     
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    Fr, 27.07.18 Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts  
     
     
    Der Freitagabend brachte ein himmlisches Schauspiel der Sonderklasse. Nach einem sehr warmen und sonnigen   
    Sommertag bildeten sich am Nachmittag Quellwolken, die sich lange bitten ließen, den Blick auf das Spektakel frei   
    zu geben.    
     
    Da im Tal von Hintersee die Osterhorngruppe im Weg steht, wurde als Beobachtungspunkt die Ladenbergalm   
    ausgewählt. In der lauen Almluft hieß es dann warten.    
     
    Die dabei und von der Mondfinsternis entstandenen Bilder gibt es unter dem folgenden Link.    
     
    Links: >> Fotoalbum: 27.07.18 Längste Mondfinsternis des Jahrhunderts    
     
     
     
    So, 08.07.18 Rückblick Juni: Das heiße Eisen kühlt ab  
     
     
    + 14,9°C mittlere Temperatur    
    + 30,6°C Tageshöchstwert    
    + 255 l/m² Regen    
    + 16 Gewitter    
     
    Nach der Trockenheit und den Wärmerekorden im April und Mai brachte der erste klimatologische Sommer-  
    monat einen Umschwung und konnte das Niederschlagsdefizit sowie die Rekordwärme abmildern.    
     
    Der Juni übernahm zu Beginn nahtlos die Wetterlage aus dem mai, die schwache Luftdruckgegensätze samt   
    einer sehr warmen und labilen Luftmasse über Mitteleuropa hinterließ. Der Hochdruck, der sein Regiment von   
    Island bis Skandinavien aufgeschlagen hatte, griff zwar bis in den Alpenraum aus, ließ aber Einfluss von     
    herumwabernden kleinen Höhentiefs zu. ein recht hartnäckiges hielt sich bei der Biscaya, welches nach dem   
    ersten Dekadenwechsel Gehilfen bei Schottland und über der Adria bekam. Dazu einen Trog über Osteuropa.   
    Bis zur Monatsmitte verlagerte sich der Höhentiefkomplex nach Südosten und sorgte bei uns für zusätzliche   
    Unbeständigkeit des Wetters, da es seinen Wirkungskreis auf Mitteleuropa ausdehnte und die Hochzellen im   
    Norden und Südosten unterwanderte. Dahinter folgte neuer Hochdruck aus Westen, wodurch sich am Beginn   
    der zweitem Monatshälfte eine Hochbrücke über Mitteleuropa aufschlug, die den Azorenhochableger im     
    Südwesten und ein Westrusslandhoch verband. Dagegen arbeiteten Tiefs im Nordwesten, an deren Vorderseite   
    nochmals sehr warme Luft aus Süden heran geführt wurde, bevor sich die bereits drei Monate andauernde zu   
    warme Phase verabschiedete. Denn mit Einkehr des dritten Drittels räumte eine Kaltfront die feucht-warme Luft   
    aus dem Alpenraum und der Hochdruck baute sich nun von der Iberischen Halbinsel über die Britischen Inseln   
    bis Skandinavien auf. In der letzten Juniwoche ritterte die Randlage des Alpenraums am Hochdruck mit dem   
    über dem Osten liegenden Trog um die Vorherrschaft. Der östliche Tiefeinfluss mit kühlen Temperaturen behielt   
    dabei eher die Oberhand und so klang der erste Sommermonat wechselhaft aus.    
     
    Trotz der Witterungsänderung während des Monats schaffte es der Juni in Österreich mit einer Abweichung von   
    +1,9 Grad unter die 10 wärmsten Junimonate der Messhistorie. Die mit -3 % praktisch ausgeglichene Nieder-  
    schlagsbilanz linderte die in vielen teilen Österreichs vorherrschende Trockenheit, in Ober- und Niederösterreich   
    ist diese dennoch weiterhin vorhanden. Mit minus 20-50 % war es diesmal im Westen und Süden zu regenarm,   
    plus 25-75 % mehr Niederschlag gab es am Alpennordrand der Osthälfte vom Traunviertel bis ins Burgenland.   
    Nassester Ort war in Folge eines heftigen Unwetters, das 100 Liter in drei Stunden brachte, Puchberg am   
    Schneeberg (NÖ) mit 304 l/m².  Die Sonnenkinder fanden sich im Juni ganz im Westen und zwar am Rohrspitz in   
    Vorarlberg mit 297 Sonnenstunden. Generell gab es im Westen und Süden bis zu einem Drittel mehr Sonne, im   
    Osten waren es bis zu 20 % weniger. Bundesweit gesehen war die Bilanz aber ausgeglichen.    
     
    In Hintersee war der heurige Juni mit 255 l/m² und einer Abweichung von +6 Prozent durchschnittlich nass. Der   
    Regen verteilte sich dabei auf 16 Regentage, 3 weniger als üblich. Am meisten Regen fiel am 13. und am 28.   
    Juni mit jeweils 52,5 l/m².    
     
    Ihren Anteil am Niederschlag hatten auch die 16 Gewitterzellen, die an 9 Gewittertagen über dem Gemeindege-  
    biet beobachtet wurden. Die meisten Gewitter an einem Tag gab es am 27. Juni mit 4 Zellen, eine davon brachte   
    um 12:45 Uhr Starkregen und kleinkörnigen Hagel. Das zweite Gewitter mit einigen kleinen Hagelkörnern und   
    mäßigen Regen ging am 22. Juni gegen 18 Uhr nieder.    
     
    Eine klare Abwärtsbewegung gab es bei den Temperaturen. Das erste Drittel zeigte noch jene Auswüchse nach   
    oben, die wir aus April und Mai kannten und auf einen nächsten Rekord hindeuteten, denn hier war nur der   
    Hitzejuni 2003 noch höher unterwegs. Mit dem Umbau der Großwetterlage änderte sich dies in der zweiten   
    Dekade und die Temperaturen waren nur mehr überdurchschnittlich im Sinne einer normalen Schwankung. Die   
    dritte Dekade brachte schlussendlich markant zu kühle Werte, die den Juni auf eine mittlere Temperatur von   
    +14,9°C herunterholten, sodass nur noch ein Plus von 0,8 Grad blieb, welches den Juni 2018 dennoch auf den   
    fünften Platz unserer Messreihe verhalf. Hinter dem Ausreißer 2003 zählte er trotzdem zu den wärmsten     
    Junimonaten in Hintersee.    
     
    Die höchste Temperatur gab es am 11. Juni mit 30,6°C, den Tiefstwert im Monat erreichten wir am 22. Juni mit   
    7,2°C. Dem einen heißen Tag standen 10 Sommertage zur Seite.    
     
    Nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2018 unterstreicht das aktuelle Jahresmittel das bisher Gescheh-  
    ene. Das heurige Jahr liegt derzeit mit dem Rekordjahr 2014 praktisch gleich auf und es könnte daher nach vier   
    Jahren bereits wieder einen neuen, noch höheren Temperaturrekord geben. Die Niederschlagsbilanz hat sich   
    dagegen erholt.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
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    Fr, 01.06.18 Rückblick Mai: Unglaublich warm und trocken  
     
     
    + 13,4°C mittlere Temperatur    
    + 29,0°C Tageshöchstwert    
    + 104 l/m² Regen    
    + 9 Gewitter    
     
    Den Frühling suchte man im Jahr 2018 irgendwie vergebens. Nachdem der April nach Abtauen des Schnees mit   
    frühsommerlichen Wetter ums Eck kam, prolongierte der Mai den angebrochenen Sommer und nach Jänner und   
    April setzte es schon den dritten Temperaturrekord im heurigen Jahr.    
     
    Die Großwetterlage im mai betrieb einen Sitzkrieg und rührte sich den ganzen Monat über de facto nicht vom   
    Fleck. In den Mai ging es mit Hochdruckgrüßen, die sich von den Azoren über Mitteleuropa nach Skandinavien   
    ausbreiteten und sich dort etablierten. Dem gegenüber stand ein Westeuropatrog, der sein Zentrum bei der   
    Biscaya aufschlug und so die Zufuhr von recht warmer und teils feuchter Luft aus dem Mittelmeerraum aufrecht   
    hielt. Zum ersten Dekadenwechsel zog sich das Skandinavienhoch etwas in Richtung Baltikum zurück und gab   
    den Einfluss in Mitteleuropa mehr dem Tiefdruck Preis, sodass sich ausgehend vom erwähnten Muttertrog   
    diverse kleine Höhentiefs über den Mittelmeerraum her bis in den Alpenraum und zum zweiten Dekadenwechsel   
    bis ins östliche Mitteleuropa breit machten, wodurch die Witterung weiterhin warm, aber schaueranfällig wurde   
    und beinahe täglich einen kleinen Regenguss fabrizierte. In der Mitte des dritten Drittels erhob der Hochdruck   
    über Skandinavien wieder mehr Anspruch auf Mitteleuropa und dem Höhentieftreiben wurde ein Ende gesetzt.   
    Der Tiefdruck zog sich wie zu Monatsbeginn auf den Westen Europas mit Kern bei der Biscaya retour und   
    dadurch folgten mit einer föhnigen Südströmung einige Hochsommertage zum Frühlingsausklang.    
     
