s                        
 
  B E R I C H T E  
   
   
  A K T U E L L E  B E R I C H T E    
     
Home    
Über uns   << Home >> Berichte << >> ältere Berichte    
Berichte    
Galerie    
Interaktiv    
Presse   Fr, 03.11.17 Rückblick Oktober: Warmes Herz, windiger Hintern  
Links    
Kontakt    
Hintersee   + 282 l/m² Regen    
    #NAME?    
WETTER   + 8,4°C mittlere Temperatur    
Niederschlag   + Orkan „Herwart“    
Temperatur    
Prognosen   Der zweite Herbstmonat glich am Anfang noch eher dem September bevor er sein goldenes und warmes Herz   
Warnungen   zeigte und sich am Ende mit einem ordentlichen Luftzug verabschiedete.    
Gewitter    
Winter   Am Anfang stand im abgelaufenen Monat die beginnende Saison der Sturmtiefs, die vom Ostatlantik her sich   
Besonderes   über die Britischen Inseln nach Skandinavien auf den Weg machten, um auch den Alpenraum mit ihren Fronten   
    ein wenig zu kitzeln.  Der Wettercharakter der ersten Monatsdekade gestaltete sich daher recht wechselhaft mit   
Rekorde   einer raschen Abfolge von Störungen und kurzen Zwischenhochs. Die erwähnten Tiefs waren dabei mitunter   
Webcam   Überbleibsel amerikanischer Hurrikans, die es über den großen Teich nach Europa verschlagen hatte. Zum   
Freunde   ersten Dekadenwechsel probierte der Hochdruck sich langsam Gehör zu verschaffen und das zweite Oktober-  
  drittel stand dann fast gänzlich unter stabilen Wetter, welches von einem sich gemütlich aus Westeuropa nach   
    Osten wandernden Hoch geprägt wurde. Mit dem Schwenk auf die dritte Dekade meldete sich der Atlantik wieder   
    mit etlichen teils kräftigen Tiefentwicklungen zu Wort, die von den Briten und den Skandinaviern her ihre Fronten   
    an die Alpen lenkten. Den Abschluss machte das Orkantief „Herwart“, das die Osthälfte Österreichs voll traf und   
    zahlreiche Schäden hinterließ. Dahinter klang der Oktober frisch aber ruhig aus.    
     
    Die Alpenrepublik erlebte mit einer positiven Abweichung von 1,4 Grad einen der 25 wärmsten Oktobermonate.   
    Für die Wärme sorgte auch die Sonne, die sich bundesweit um 15 % länger zeigte als im Schnitt. Dabei erwisch-  
    te der Süden mit bis zu drei Viertel mehr Sonnenschein die Schokoladenseite. An der Alpennordseite war die   
    Bilanz ausgeglichen, nur das Mühlviertel wollte da nicht mittun und verblieb sonnenärmer. Die meisten Sonnen-  
    stunden gab es auf der Villacher Alpe in Kärnten mit 241 Stunden. Die Niederschlagsbilanz fiel in Österreich   
    diesmal im Normalbereich aus, wobei sich die Regionen deutlich unterschieden. Während im Süden des Landes   
    50 bis 90 Prozent fehlten, regnete es nördlich des Alpenhauptkamms teilweise um das doppelte mehr als üblich.   
    Nassester Ort war Schoppernau in Vorarlberg mit 273 l/m².    
     
    In Hintersee übertrafen wir diese Menge sogar ein wenig und mit einer Regenmenge von 282 l/m² war es nach   
    1997 (334 l/m²) mit einem Plus von 81 % der zweitnasseste Oktober in unserer Gemeinde seit Messungsbeginn.   
    Der meiste Regen an einem Tag fiel dabei am 9. Oktober mit 41 l/m². Insgesamt verteilte sich die Niederschlags-  
    summe, die nur aus Regen bestand, da es heuer keinen Schnee noch gab, auf 17 Regentage, um 4 mehr als im   
    Schnitt. Trotzdem schaffte es der Oktober vom 12. bis zum 20. Oktober eine 9-tägige Phase ohne Niederschlag   
    hinzubekommen.    
     
    Wie erwähnt blieb der erste Schnee im Tal wie zuletzt 2015 diesmal aus. Durchschnittlich schneit es im Oktober   
    an zwei Tagen, die gemittelte Neuschneemenge liegt hierbei bei 9 Zentimetern.    
     
    Mit Ach und Krach schafften wir am 31. Oktober mit -0,8°C noch den ersten Frosttag im Winterhalbjahr, was   
    zugleich den Tiefstwert im Oktober darstellte. Dazu gesellten sich noch 9 kalte Tage. Nicht darunter fiel der 16.   
    Oktober, der mit +19,8°C der wärmste Tag im Monat war. Die zweite Dekade brachte generell einen massiven   
    Wärmeüberschuss, selbst die Dritte war trotz Sturm zu warm, nur das erste Drittel einen Hauch zu frisch.     
    Gemittelt ergab sich eine Temperatur von 8,4°C mit einer positiven Abweichung von 1,5 Grad. Es war der   
    viertwärmste Oktober seit Messungsbeginn und der mildeste seit drei Jahren.    
     
    Der Oktober war somit ein recht nasser und zu milder Herbstmonat, der zum Abschluss der Wandersaison   
    nochmal passendes Wetter brachte, das der September noch vermissen ließ. Am Ende gab es mit Orkan   
    „Herwart“ als Verabschiedung ein markantes Windereignis.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Monatsvergleich Regen >> Monatsrangliste Temperatur  
    >> Tagesrangliste Niederschlag >> Wintervergleich Neuschnee >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Monatsrangliste Niederschlag >> Tagestemperaturen >> Winterstatistik  
     
     
         
    So, 29.10.17 Orkan Herwart stürmt über Salzburg  
     
     
    insbesondere die Osthälfte Österreichs traf und für zahlreiche Schäden sorgte. Die Auswirkungen des heftigen   
    Sturms bekam auch Salzburg zu spüren.    
     
     
    Herwart kam schnell und ging schnell    
     
    Am gestrigen Samstag zeigte die Großwetterlage über Europa eine stabile Hochdruckbrücke, die sich von der   
    Iberischen Halbinsel bis nach Grönland erstreckte und dabei im Begriff war, sich nach Westeuropa und die   
    Britischen Inseln weiter auszubauen. Als Gegenpol fungierte ein von Skandinavien über das östliche     
    Mitteleuropa bis nach Griechenland gestreckter Trog, in dem nun ein vom Nordmeer her sich Norwegen     
    annäherndes Tief ins Spiel kam, an dessen Vorderflanke sich ein Randtief über der nördlichen Ostsee bildete.   
    Aus diesem zweiten Tief, welches auf den Namen „Herwart“ getauft wurde, entwickelte sich am Samstagabend   
    unser Orkantief. In der Nacht zu Sonntag verlagerte es sich unter Intensivierung rasch nach Polen. Dadurch   
    verschärften sich die Luftdruckgegensätze zum von Hochdruck beeinflussten Westeuropa, was eine Ankurbel-  
    ung des Windes zur Folge hatte. Bis zum Abend verlagerte sich Herwart bereits zur Ukraine, wodurch sein   
    Einfluss auf den Alpenraum schon wieder nachließ. Derweil wanderte das Ausgangstief zum Baltikum.     
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Großwetterlage am Sonntagmorgen    
     
     
    Höhepunkt am Sonntagvormittag    
     
    In der Nacht zu Sonntag hatte als erster Gruß bereits die Warmfront den Alpenraum erreicht und brachte etwas   
    Regen und einen verhältnismäßig milden Morgen. Mit Herannahen des Starkwindfeldes im so genannten     
    Warmsektor des Tiefs stiegen nicht nur die Temperaturen auf bis zu 16,5°C am Salzburger Flughafen und   
    immerhin 11,2°C in Hintersee, sondern der Wind legte im Laufe des Vormittags stetig zu. Kurz vor und mit dem   
    Eintreffen der Kaltfront war am späten Vormittag im Norden Salzburgs das Maximum des Sturms erreicht und   
    überschritten, sodass die Windböen ab etwa 13 Uhr wieder nachließen und sich das Geschehen auf die     
    Gebirgsgaue verlagerte. Der Durchgang der Kaltfront an sich hatte bis auf kräftigere Regenschauer in Salzburg   
    nichts mehr anderes an Spektakel zu bieten, befand sich unser Bundesland hier schon ein wenig abseits der   
    Hauptstoßrichtung, welche vor allem den Norden und Osten Österreichs tangierte. Bis zum späten Nachmittag   
    verließ die Kaltfront dann die Alpenrepublik nach Süden zum Balkan hin und aus Norden floss kalte Luft nach,   
    die für allmähliche Wetterberuhigung verantwortlich war.    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Die Kaltfront steht am Vormittag vor der Tür    
     
    154 km/h am Gaisberg, 111 km/h in Abtenau    
     
    Am stärksten tobte sich Herwart in Salzburg auf den Bergen aus. Am Gaisberg wurde dabei der Spitzenwert von   
    154 km/h registriert, aber auch auf der Rudolfshütte mit 139 km/h, der Schmittenhöhe mit 137 km/h, dem     
    Kolomannsberg mit 129 km/h, der Loferer Alm mit 126 km/h und dem Sonnblick mit 124 km/h gab es Orkanböen.   
     