    Den letzten Sommermai gab es im Jahr nach dem österreichisch-ungarischen Ausgleich, nämlich 1868. Der Mai   
    1811 und der Mai 1797 hielten verbissen Platz 1 und 3 bevor sich nun der Mai 2018 mit einer Abweichung von   
    +2,0 Grad als der viertwärmste in Österreich einstellte. Platz 5 hält nun 1841. Besondere Hitzetreiber waren   
    dabei die Regionen vom Flachgau bis ins Burgenland. Vom Norden Salzburgs bis ins Weinviertel und den   
    Südosten des Landes fehlte dafür der Niederschlag und es gab um die Hälfte weniger Regen als üblich. Im   
    Süden dagegen teils das 2,5-fache und so blieb bundesweit ein Plus von 10 Prozent. Am nassesten war es im   
    Kärntner Fladnitz mit 302 l/m². Ein Plus von 5 % wies die Sonnenscheinbilanz auf. Im Westen und Süden fiel   
    diese ausgeglichen, im Norden und Osten mit Überschüssen aus und so wurde Andau im Burgenland mit 309   
    Stunden wieder einmal die sonnenreichste Gemeinde des Landes.    
     
    Hintersee ordnete sich beim Niederschlag in die negative Reihe ein und erlebte mit nur 104 l/m² und einem   
    Minus von 53 % den trockensten Mai hinter 2002 (85 l/m²) und 2008 (53,5 l/m²). Dennoch verteilte sich der   
    Niederschlag dank der zahlreichen Schauer auf 18 Regentage, die dem Durchschnitt entsprachen. Den meisten   
    Regen an einem Tag gab es am 15. Mai mit 19,5 l/m².     
     
    An der mageren Regensumme änderten auch die 9 Gewitter, die an 8 Gewittertagen über die Gemeinde zogen,   
    nichts. Das Kräftigste ging dabei am Nachmittag des 12. Mai mit starken Regen und  2 Naheinschlägen nieder.   
    Leider gab es bei diesem Unwetter auch einen Blitzschlag beim Mayrlehenbauer, wo zum Glück Schlimmeres   
    verhindert werden konnte.    
     
    Die Temperaturen waren diesen Monat abermals ein großes Thema. Machte der Jänner auf März, der April auf   
    Mai, so schlüpfte der Mai einfach in das Kostüm des Junis und fixierte mit einem Mittel von 13,4°C und einer   
    Abweichung von +2,8 Grad mit deutlichen Abstand den dritten Monatsrekord in diesem Jahr. Die bisherige   
    Bestmarke hielt der Mai 2003 mit 12,1°C, dahinter folgte der Mai 2002 mit 11,9°C. Jedes Drittel in diesem Mai   
    lag über dem Normal. Das Erste sehr, das Zweite markant und das Dritte erbrachte einen neuen Dekadenrekord   
    mit einer mittleren Temperatur, die einem Julimittel gleich war.     
     
    Die Tageshöchsttemperatur maßen wir am 29. Mai mit 29,0°C, den Tiefstwert am 19. Mai mit 6,4°C. Es gab 5   
    Sommertage, aber keinen kalten Tag. Im Schnitt wären es sechs Tage mit maximal 10 Grad. Daran sah man,   
    dass dem heurigen Mai die kühlen Einschübe, welche zum Beispiel letztes Jahr am 2. Mai noch Schnee     
    brachten, komplett fehlten und es durchgehende Wärme auf sommerlichen Niveau gab. Die neuen     
    zweithöchsten Tagesminima für einen Mai mit je 13,3°C am 30. und 31. bestätigten dies zusätzlich.    
     
    Der zu Ende gegangene Mai schloss auch den klimatologischen Frühling des Jahres 2018. Ein normaler März   
    und die neuen Rekorde im April und Mai sorgten ebenso in dieser Wertung für einen neuen Bestwert. Der   
    Frühling war mit einem Mittel von 8,2°C und einem Plus von 2,2 Grad der bislang wärmste in Hintersee. 2011   
    (7,8°C) und 2007 (7,4°C) wurden auf die Plätze verwiesen.    
     
    Eine große Negativabweichung bot der Frühling in Punkto Niederschlag. Mit nur 277 l/m² war es der trockenste   
    Frühling bei uns seit 1971 (277 l/m²) bzw. 1968 (266 l/m²), wie die Messdaten der Hydrografischen Station   
    Faistenau verdeutlichten. Trotzdem gab es mit 37 Regentagen nur 2 weniger als üblich und mit 14 Schneefalltagen   
    sogar durchschnittlich viel.    
     
    Bundesweit errechnete sich ein Rückgang von 15 Prozent bei Regen und Schnee. Die trockene Alpennordseite   
    schlug sich hier mehr nieder als der feuchte Süden, der mit 607 l/m² am Kärntner Loiblpass auch den nassesten   
    ort Österreichs stellte. Die Sonne war um 10 % häufiger zu sehen. Am längsten schien sie in Neusiedl am See   
    im Burgenland mit 680 Stunden. Die Temperaturen bereiteten der Alpenrepublik nach 2007 (+2,1°C Abw.) mit   
    +2,0°C Abweichung den zweitwärmsten Frühling der Messgeschichte.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
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    Sa, 12.05.18 Blitzschlag bei Bauernhof  
     
     
    Am Samstagnachmittag ging ein eigentlich nicht allzu heftiges Gewitter über Hintersee nieder. Dennoch schlug   
    dabei ein Blitz in den Heuboden eines Bauernhofes ein.    
     
     
    Brodelnde Wetterlage    
     
    An der Südostflanke von Hochdruck im Nordosten Europas und im Vorfeld eines Westeuropatroges befand sich   
    der Alpenraum an diesem Samstag in der Zufuhr von feucht-warmer Luft, die von einem kleinen Tief über     
    Frankreich aus dem Mittelmeerraum herbei geschafft wurde. Schon über die Mittagsstunden begann die Luft   
    allmählich zu brodeln, was sich durch Bildung von Quellwolken bemerkbar machte. Auch wenn die Näherung   
    eines Frontsystems des Tiefs fehlte, reichten in der instabilen Luftmasse Sonneneinstrahlung und orographisch   
    bedingte Aufwinde zur Ausbildung der Quellungen und in weiter Folge zum Entstehen von Gewitterzellen,     
    welche in der schwachen Höhenströmung sich nur langsam vom Fleck bewegten.    
     
     
    Gewitter mit 2 Naheinschlägen    
     
    cGegen 16:15 Uhr Machte sich eine Gewitterzelle über dem Gemeindegebiet von Hintersee grummelnd     
    wahrnehmbar. Es dauerte aber ca. eine dreiviertel Stunde bis der Kern der Zelle mit kurzen starken Regen, der   
    4,5 l/m² Niederschlag brachte, sich über das Gemeindegebiet schob. An der Wetterstation wurden um etwa 17   
    Uhr auch 2 Naheinschläge verzeichnet. In etwa eine Stunde nach Beginn des Gewitters kehrte alsbald wieder   
    Ruhe ein und ein eigentlich nicht spektakuläres Ereignis war vorbei.    
     
     
    Brandalarm in Hintersee    
     
    Um 17:03 Uhr wurde die Hinterseer Feuerwehr zu einem Brandalarm gerufen. Einer der o. e. Naheinschläge traf   
    den Heuboden des Mayrlehenbauern im Ortsteil Lämmerbach. Der Blitz schlug ein Loch ins Dach, das     
    ausbrechende Feuer konnte von den Bewohnern, die den Einschlag beobachtet hatten, geistesgegenwärtig   
    rasch mit Feuerlöscher und Wassereimer bekämpft werden, sodass Gott sei Dank Schlimmeres verhindert   
    wurde. Den 27 Einsatzkräften oblagen das Löschen der Glutnester und die Brandwache. Die weiters     
    angerückten Polizei und Rettung brauchten nicht einzugreifen.    
     
     
    Kleiner Waldbrand in Unken    
     
    Am Abend gab es ebenso in Unken im Pinzgau einen Löscheinsatz von 3 Feuerwehren. Ein Blitzschlag hatte   
    beim Kniepass Bäume in unwegsamem Gelände in Brand gesteckt. Daher kamen neben den Feuerwehrleuten   
    auch Kräfte der Bergrettung sowie ein Polizei- und Bundesheerhubschrauber zum Einsatz, welcher erst     
    Sonntagabend beendet werden konnte.    
     