    Im Tal könnten diese an exponierten Stellen ebenso aufgetreten sein, jedoch an keiner der Messstationen im   
    Bundesland. Orkanartige Böen ereigneten sich in Abtenau mit 111 km/h und Golling mit 110 km/h. Dahinter   
    folgten Mattsee und Obertauern mit schweren Sturmböen von 96 km/h sowie der Salzburger Flughafen mit 95   
    km/h.    
     
     
    179 Sachen am Feuerkogel, 140 in Enns    
     
    Bundesweit wurde die schnellste Windbö mit 179 km/h am Feuerkogel in Oberösterreich gemessen. Die weiteren   
    Stockerlplätze belegten die Berge Niederösterreichs mit dem Sonnwendstein und dem Jauerling mit 173 bzw.   
    151 km/h.     
     
    Brutal muteten die Windgeschwindigkeiten in den Niederungen des Ostens an. Hier wird der Wind durch die   
    ablenkende Wirkung der Alpen, sprich das Gebläse aus Nordwest muss nach Osten ausweichen, nochmals   
    beschleunigt. Demnach kam Enns in Oberösterreich zu der Ehre, mit 140 km/h die höchste Windspitze erlebt zu   
    haben. Knapp folgend war dies Irdning mit 137 km/h und Mariazell (beide Steiermark) mit 132 km/h vergönnt.   
     
     
    Höchste Windgeschwindigkeiten in Österreich und Salzburg    
     
    Feuerkogel 179 km/h   Ischgl   120 km/h    
    Sonnwendstein 173 km/h   Brunnenkogel 120 km/h    
    Jauerling   151 km/h   Wien/Hohe Warte 118 km/h    
    Buchberg   147 km/h        
    Leiser Berge 144 km/h   weitere Werte aus Salzburg    
    Enns   140 km/h   Abtenau   111 km/h    
    Rudolfshütte 139 km/h   Golling   110 km/h    
    Irdning/Gumpenstein 138 km/h   Mattsee   96 km/h    
    Schmittenhöhe 137 km/h   Obertauern 96 km/h    
    Mariazell   132 km/h   Salzburg/Flughafen 95 km/h    
    Kolomannsberg 129 km/h   Maria Alm   86 km/h    
    Wien/Jubiläumswarte 127 km/h   Rarusi   76 km/h    
    Kremsmünster 126 km/h   Zell am See 72 km/h    
    Schwechat 126 km/h   Lofer   68 km/h    
    Loferer Alm 126 km/h   Salzburg/Freisaal 68 km/h    
    Hirschenkogel 125 km/h   Radstadt   61 km/h    
    Vöcklabruck 124 km/h   St. Michael 61 km/h    
    Sonnblick   124 km/h   Bischofshofen 58 km/h    
    Waizenkirchen 124 km/h   St. Veit   58 km/h    
    Innsbruck   124 km/h   Tamsweg   54 km/h    
    Haag   123 km/h   Mariapfarr   50 km/h    
    Lilienfeld   123 km/h   St. Johann   50 km/h    
    Rax   122 km/h   Krimml   36 km/h    
     
     
    Hintersee kam gut weg, viele Schäden in Salzburg    
     
    Abgesehen von einigen umgestürzten Bäumen und ein paar Minuten Stromausfall blieb Hintersee von gröberen   
    Schäden verschont und das Ereignis hielt sich weitestgehend an den prognostizierten Ablauf. Viele umgeworfe-  
    ne Bäume waren auch im Bundesland Salzburg das größte Problem, da dadurch Straßen zum Teil gesperrt   
    werden mussten und Stromleitungen gekappt wurden. Beschädigte Dächer, umgewehte Bauzäune und sonstige   
    erwartbare Sturmfolgen ließen 1.640 Einsatzkräfte von 68 Feuerwehren zu 408 Einsätzen ausrücken. Insgesamt   
    waren in Salzburg 67 der 119 Gemeinden betroffen, Ausnahme blieb der Lungau. Die meisten Ausrückungen   
    gab es dabei im Flach- und Tennengau sowie der Stadt Salzburg. Der Tennengau war dazu großflächig von   
    Stromausfällen betroffen, Flachgauer Gemeinden gesellten sich hinzu und in Summe waren es rund 3.000   
    Haushalte. Zu Behinderungen kam es ebenfalls im Flugverkehr.    
     