    Quelle: salzburg.orf.at, www. facebook.com (Seite der FF Hintersee)    
     
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    Di, 01.05.18 Rückblick April: Sommer im Frühling  
     
     
    + 10,0°C mittlere Temperatur    
    + 27,5°C Tageshöchstwert    
    + 71 l/m² Niederschlag    
    + 1 Gewitter    
     
    Der April tat es dem Jänner gleich und kopierte die Witterung eines anderen, eigentlich später im Lauf der   
    Jahreszeiten kommenden Monats. Der Jänner machte auf März, der April auf Mai oder schon ein bisschen Juni.   
    Jedenfalls gab es zum zweiten Mal im noch jungen Jahr einen neuen Temperaturrekord.    
     
    Nur ganz am Monatsanfang sorgten Tiefs, die von den Britischen Inseln nach Osten zogen, für wechselhaftes   
    Wetter mit den letzten Winterhustern. Dazwischen baute sich aber schon aus Westen durchschwenkender   
    Hochdruck auf, der vor dem ersten Dekadenwechsel bereits das Ruder übernahm und sich über Skandinavien   
    etablierte, sodass der Tiefdruck auf den Ostatlantik und dem Mittelmeer zum Nichtstun verdammt wurde. Außer   
    Saharastaub und warmer Luft lieferte dieser keinen Beitrag mehr im Alpenraum. Einen kurzen Unterbruch erfuhr   
    das trockene Wetter zur Monatsmitte, als aus dem über Westeuropa liegenden Trog ein Irlandtief ausbrach und   
    eine schwache Kaltfront an die Alpen lenkte und die südliche Warmluftzufuhr marginal störte. Denn schon im   
    Anschluss formierte sich von den Briten her bis zur Biscaya ein neues Hoch, das rund um den zweiten     
    Dekadenwechsel langsam via Mitteleuropa nach Osten sich verlagerte und für sommerliche Temperaturen   
    sorgte. Am Ausgang dieser Lage stand die erste markante Gewitterentwicklung des Jahres bedingt durch eine   
    ansonsten schwache Kaltfront eines Schottlandtiefs. Dahinter stellte sich zur Mitte des letzten Drittels schnell   
    wieder Hochdruck ein. Der Tiefdruck blieb über Westeuropa aber nah und dieser verschob sein Zentrum im   
    Laufe der letzten Tage von den Briten zur Biscaya, wovon ein über Frankreich ziehender Ableger erneut warme   
    Luft herbeiführte und den April sommerlich ausklingen ließ.    
     
    Die zahlreichen Wetterlagen mit südlicher Strömung, die der Alpenrepublik auch oft Saharastaub brachten,   
    verhalfen dem April 2018 mit einer Abweichung von +4,6 Grad in Österreich zum zweitwärmsten der     
    Messgeschichte seit 1767 zu werden. Nur der April 1800 (+5,5 Grad Abw.) war noch deutlich wärmer, der nun   
    auf Platz 3 verdrängte April 2007 (+3,3 Grad Abw.) hinkte schon ordentlich hinterher. Am größten waren die   
    positiven Abweichungen dabei vom Salzkammergut bis zum Mostviertel, unter der bundesweit gemittelten   
    Abweichung blieb nur der Süden des Landes. Am 20. April erzielte die Station in Salzburg/Freisaal mit genau   
    +30,0°C den zweitfrühesten 30er und somit Hitzetag in einem Jahr. Die Bestmarke vom 17. April 1934 mit   
    gleicher Temperatur an gleichen Ort blieb allerdings bestehen. Wenig verwunderlich war hierbei, dass es dazu in   
    Österreich um 40 % mehr Sonnenschein gab als üblich. So sonnig war ein April seit 2009 nicht mehr, den   
    Spitzenreiter aus 2007 mit 60 Prozent Überschuss fingen wir nicht ab. Der sonnenreichste Ort im Land war   
    Brunn (Niederösterreich) mit 243 Stunden. Um denselben Prozentsatz, nämlich 40, fiel die Niederschlagsbilanz   
    zu gering aus. Vor allem im Nordosten war es mit Rückgängen zwischen 70 und 85 % sehr trocken.     
    Ausgeglichen zeigte sich nur der Süden, lokal gab es hier in Teilen der Steiermark große Überschüsse, die durch   
    ein heftiges Gewitter bedingt waren, welches zum Beispiel in Graz allein schon rund 100 l/m² brachte. Nasseste   
    Station wurde dennoch der Kärntner Loiblpass mit 153 Litern am Quadratmeter.    
     
    Eine eher trockene Sache, obwohl der April nie als nasser Geselle galt, war der vierte Monat des Jahres auch   
    bei uns in Hintersee. Mit einer Niederschlagsmenge von 71 l/m² war es der trockenste April seit 5 Jahren. Der   
    Niederschlag verteilte sich hierbei auf 7 Regentage (-4 Tage) und 2 Schneefalltage (-2 Tage), wobei einer davon   
    ohne messbaren Neuschnee ausging. Der nasseste Tag war der 24. April mit 21 l/m², worin sich der Gewitter-  
    regen vom Abend des 23. April dem Messintervall geschuldet noch wiederfand. Dem gegenüber standen zwei   
    längere Perioden ohne Niederschlag, die mit 9 Tagen am Stück vom 7. bis 15. April und 7 Tagen en suite vom   
    17. bis 23. April auftraten.    
     
    Das erwähnte Gewitter am 23. April war mit Starkregen und 4 Naheinschlägen bei recht hoher Blitzaktivität ein   
    für die Jahreszeit ungewöhnlich heftiges Ereignis und unterstrich die voran gegangene sommerliche Phase.   
    Ansonsten gab es im April keine Gewitter mehr.    
     
    Der angesprochene 24. April war zugleich der regenreichste Tag des Monats und brachte fast ein Drittel des   
    gesamten Regens, der in Summe 67,5 l/m² ausmachte und ein Minus von 35 % produzierte, was den regenärmsten April seit 2013 (41 l/m²) zur Folge hatte.  
     
    Krasse -98 % zeigte die Abweichung in Sachen Neuschnee, wovon es heuer nur 0,5 cm gab. Es wäre seit 2009   
    beinahe der erste April ohne Neuschnee geworden. Im Gegensatz zu den 80,5 cm im Vorjahr natürlich ein arger   
    Kontrast. Zehnmal in unserer Messreihe seit 1988 blieb der April in Hintersee übrigens schneelos. Den halben   
    Zentimeter schneite es am 2. April, den damit schneereichsten Tag des Monats. Am 1. April wurden Flocken nur   
    gesichtet, aber nicht am Boden gemessen. Die Schneedecke dämpfte nur mehr zu Beginn die hohen     
    Temperaturen des Aprils und wurde schließlich binnen einer Woche von ihnen dahin gerafft. So ergaben sich an   
    unserer Station noch 7 Tage mit geschlossener Schneedecke, die am 1. April mit 47 cm ihren Höchststand hatte.  
     
    Die immensen Temperaturabweichungen waren aber der Hauptaspekt, der den April 2018 kennzeichnete. Erstmals in der Stationsgeschichte erreichte ein April mit +10,0°C mittlere Temperatur die 10-Grad-Marke. Die   
    bisherige Bestmarke von +9,3°C aus dem April 2011 wurde klar überboten, die +8,9°C vom April 2007 auf Platz   
    3 verdrängt. Der heurige April war in Hintersee um 4,0 Grad zu warm für einen April und um 0,5 Grad leicht zu   
    kühl, wenn man es mit einem Maimittel verglich. Nach der kühlenden Wirkung der Schneedecke, die das erste   
    Drittel nur mit einer Abweichung von +2,0°C bedachte, schossen die Mittelwerte für Dekade 2 und 3 durch die   
    Decke und brachten mit Abweichung von +5,5 und 4,9 Grad und einer Mitteltemperatur von 10,8 bzw. 12,9 Grad   
    neue Dekadenrekorde. Das dritte Drittel hatte dabei fast Sommerniveau.    
     
    Das Sommerniveau bestätigten auch die 4 Sommertage, die es neben nur 2 kalten Tagen und einem Frosttag   
    gab. Am 2. April zeigte das Thermometer mit -0,1°C den Tiefstwert des Monats, während es am 20. April mit   
    +27,5°C den wärmsten Tag des heurigen Aprils und den drittwärmsten Apriltag unserer Messreihe gab.     
    Insgesamt kamen wir viermal unter die 10 wärmsten Apriltage. Am 23. April verzeichneten wir mit +9,1°C den   
    höchsten Tiefstwert, den es bisher an einem Apriltag gab, wobei es heuer 7 Tagesminima unter die 10 höchsten   
    der Niedrigen schafften. Der durchschnittliche Tageshöchstwert lag bei +19,4°C. Die Anzahl der Sommertage   
    war ebenso eine neue Bestmarke, welche bisher bei 3 im April 2012 stand. In allen anderen Aprilmonaten   
    erlebten wir insgesamt nur 3 Tage mit zumindest 25 Grad. Diese Zahlen unterstrichen alle die Außergewöhn-  
    lichkeit der Wärme, die uns dieser April zu Teil werden ließ.     
     
    Das Faschingsjahr, bei dem sich kältere Monate als wärmere verkleideten, fand im April eine Wiederholung und   
    bereits den zweiten Monatstemperaturrekord in vier Monaten. Der nach einige trostlosen Wintern hintereinander   
    verhältnismäßig viele Schnee auf den bergen und im Tal war schnell dahin und die Frühlingsboten rasten nur so   
    daher, um in einer regelrechten Epidemie an Pollen und Blütenstaub zu enden, die den April in Grün-Gelb   
    tauchten.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
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    Mo, 23.04.18 Kräftiges Gewitter nach Sommerwärme  
     
     
    Es passte nicht wirklich zur Jahreszeit, was da Montagabend am Himmel über Hintersee blitzte und donnerte,   
    denn es hatte vielmehr mit Sommer zu tun, als mit dem zweiten Frühlingsmonat. Die Tage davor herrschte ja   
    auch Sommer mitten im April.    
     
     
    Sommerhoch „Norbert“    
     
    Hoch „Norbert“ etablierte sich nach der letzten Wochenmitte von Westeuropa her und legte sich für die folgenden   
    Tage über Mitteleuropa bevor es bis gestern nach Südosten weither gezogen war. Aber während seiner     
    Anwesenheit beförderte es außergewöhnlich warme Luft in den Alpenraum, die dort zu ungewöhnlichen     
    Höhenflügen ansetzte und im Herzen des Aprils eine hochsommerlich anmutende Phase aus dem Hut zauberte.   
    Hinter dem Hoch wartete allerdings bereits ein Tief, das am Montag von Schottland nach Norwegen zog und   
    seine Kaltfront bis zum Montagabend an die Alpennordseite lenkte. Im Vorfeld der Kaltfront, die an sich nicht   
    mehr viel zu bieten hatte, kam es zur ersten markanten Gewitterlage des Jahres in unserer Region.    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Wetterlage am Samstagmorgen    
     
     
    Zweitfrühester Dreißiger    
     
    Der Freitag war der bislang wärmste Tag des Jahres in Österreich. Salzburg/Freisaal erreichte mit genau 30,0°C   
    nicht nur erstmals die 30-Grad-Marke einer österreichischen Station in heurigen Jahr, sondern erzielte damit den   
    zweitfrühesten 30er, der in Österreich bisher je gemessen wurde. Interessanterweise war dies ebenfalls in   
    Salzburg/Freisaal am 17. April 1934 der Fall. Bischofshofen mit 29,7°C und Golling mit 29,0°C waren ebenso   
    nicht weit davon entfernt.     
     
     
    3 Sommertage en suite in Hintersee    
     
    Von Freitag bis Sonntag gab es auch in Hintersee Temperaturen von zumindest 25 Grad und damit drei klimatologische Sommertage, wodurch die Anzahl der Sommertage in einem April in unserer Messreihe um die   
    Hälfte gesteigert wurde. Damit ist selbstredend, dass an unserer Station noch keine derart warme Phase in   
    einem April beobachtet werden konnte.     
     
    Einen neuen Rekord für einen April gab es allerdings nicht. Die 29,6°C vom 28. April 2012 und die 27,6°C vom   
    27. April 2012 belegen nach wie vor die ersten Plätze. Dahinter schob sich der Freitag mit 27,5°C auf den dritten   
    Platz. Der Samstag mit 26,4°C folgte auf Platz 6, der Sonntag mit 25,3°C auf Platz 9, Donnerstag (24,5°C) und   
    Montag (24,6°C) verpassten nur knapp die Top Ten. Dafür gab es am Montag mit 9,1°C die bisher laueste   
    Tiefsttemperatur im April. An diesen Platzierungen ließ sich die Außergewöhnlichkeit der Wärme eindeutig   
    ablesen.    
     
     
    Gewitter wie im Sommer    
     
    Zur Sommerwärme gehörte schlussendlich auch die passende Gewitterlinie, die, wie erwähnt, vor der Kaltfront   
    aus Westen über Salzburg zog. Vor allem die Nordhälfte des Bundeslandes bekam ein markantes Ereignis ab,   
    wobei der heftigste Bereich der Linie mit Starkregen, Hagel und starken Wind über den nördlichen Tennengau   
    bzw. den südlichen Flachgau zog.    
     
    In Hintersee traf das Gewitter kurz nach 20 Uhr ein. Nach etwa 20 Minuten setzte Starkregen ein, der zirka eine   
    viertel Stunde anhielt. Am Himmel gab es eine hohe Blitzaktivität zu beobachten, die im Sekundentakt     
    Entladungen aufleuchten ließ. Dabei gab es 4 Naheinschläge und am Ende 14 l/m² an Niederschlag. Die     
    folgenden nächtlichen Schauer brachten nicht mehr viel Regen.    
     
     
    Einige Feuerwehren im Einsatz    
     
    In Anif, Grödig, Oberalm, Puch und Hallein mussten rund 100 Florianijünger zu Einsätzen ausrücken. Meist um   
    Keller auszupumpen.     
     
    Quellen: wetter.orf.at, salzburg.orf.at, www.zamg.ac.at, www.wetterzentra.ede    
     
    Links: >> Tagestemperaturen >> Gewitterstatistik    
     
     
     
    Di, 03.04.18 Rückblick März: Kühler als der Jänner  
     
     
    + 31 cm Neuschnee    
    + 1,1°C mittlere Temperatur    
    + -15,4°C Tiefstwert    
    + 2 Gewitter    
     
    Obwohl der März heuer ein eher zurückhaltender erster Übergangsmonat war, behielt er sich meist noch eine   
    winterliche Anmut, was in den vergangenen Jahren nicht mehr wirklich der Fall war, da wir uns hier öfter über   
    Wärmerekorde als Winterliches unterhielten. Die Unterhaltung führten wir aber heuer im Jänner und so entstand   
    das Kuriosum der Überschrift.    
     
    Gleich zu Beginn gab der März 2018 allerdings zu verstehen, dass neue Höhenflüge der Temperatur fürs Erste   
    nicht auf dem Programm standen. Hier war vielmehr noch die ausgehende Kältewelle des Februars zugegen, die   
    mit Hochdruck über Skandinavien sibirische Luft herein geführt hatte. Doch in den ersten Märztagen wich der   
    skandinavische Hochdruck atlantischen Tiefdruck, der uns in Abwechslung mit teils leicht föhnigen Vorderseiten   
    und Zwischenhochs auf den Trend der ersten und zweiten Märzdekade einstimmte. Das Zentrum der Tröge   
    variierte zwar zwischen den Britischen Inseln und der Biscaya, auf ihrem Weg nach Osten waren die Fronten   
    aber oftmals nicht mehr sehr mit Niederschlag verbunden. Mit Start in den astronomischen Frühling juckte es den   
    skandinavischen Hochdruck nochmals in den Fingern und es kam erneut ein kalter Hauch aus Nordosten in den   
    Alpenraum. Dazu lieferte Tiefdruck im Mittelmeerraum leichte Schneefälle. Nach ein paar Tagen jedoch zog der   
    Hochdruc kdiesmal nach Westen ab und Trogeinfluss von Russland her machte sich geltend. Zum Ausklang des   
    Monats kam erst der Hochdruck aus Westen wieder zu einem kurzen Gastspiel vorbei, dahinter folgte eine   
    dezente Westlage mit steuernden Tiefdruck bei den Briten, durchziehenden Fronten und kurzen Zwischenhochphasen.   
     