     
    90.000 Mal Licht aus    
     
    In so vielen Haushalten ging Aufgrund des Orkans im gesamten Bundesgebiet das Licht aus. Hauptbetroffen   
    waren hierbei Ober- und Niederösterreich. Die bereits aus Salzburg bekannten Schadensmuster brachten der   
    Osthälfte des Landes ebenso zahlreiche Straßensperren und Ausfälle im Bahnverkehr. In ganz Österreich   
    rückten rund 10.000 Florianijünger zu etwa 3.000 Einsätzen aus. Vom Wind fast in Ruhe gelassen wurden der   
    Westen und Süden des Landes.     
     
     
    In Nachbarländern ähnliches Bild    
     
    Der Norden und Osten Deutschlands, Polen und Tschechien lagen in der Verwüstungsschneise von Orkan   
    „Herwart“. Neben den beschriebenen Schäden waren hier hunderttausende Haushalte ohne Energieversorgung,   
    Berlin befand sich im Ausnahmezustand und Hamburg ereilte eine Sturmflut mit Überschwemmungen. In diesen   
    Ländern forderte „Herwart“ auch 4 Todesopfer.    
     
    Quellen: www.wetterzentrale.de, www.orf.at, www.zamg.ac.at, www.austrowetter.at, www.paragleiter.com,     
    www.salzburg24.at     
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Tagestemperaturen    
     
     
         
    So, 01.10.17 Rückblick September: Kühlster Herbstauftakt seit 10 Jahren  
     
     
    + 242 l/m² Regen    
    + 53,5 l/m² höchster Tagesniederschlag    
    + 9,4°C mittlere Temperatur    
    + 20,1°C höchste Tagestemperatur    
     
    Der September 2017 wollte von einem Superspätsommer folgend auf einen Supersommer herzlich wenig wissen   
    und legte sich heuer womöglich selbst ein Korrektiv zum letzten Jahr auf. Nachdem Wärmerekord 2016 folgte   
    der kühlste Herbstauftakt seit 2007.    
     
    Die Großwetterlage war von Beginn an von atlantischen Trögen geprägt, die, gesteuert von zentralen Tiefs bei   
    den Britischen Inseln, über Mitteleuropa nach Osten zogen. Dabei indizierten die nach Süden vorstoßenden   
    kühlen Luftmassen über dem Mittelmeer ebenso Tiefs, die wiederum feuchte Luft in den Alpenraum führten. Bis   
    zur Monatsmitte konnten kurze Zwischenhochs immer wieder für Pausen sorgen bzw. waren die Italientiefs an   
    der Alpennordseite nur bedingt erfolgreich. Mit Start der zweiten Monatshälfte krallte sich ein Trog ausgehen   
    dvon einem Tiefkomplex über Skandinavien und mehreren Höhentiefs über Mittel- und Südmitteleuropa fest,   
    sodass es mit Kälte aus Norden und Nässe aus Süden den ersten Wintergruß auf den Bergen und eine damit   
    verbundene recht kühle Phase gab. Die Höhentiefs lockerten mit der dritten Dekade ihre Daumenschrauben und   
    langsam setzte sich Hochdruck durch, welcher in Form zweier kräftiger Hochs über Skandinavien und der   
    Iberischen Halbinsel anzutreffen war. Die letzte Septemberwoche verlief dadurch meist freundlich und recht mild   
    bis warm.    
     
    In Österreich war der neunte Monat des Jahres mit -1,5°C Abweichung zum Normal der kühlste September seit   
    zehn Jahren. Auf den Bergen war es seit 2001 nicht mehr so frisch. Die markantesten Rückgänge gab es im   
    Westen, ausgeglichen war es im Nordosten. Der Nordosten des Landes blieb dafür beim Niederschlag hinten an,   
    während es im restlichen Österreich deutlich feuchter war. Im Westen und im Südosten um 30-80% und im   
    Süden um rund 100 %. Hier lag mit 427 l/m² am Kärntner Loiblpass auch der nasseste Ort Österreichs.     
    Bundesweit gemittelt regnete es um 35 Prozent mehr als üblich. Für die Sonnenanbeter war es der härteste   
    September seit 2001. Die Sonne zeigte sich heuer um rund 30% weniger. Am wenigsten in der Mitte Österreichs   
    von Tirol bis Oberösterreich. Der sonnigste Ort lag mit 160 Stunden in Rohrspitz am Bodensee ganz im Westen.  
     