    Da sich aber weder Hoch- noch Tiefdruck wirklich durchsetzen konnten, ergab sich auf jeder Seite eine negative   
    Österreichbilanz. Im trübsten März seit 2009 zeigte sich die Sonne diesmal um 19 Prozent weniger als im Mittel,   
    dabei gab es nur in Oberösterreich ausgeglichene Sonnenstunden. Sonnenreichster Ort war dennoch Sillian in   
    Tirol mit 147 Stunden. Minus 21 % war das Resultat bei Regen und Schnee. Hier zog der Alpenhauptkamm eine   
    markante Grenze durch Österreich. Die Nordseite blieb um ein Viertel bis die Hälfte zu trocken, die Südseite um   
    ein bis drei Viertel zu nass, was der Kärntner Loiblpass mit 132 l/m² als niederschlagsreichster Ort verdeutlichte.   
    Normale Mengen gab es ganz im Osten. Dort war es dafür auch am kältesten im März. Nach Westen zu wurden   
    die Temperaturmittel dagegen ausgeglichen. Bundesweit blieben eine Abweichung von -1,4 Grad und der   
    kühlste März in Österreich seit 2013 und 2006.    
     
    Bei uns in Hintersee schaffte es im heurigen Jahr ein mit einem Mittel von +1,1°C und einer bescheidenen   
    Abweichung von -0,4 Grad durchschnittlicher März kälter zu sein, als der Hochwintermonat Jänner, der mit   
    einem normalen Märzmittel von +1,3°C wie berichtet einen neuen Wärmerekord aufstellte. In den letzten sechs   
    Jahrzehnten fand sich dieser Umstand nur ein einziges Mal. Im Jahr 1988 war der März (-0,5°C) kühler als der   
    Jänner davor (-0,1°C). 1962 waren Beide gleich kalt (-1,8°C), in den restlichen Jahren hielt sich der Jänner   
    immer an die Regel der Frischere zu sein, so wiesen es die Daten der hydrografischen Station in Faistenau aus.   
    Die jüngere Vergangenheit zeigte nur in 2013 (+0,3°C) und 2010 (+0,9°C) kühlere Mittelwerte.    
     
    Diesen Umstand unterstrich auch die Tatsache, dass der März im Vergleich zum Jänner Eistage hervor brachte,   
    nämlich 4 an der Zahl und damit so viele wie seit 2016 (6 Eistage) nicht mehr. Hinzu kamen 21 Frosttage und 24   
    kalte Tage. Die ersten beiden Drittel waren gemittelt durchschnittlich temperiert, die dritte Dekade zu kühl. Die   
    frostigen Tage um den 20. schlugen sich hier durch, wobei es am 30. März mit +13,9°C den wärmsten Wert in   
    dieser Phase gab. Die eisigsten Märztage seit 13 Jahren hingegen ereigneten sich ganz zu beginn und die –  
    15,4°C vom 1. März waren immerhin der drittkälteste Tiefstwert an einem Märztag, die bei unserer Station   
    gemessen wurden.    
     
    Deutlichere Negativabweichungen als bei der Temperatur ergaben sich in den Niederschlagsbilanzen. Der März   
    war mit 102 l/m² dabei eher trocken und brachte gleich viel Niederschlag wie der März vor zwei Jahren bzw. fast   
    exakt soviel wie der Vormonat. Der Niederschlag verteilte sich hierbei auf 12 Regentage (+2 Tage) und 12   
    Schneefalltage (+3 Tage). Der nasseste Tag war mit 16 l/m² der 29. März.    
     
    Am 12. März donnerte um 14:20 Uhr zudem das erste Gewitter des Jahres mit starken Regen über der     
    Gemeinde. Ein Zweites folgte noch am 31. März.    
     
    Anders als im Februar bekam diesmal der Regen von der Niederschlagssumme den größeren Anteil, dennoch   
    blieb der März mit 73 l/m² 49 Prozent unter dem Normal, er landete damit nur im unteren Drittel unter Seines-  
    gleichen. Der regenreichste Tag im Monat war zugleich der o. e. nasseste Tag, der 29. März mit 16 Litern.  
     
    Gruselig war wiederholt die Neuschneemenge, die mit 31 cm um 72 % weniger Schnee vom Himmel fallen ließ   
    als das langjährige Mittel es zeigen würde. Seit 2010 und somit acht Jahren erreichte kein März mehr eine   
    durchschnittliche Neuschneemenge. Die größte Tagesmenge schneite es am 20. März mit nur 7 Zentimetern.   
    Trotzdem behauptete sich die Schneedecke im Tal und blieb den ganzen Monat über geschlossen anwesend mit   
    dem Höchststand von 101 cm jeweils am 1. und 2. März.    
     
    1988 war der März nicht nur kühler, sondern auch schneereicher als der Jänner. Es war sogar mit 395 cm   
    Neuschnee der verschneiteste März, den unsere Gemeinde bis dato sahs. Davon waren wir, nicht nur, heuer,   
    Lichtjahre weg.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
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    Fr, 02.03.18 Eiseskälte im Spätwinter  
     
     
    Pünktlich zum Wechsel vom meteorologischen Winter auf den Frühling hatte uns die kalte Jahreszeit vollends im   
    Griff und die heftigste Kältewelle seit dem Februar 2012 brachte einen eisigen Gruß aus dem Osten.    
     
     
    Am Sonntag öffnete sich die Kälteschleuse    
     
    Die Großwetterlage am vergangenen Wochenende zeigte breiten Hochdruck, der vom Ostatlantik bis zum   
    Nordpolarmeer reichte. Über Skandinaven etablierte sich ein mächtiges Kernhoch. Diese Druckverteilung im   
    Norden des Kontinents blieb die Arbeitswoche über stabil. An der Südseite des Hochs formte sich von     
    Westrussland bis ins Mittelmeer ein Trog aus, in dem mit einer straffen östlichen bis nordöstlichen     
    Höhenströmung sehr kalte kontinentale Luft aus Russland angezapft und nach Westen geführt wurde. Am     
    Sonntag erreichte die Kaltluft schließlich Mitteleuropa und den Alpenraum.    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Großwetterlage zu Sonntagmittag    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Temperaturen in rund 1.500 m Höhe zu Sonntagmittag    
     
     
    Die zu Wochenbeginn weiter vordringende Kaltluft sorgte zudem für die Bildung eines Italientiefs, das bis zum   
    Dienstag hin den Alpenraum mit Feuchtigkeit bediente und es dadurch zu leichten Schneefällen kam, während   
    der Höhepunkt der Kältewelle am Dienstag und am Mittwoch erreicht wurde. Hier sanken die Temperaturen auf   
    den bergen und in den Niederungen am weitesten ab.    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Temperaturen in rund 1.500 m Höhe zu Dienstagmitternacht    
     
     
    Erst am Donnerstag begannen sich die Daumenschrauben des Frostes langsam zu lösen. Ein Tief drang von   
    den Azoren allmählich zur Biscaya vor und die kalte Luft wurde durch drehen der Höhenströmung auf Südwest   
    erst auf den Bergen, am Freitag auch im Tal zurück gedrängt. Die Kältewelle war am 2. März schließlich vorbei.  
     
     
    Kälteste Luftmasse seit 1987    
     
    Außergewöhnlich kalt präsentierten sich die Temperaturen auf den bergen. Die bei dieser Kältewelle herbei   
    geführte Luftmasse war die eisigste seit 31 Jahren. Selbst bei der Kältewelle im Februar 2012 wurden keine so   
    niedrigen Werte auf den Gipfeln gemessen. Schon am Sonntag sanken die Temperaturen am 1.522 m hohen   
    Zwölferhorn bei St. Gilgen auf rund -17 Grad ab, um am Montag und Mittwoch mit -20,9°C noch tiefer zu gehen.   
    Am Dienstag war es mit -20°C leicht „milder“, ab Donnerstag setzte deutliche Erwärmung ein und am Freitag   
    maß die Station bereits wieder -4 grad.     
     
    Der Sonnblick (3.110 m) erlebte am Dienstag mit -31,9°C eine der kältesten Luftmassen in den letzten fünf   
    Jahrzehnten. Nur 1971 (-33,2°C), 1985 (-32,4°C) und 1987 (-32,7°C) war es noch frostiger.    
     
     
    Kälte, Schnee und nochmals Kälte    
     
    Nachdem der Sonntag, der 25.2., schon mit zweistelligen Minusgraden begann und sonnig verlief, ging es am   
    Abend mit den Temperaturen in einer kalten Nacht bergab. Das Tagesminimum gab es vor Mitternacht mit –  
    14,7°C. Bis Montagfrüh wurden ein paar Ziffern getauscht und Hintersee erwachte mit -17,4°C in den 19.     
    kältesten Tag der Stationsgeschichte. Tagsüber war es erst freundlich, später tauchten Wolkenfelder auf. Die   
    Höchsttemperatur kam am 26. Februar nicht über -8,8°C hinaus, dem 8. niedrigsten Höchstwert an einem   
    Februartag.     
     
    Die Nacht auf Dienstag blieb verhältnismäßig mild, dafür gab es durch das o. e. Italientief leichte Schneefälle,   
    welche bei rund -13 Grad selten sind und 4,5 cm Neuschnee brachten. Der 27.2. selbst blieb lange Zeit bedeckt   
    und so war es mit einem Höchstwert von -9,4°C kälter als am Vortag (6. tiefstes Februarmaximum). Niedrigere   
    Tageshöchstwerte kannten wir nur von der Kältewelle 2012 mit Feder führenden -11,1°C am 6. Feber 2012.  
     
    In der Nacht zu Mittwoch klarte es abermals auf und es ging noch weiter in den Keller auf -18,7°C an unserer   
    Wetterstation und rund -20 Grad in Ortszentrum. Zum einen war dies der 6. kälteste Wert in einem Februar, der   
    insgesamt 12. niedrigste an unserer Messstation und zum anderen war es seit 2005 so spät im Winter nicht mehr   
    so kalt.    
     
     
    Top 10 Tiefstwerte in Hintersee    
         
    1 25.01.2000   -21,°C    
      14.12.2001   -21,°C    
      01.03.2005   -21,°C    
    4 01.02.1999   -20,°C    
      26.01.2000   -20,°C    
    6 04.02.2012   -19,9°C    
    7 12.02.2012   -19,7°C    
    8 11.02.2012   -19,4°C    
    9 06.02.2012   -19,2°C    
    10 13.02.2012   -19,1°C    
    weiters          
    12 28.02.2018   -18,7°C    
    19 26.02.2018   -17,4°C    
    20 27.02.2018   -17,1°C    
    42 01.03.2018   -15,4°C    
    137 02.03.2018   -12,1°C    
     
     
    Frostigster Märzstart seit 13 Jahren    
     
    -21 und -16 Grad lauteten die Tiefstwerte am 1. und 2. März 2005. Mit -15,4°C und -12,1°C an denselben Tagen   
    im heurigen Jahr schwächte sich die Kältewelle zwar langsam wieder ab, dennoch war dies der frischeste Start   
    in einen März seit 13 Jahren bei uns in Hintersee. Gleichzeitig handelte es sich um die 3. bzw. 10. kälteste   
    Temperatur für einen Märztag.    
     
     
    Kaltes Salzburg und Österreich    
     
    Die Kältewelle hatte für einige Tage ganz Österreich fest im Griff. Regional wurden zwar einige Bestmarken   
    unterboten, zu neuen Rekordwerten reichte es aber nicht. Bemerkenswert war jedoch, dass das Kälteloch St.   
    Michael im Lungau am 26.2. mit -25,2°C ein neues dortiges Minimum für Februar fabrizierte.    
     
    Ebenso Tiefstwerte unter der Marke von -20 Grad schafften Mariapfarr (-24,2°C am 26.2.), Tamsweg (-23,9°C   
    am 26.2.), Radstadt (-22,5°C am 28.2.), Rauris (-22,0 am 28.2.) und Abtenau (-20,4°C am 28.2.).    
     
     
    Tiefstwerte in Salzburg    
     
    26.2. 28.2. 1.3.    
    Abtenau   -16,2°C -20,4°C -14,2°C    
    Bischofshofen -12,3°C -16,1°C -12,2°C    
    Kolomannsberg -18,8°C -17,6°C -16,3°C    
    Krimml   -13,2°C -19,2°C -13,°C    
    Lofer   -12,5°C -18,8°C -13,8°C    
    Loferer Alm -20,8°C -21,°C -9,6°C    
    Maria Alm   -13,2°C -19,°C -13,3°C    
    Mariapfarr   -24,2°C -22,9°C -18,1°C    
    Mattsee   13,°C -15,5°C -12,8°C    
    Radstadt   -21,5°C -22,5°C      
    Rauris   -18,3°C -22,°C -16,8°C    
    Rudolfshütte -24,3°C -25,°C -17,6°C    
    Salzburg/Fr. -12,2°C -17,6°C -14,1°C    
    Schmittenhöhe -21,7°C -22,6°C -13,°C    
    Sonnblick   -30,7°C -24,7°C -17,4°C    
    St. Johann   -13,2°C -17,°C -13,1°C    
    St. Michael -25,2°C -24,1°C -16,8°C    
    St. Veit   -13,5°C -17,4°C -12,7°C    
    Tamsweg   -23,9°C -22,6°C -17,7°C    
    Zell am See -11,6°C -17,5°C -11,5°C    
     
     
    Tiefstwerte in Österreich    
     
    26.2.   28.2.    
    St. Michael im Lungau −25,2°C   Seefeld   −24,3°C    
    Zeltweg   −24,3°C   St. Michael im Lungau −24,1°C    
    Mariapfarr   −24,2°C   Zeltweg   −23,1°C    
    Tamsweg   −23,9°C   Mariapfarr   −22,9°C    
    Weitensfeld −23,3°C   Radstadt   −22,5°C    
    Ramsau am Dachstein −22,2°C   Ramsau am Dachstein −22,4°C    
    Seckau   −21,8°C   Tamsweg   −22,3°C    
    Weißensee −21,7°C   Tannheim   −22,1°C    
    Radstadt   −21,5°C   Rauris   −22,0°C    
     
    1.3.    
    Klausen-Leopoldsdorf −23,4°C    
    Zeltweg   −21,4°C    
    Puchberg   −20,4°C    
    Lunz   −20,3°C    
    Stift Zwettl   −20,2°C    
    Seckau   −20,1°C    
    Bad Radkersburg −19,9°C    
    Leibnitz   −19,9°C    
    Aspang   −19,7°C    
     
    Quellen: www.wetterzentrale.de, www.zamg.ac.at, wetter.orf.at, www.austrowetter.at    
     
    Links: >> Tagestemperaturen >> Tagesrangliste Temperatur >> Klimatage  
     
     
     
    Do, 01.03.18 Rückblick Februar: Winter mit Gesäeskälte  
     
     
    + 127,5 cm Neuschnee    
    + 17,5 l/m² Regen    
    + -3,6°C mittlere Temperatur    
    + -18,7°C Tiefstwert    
     
    Im Anschluss an den Jännerfrühling normalisierte sich das Wetter wieder in Richtung einem der Jahreszeit   
    entsprechenden Betriebszustand.  Am Monatsende fiel dem Februar noch ein, dass der aktuelle Winter bisher   
    ohne ordentliche Kälte ausgekommen war und er schob sibirische Grüße in den Alpenraum.    
     
    Am Anfang stand aber nach der Abkehr vom Ultramildjänner durchschnittliches Winterwetter, das ein wenig von   
    Italientiefs beschneit wurde, während sich vom Ostatlantik bis Skandinavien Hochdruck hielt. Zur zweiten     
    Dekade ging die Tür zu Tiefs bei Island auf und Frontsysteme im Wechsel mit sachten Zwischenhochs     
    gestalteten diese Phase des Monats. Der Hochdruck verharrte bei der Biscaya und im Nordosten des Kontinents.   
    Mit Anbruch des dritten Drittels verlagerte sich der Tiefdruck mehr in Richtung Skandinavien, bevor die Tore aus   
    Westen durch einen Brückenschlag des Hochdrucks endgültig geschlossen wurden und ab Mitte der letzten   
    Dekade blieben atlantische Fronten außen vor. Tiefeinfluss gab es ab da an nur mehr aus dem Mittelmeerraum,   
    da sich der Hochdruck über Skandinavien an den letzten Febertagen weiter verstärkte und es durch Ausgreifen   
    nach Westrussland zu Zufuhr sibirischer Kaltluft kam.     
     
    So kühlte der Auswurf aus dem kalten Nordosten einen bis dahin in Österreich durchschnittlich temperierten   
    Februar markant ab und mit einer Abweichung von -2,7°C war es der kälteste Feber seit sechs Jahren. Auf den   
    Bergen war der Februar 2018 sogar einer der zwanzig kältesten überhaupt. Mit -31,9°C am 27. Februar wurde   
    am Sonnblick die tiefste Temperatur seit 1987 gemessen. Örtlich gab es in den Niederungen für Februar auch   
    neue Kälterekorde. Die Kälte vermochte aber keine Aufbesserung der Niederschlagsbilanz, die im Februar mit   
    einem bundesweiten Minus von 16 Prozent etwas mager ausfiel. Vor allem entlang der Alpennordseite war es   
    mit Rückgängen zwischen einem und drei Viertel  zu trocken. Ganz im Süden dagegen mit in etwa dem 2,5-  
    fachen feucht. Entsprechend kam der Spitzenreiter mit dem Loiblpass und 194 l/m² auch aus Kärnten. Ein Minus   
    zu verzeichnen gab es auch bei der Sonnenscheindauer, die sich in Österreich um 30 % zu kurz blicken ließ. Am   
    seltensten zeigte sie sich dabei im Süden und Osten, bis zu einem Drittel unter dem Bundesmittel lag die   
    Scheindauer an der Alpennordseite. Sonnenreichster Ort war der Brunnenkogel in Tirol mit 174 Stunden.    
     
    In Hintersee präsentierte sich der heurige Februar mit einer Niederschlagsmenge von 101 l/m² ebenso eher   
    zurückhaltend und war der trockenste seit 2015 (60,5 l/m². Den meisten Tagesniederschlag gab es am 12.   
    Februar mit 20 l/m², welcher in fester Form fiel. Es war einer von insgesamt 18 Schneefalltagen (+7 Tage), wozu   
    sich 3 Regentage (-3 Tage) gesellten.    
     
    Für die Aufzählung der Regentage brauchte es nicht mal eine handvoll Finger. Neben dem 1. und dem 15.   
    Februar regnete es noch am 16. Februar mit 15,5 l/m² die höchste Tagesmenge. In Summe kamen nur 17,5 l/m²   
    zusammen, was mit -75 % einen der regenärmsten Febermonate und den niedrigsten Wert seit 2015 (3,5 l/m²)   
    bedeutete.    
     
    Freundlicher zeigte sich die Bilanz beim Neuschnee. Erstmals seit 5 Jahren gab es wieder einmal eine     
    durchschnittliche Schneemenge in einem Feber, der heuer 127,5 cm brachte und ein zu vernachlässigendes   
    Minus von 1 Prozent aufwies. Letztmals mehr schneite es 2013 (192,5 cm). Den meisten Schnee an einem Tag   
    rieselte es am 12. Februar mit 26 Zentimetern. Auch die Schneedecke erfreute sich an diesem Umstand und   
    erreichte am 13. Februar mit 121 cm ihren Höchststand im Monat, in dem sie an 28 Tagen geschlossen     
    anwesend blieb.    
     
    Am auffälligsten verhielt sich der dritte meteorologische Wintermonat aber bei den Temperaturen. Verlief der   
    Feber im Herzen der Osterhorngruppe während der ersten beiden Monatsdekaden noch hauchdünn zu mild, so   
    riss die schärfste Kältewelle seit 2012 die Monatsmitteltemperatur mit einem eisigen dritten Drittel doch noch   
    deutlich in den Keller. Der Februar 2018 war in Hintersee mit gemittelt -3,6°C um 1,7 Grad zu kalt und damit der   
    kühlste Februar seit sechs Jahren und in unserer Messreihe der viertkälteste gemeinsam mit dem Februar 2006.   
    Die drei Podestinhaber aus 2003, 2005 und 2012 waren aber beiweiten nicht erreichbar. Dennoch waren die   
    diesmaligen Minima sehr beachtlich und mit -18,7°C am 28. Februar war der Tiefstwert im Februar 2018 der   
    immerhin 12. kälteste Tagestiefstwert in der Stationsgeschichte. Die -17,4°C vom 26. Februar folgen auf Platz   
    19. Der Höchstwert fiel mit +4,5°C am 11. Februar bescheiden aus. Es gab neben 26 Frosttagen auch 27   
    Eistage.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
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    So, 04.02.18 Rückblick Jänner: Wärmerekord samt Schnee- und Regengleiche  
     
     
    + 1,3°C mittlere Temperatur    
    + 125,5 l/m² Regen    
    + 125,5 cm Neuschnee    
    + 46 cm Tageshöchstwert    
     
    War es letztes Jahr noch der kälteste Jänner seit 11 Jahren, so bestätigte der Start in das neue Jahr 2018 die   
    Ausnahmeerscheinung des Jänners 2017 mit einem neuen Wärmerekord für den eigentlichen Höhepunkt des   
    Hochwinters.    
     
    Schon zum Jahreswechsel hatte sich die Großwetterlage im ausgehenden Dezember auf eine sehr milde und   
    atlantisch geprägte Wetterlage umgestellt. Tiefdruck bei Island war wetterbestimmend und der Jänner begann   
    feucht mit Niederschlägen. Zur Mitte der ersten Dekade blieben die Fronten aus, der Alpenraum verharrte aber   
    dennoch an der Vorderseite des Tiefdrucks im Nordwesten in einer ungewöhnlich warmen südlichen Luftzufuhr,   
    die durch Föhneffekte für eine trockene Hochdruckphase über Mitteleuropa sorgte. Tiefdruck gab es zudem von   
    der Biscaya bis ins Mittelmeer. Mit Wechsel in die zweite Monatshälfte gewannen die Islandtiefs wieder mehr   
    Einfluss  und beim Schwenk in die dritte Jännerdekade verlagerte sich der steuernde Tiefkomplex kurzzeitig   
    nach Skandinavien, wodurch es bei uns für ein paar Tage winterlich wurde. Doch bald schaffte es der Hochdruck   
    sich von den Azoren bis Skandinavien auszubreiten, um das Wetter zwar weiterhin sehr mild aber trocken zu   
    gestalten.    
     
    Da es im Jänner also nie eine Phase mit kontinentaler Kaltluft aus Osten gab, war der heurige Jänner nach 2007   
    und 1796 mit einer Abweichung von +3,8°C der drittwärmste Jänner in der österreichischen Messgeschichte. Mit   
    Abweichungen von 4-5 Grad über Normal war es in Ober- und Niederösterreich am wärmsten. Der Nordosten   
    und Südkärnten waren im Gegenzug die relativ gesehen trockensten Regionen im Jänner mit einer ausge-  
    glichenen Niederschlagsbilanz. Im Westen war es dagegen zum Teil der nasseste Jänner überhaupt, bundesweit   
    mit einer Abweichung von +70% immerhin der feuchteste seit 1982. Dabei bekamen vor allem die höheren Tal-   
    sowie die Berglagen von Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten um 50 bis 300% mehr Neuschnee ab. Für   
    Schnee in den Niederungen war es oftmals zu warm. Der nasseste Ort war mit 365 l/m² Mittelberg (Vorarlberg).   
    Vom Ländle bis Oberösterreich bzw. Kärnten zeigte sich die Sonne durchschnittlich häufig, während von den   
    Tauern ostwärts bis zu einem Drittel weniger Sonnenschein zu genießen war. Die meisten Sonnenstunden gab   
    es auf der Kanzelhöhe in Kärnten mit 145 Stunden.    
     
    Öfter die Sonne zeigte sich in Hintersee in den niederschlagsfreien Phasen, die der Jänner zustande brachte. So   
    blieb es vom 6. bis zum 13. Jänner 8 Tage am Stück trocken und vom 24. bis zum 29. immerhin noch 6 Tage   
    hintereinander. Dazu gesellten sich 9 Regentage (+2 Tage) und 13 Schneefalltage (+2 Tage), an denen     
    insgesamt 282 l/m² Niederschlag fielen und damit soviel wie seit 2013 (364 l/m²) nicht mehr. Den größten   
    Tagesniederschlag gab es am 19. Jänner mit 54,5 l/m², zusammengesetzt aus 11 Litern Regen und 15,5 cm   
    sehr nassen Schnees.    
     
    Zwei Tage später war der Schnee dann schon trockener und der 21. Jänner brachte mit 46 cm Neuschnee die   
    achtgrößte Neuschneemenge an einem Jännertag und den höchsten Tageswert in diesem Jänner zusammen.   
    Die Monatsschneesumme blieb mit 125,5 cm zwar mit 12 Prozent leicht im Plus, war aber der wenigste Schnee   
    im Jänner seit 2014. Die Schneedecke war an allen Jännertagen präsent und erreichte am 21. und 22. Jänner   
    mit jeweils 115 cm ihren Höchststand.    
     
    Gleich viel wie in Zentimetern Schnee gab es im Jänner in Litern an Regen: Nämlich 125,5 l/m2. Hier fiel das   
    Plus mit 50 % schon deutlicher aus und der Jänner 2018 war einer der regenreicheren seiner Zunft. Zuletzt mehr   
    Regen gab es im Jänner 2013 (294 l/m²). Der verregnetste Tag war der 3. Jänner mit 24 l/m².    
     
    Eine ungemein höhere Abweichung nach oben gab es im Jänner bei den Temperaturen. Hier erlebte Hintersee   
    binnen eines Jahres zwei Extreme. Sah man im Jänner 2017 mit einer mittleren Temperatur von -5,1°C noch den   
    Kellerboden, so war es heuer mit dem Rekordmittel von +1,3°C die Dachterrasse. Der Jänner 2018 löste damit   
    mit einem Plus von 4,2 Grad zum langjährigen Mittel den Jänner 2014 (+0,8°C) als Spitzenreiter nach 4 Jahren   
    schon wieder ab. In der Hinterseer Messreihe (seit 2002) waren dies die einzigen Jännermonate mit einer   
    positiven Mitteltemperatur. Die Daten der hydrografischen Station Faistenau wiesen den Jänner 1983 mit +1,2°C   
    im Mittel noch ähnlich mild aus.     
     
    Erstmals gab es im Jänner auch keinen Eistag (durchschnittlich 14 Eistage) und nur 18 Frosttage (durch-    
    schnittlich  27 Frosttage). Alleine der Jänner 2017 hatte 19 Eistage, der Jänner 2014 zumindest noch zwei.   
    Drittel eins und drei waren extrem warm, die zweite Jännerdekade nur sehr warm. Den höchsten Tageswert   
    erzielten wir mit Föhn am 9. Jänner mit +9,9°C, der Tiefstwert von -6,2°C am 22. Jänner war das wärmste   
    Jännerminimum unserer Messreihe.    
     
    Das Jahr 2018 begann also der Witterung nach mit dem März, den für Jänner passten die Bilanzen am     
    Monatsende eigentlich nur beim Neuschnee. Vor allem aber die Temperaturen schossen wieder durch die Decke   
    und mit einer durchschnittlichen Märztemperatur gab es erneut einen neuen Wärmerekord zu vermelden.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
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    Mo, 15.01.18 Das Wetterjahr 2017 - Die zarte Hitzebremse  
     
     
    Nachdem die Erwärmung in den letzten 3 Jahren den Turbo gezündet hatte, fand das Wetterjahr  2017     
    zumindest teilweise das Bremspedal und drosselte das steile Bergauf am Thermometer. Zwar gab es wieder   
    neue positive Rekorde, vor allem in der eigentlich kalten Jahreszeit, dafür bot das abgelaufene Jahr am Anfang   
    und am Ende winterliches Flair, das den Namen auch wert war. Wir starteten kalt und schneereich, um gleich   
    darauf in den Trott der vergangenen Jahre zurück zu fallen. Nach einem respektablen Wintercomeback ging es   
    in einen eher trockenen und sehr warmen Sommer. Brutale Hitzewellen blieben uns genauso erspart wie richtig   
    schlimme Unwetter. Ein goldener Herbst war nur in Ansätzen erkennbar, dafür blies uns Orkan „Herwart“ früh im   
    Winterhalbjahr um die Ohren. In der Advents- und Weihnachtszeit  herrschte winterliches Wetter mit     
     
    „Das Wetterjahr 2017 – Die zarte Hitzebremse“ bietet eine interessante Reise durch das Wettergeschehen im   
    letzten Jahr, berichtet von markanten Ereignissen im Detail und garniert dies mit vielen Daten und Fakten zum   
    Wetterjahr in Österreich und im Speziellen in der Gemeinde Hintersee. Es ist die alljährlich zusammen fassende   
    Schrift über die Arbeit der Wetterstation Hintersee in der Kleinklimaforschung in deren Flachgauer Heimatort und   
    Wirkungskreis.    
     
    Links: >> Das Wetterjahr 2017 - Die zarte Hitzebremse    
     
     
     
    Di, 02.01.18 Rückblick Dezember: Ein guter Schneebringer  
     
     
    + 208 cm Neuschnee    
    + 103 cm maximale Schneehöhe    
    + 240,5 l/m² Niederschlag    
    + -0,9°C mittlere Temperatur    
     
    Der abschließende Monat des Jahres prolongierte die im November eingeleitete winterliche Phase mit     
    Neuschnee, aber dennoch etwas zu milden Temperaturen.    
     
    Mit Dezemberstart befand sich Mitteleuropa unter permanentem Trogeinfluss, der von Irland oder dem Nordmeer   
    nach Skandinavien ziehenden Tiefs stets regeneriert wurde. Dabei kam durch Fronten immer wieder kalte und   
    feuchte Luft in den Alpenraum, welche zusätzlich die Bildung von Italientiefs förderte. Stabiler und weit nach   
    Norden ausgreifender Hochdruck über dem Ostatlantik hielt diese Wetterlageaufrecht und konnte sich     
    hierzulande aber nur mit kurzen Zwischenhochs bemerkbar machen. Zur Monatsmitte sorgte ein Ostseetief für   
    ordentlichen Neuschnee. Erst zu den Weihnachtsfeiertagen brach diese Situation auf und ein Hoch schob sich   
    aus Westen mit milder Luft herein. Die letzten Tage im Jahr gestalteten Warm- und Kaltfronten von Islandtiefs.  
     
    In Österreich präsentierte sich der Dezember als durchschnittlich, aber sonnig. Dabei bekam der Osten um teils   
    doppelt so viele Sonnenstunden wie üblich ab, von Vorarlberg bis Oberösterreich sah die Bilanz ausgeglichen   
    bis regional zu mager aus. In Summe blieb ein Plus von 15 % stehen, das die Kärntner Kanzelhöhe mit 116   
    Stunden als sonnenreichsten ort auswies. Beim Niederschlag waren der Westen und Südwesten mit teils um drei   
    Viertel mehr Regen und Schnee der nasse Part im Monat, während der Osten um diesen Anteil zu wenig     
    Niederschlag hatte. Am Ende blieb ein bundesweites Plus von 5 %, das wiederum mit dem Loiblpass und 461   
    l/m² einen Kärntner Spitzenreiter zeigte. Die Temperaturen gestalteten sich mit +0,5 Grad Abweichung auch in   
    der normalen Schwankungsbreite, wobei es von West nach Ost immer mildere Werte gab.    
     
    In Hintersee war der Dezember mit einer mittleren Temperatur von -0,9°C um 1,0 Grad zu mild, aber dennoch   
    der frischeste Dezember seit 2012 (-1,6°C). Kälter als im Schnitt war es ohnehin letztmals vor bereits 7 Jahren.   
    Das heurige Mittel ergab sich hierbei aus einem zu kalten ersten Drittel und zwei zu warmen folgenden Dekaden.   
    Wir verzeichneten 7 Eistage und 26 Frosttage. Die tiefste Temperatur zeigte das Thermometer mit -10,7°C am   
    10. Dezember, der wärmste Tag war mit +6,1°C der 27. Dezember.    
     
    Die Niederschlagsbilanz fiel im Dezember mit 240,5 l/m² so nass wie seit fünf Jahren nicht mehr aus. Dabei gab   
    es 6 Regentage (-2 Tage) und 21 Schneefalltage (+10 Tage). Den meisten Niederschlag gab es am 5.     
    Dezember mit 32 l/m² an Nassschnee.    
     
    Der Löwenanteil des Niederschlags war auf der festen Seite mit 208 cm Neuschnee zu finden. Mit +68 %   
    schaffte der Dezember 2017 noch den Sprung in das oberste Drittel unter Seinesgleichen. Wiederum bot der   
    Dezember 2012 zuletzt einen höheren Wert. Schneereichster Tag war der 17. Dezember mit 41 Zentimeter   
    Neuschnee. Die Schneedecke hielt sich wie es sein soll den ganzen Monat über und erreichte am 28. und 29.   
    Dezember mit 103 cm ihre maximale Höhe.    
     
    Wenig tat sich auf der Regenseite. mit 41 l/m² und einem Minus von 47 % war der Dezember hier eher schwach   
    unterwegs. Den meisten Tagesregen gab es zum Schluss mit 12 l/m² am 31. Dezember.    
     
    Das Jahr endete zumindest in Punkto Schnee wie es begonnen hatte und der neue Winter konnte damit den   
    besten Start wie seit sieben Jahren hinlegen. Ob er es fortzusetzen vermag, wird sich weisen.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
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  Mo, 01.01.18 Vernebeltes Feuerwerk  
   
   
  Ein schneearmer oder gar grüner Jahreswechsel war es heuer beiweiten nicht. Mit 83 cm Schnee am     
  Silvesterabend und klaren Wetter feierte die Ladenbachmetropole in das Jahr 2018. Bei angenehmen +0,3 Grad   
  war kurz vor Mitternacht alles bereit für das Feuerwerk, als wenige Minuten vor Jahreswende mit lebhaften   
  Nordwestwind Nebel von Oberasch taleinwärts geblasen und so einem der Blick auf die Raketen richtig vernebelt   
  wurde. Normalerweise bildet sich erst bei Ende der Knallerei die dicke Suppe, diesmal kam sie gleich zu Beginn   
  daher. Gepaart mit dem Licht des Mondes wurden die fotografischen Eindrücke dem entsprechend, seien aber   
  dennoch her gezeigt.    
   
  Links: >> Fotoalbum: 01.01.18 Vernebeltes Feuerwerk    
   
   
   
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