    Im Herz der Osterhorngruppe war der September mit einer Regenmenge von 242 l/m² und einer Abweichung von   
    +7 Prozent ein durchschnittlich nasser, regnete es doch zuletzt vor 3 Jahren mehr. Die höchste Tagesmenge fiel   
    am 3. September mit 53,5 l/m² vom Himmel. Dafür blieb es zwischen dem 26. und 30. September 5 Tage lang   
    durchgehend trocken. Abseits davon verteilte sich der Niederschlag auf 18 Regentage, um 4 mehr als üblich und   
    um 12 mehr als im letzten Jahr.    
     
    Im Vorjahr erzielten wir auch mit 13,7°C die höchste Mitteltemperatur für einen September. Da setzte der     
    Heurige eine Korrektur an und blieb mit einem Mittel von 9,4°C um 1,6 Grad zu kühl. Nach ganz vorne fanden wir   
    uns also fast ganz hinten wieder. Es war gleich temperiert wie 2002 und der kälteste September seit 2007. Die   
    rote Laterne in dieser Wertung gebührt nach wie vor dem September 2001. Hier gab es zuletzt eine kühlere   
    Tageshöchsttemperatur in einem September als heuer. Das Maximum erreichten wir mit 20,1°C am 9.     
    September, das Minimum gab es am 18. September mit 3,2°C. Dazu kamen an sechs Tagen die Temperaturen   
    nicht über 10 Grad hinaus (kalte Tage). In einzelnen Abschnitten betrachtet setzte sich der erste Herbstmonat   
    des Jahres aus einem markant zu kalten, einem deutlich zu kalten und einem ausgeglichenen Drittel zusammen.   
     
    Gewitter gab es keine mehr, dafür schneite es am 20. September bis gegen 1.200 m herab.    
     
    Nun verbleibt dem Jahr 2017 noch ein Viertel und blickt man auf die Mitteltemperatur bis inklusive September so   
    könnte es erstmals nach drei Turboerwärmungsjahren eine kleine Drosselung der Geschwindigkeit geben.   
    Voraussetzung wäre aber, dass vor allem November und Dezember ihre Hitzewallungen heuer kontrollieren   
    müssten.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Monatsvergleich Regen >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Tagesrangliste Niederschlag >> Tagestemperaturen >> Winterstatistik  
    >> Monatsrangliste Niederschlag >> Monatsrangliste Temperatur    
     
     
         
    Mo, 04.09.17 Rückblick August: Sommerkrone und Gewitterrekord  
     
     
    + 188,5 l/m² Regen    
    + 16,1°C mittlere Temperatur    
    + 30,2°C höchste Temperatur    
    + 27 Gewitter    
     
    Der August setzte dem Sommer 2017 mit einem Übermaß an Sonne und Wärme die Krone auf und verhalf ihm   
    zur Bronzemedaille in der Bestenliste. Dazu gab es einen neuen Monatsrekord an Gewitterzellen in Hintersee.  
     
    Gestartet war der heurige August gleich mit den heißesten Tagen des Jahres, die mittels Hochdruckeinfluss über   
    Mitteleuropa und Subtropikluft aus Afrika fabriziert wurden. Doch schon in der Mitte der ersten Dekade schwang   
    sich die für den Rest des Monats dominierende Wetterlage wieder ein. Ein ostatlantischer Trog mit Zentrum über   
    den Britischen Inseln sorgte für die Zufuhr von sehr warmer, feuchter und damit labiler Luft, welche von den dem   
    Trog vorlaufenden Störungen zum Brodeln gebracht wurde. Der Trog folgte zum ersten Dekadenwechsel ehe   
    sich das Spiel in der zweiten Dekade ähnlich wiederholte. Rund um den Wechsel zum dritten Drittel konnte ein   
    Trog erstmals mit kühlerer Luft aus NW vorstoßen, doch die Wärme kam an der neuerlichen Vorderseite eines   
    weiteren Trogs bald zurück. Tiefdruckeinfluss aus Nordwesten schaffte es nach dem letzten Wochenende dann   
    wieder nur mehr zaghaft in den Alpenraum und so verlief der Monatsausklang abermals sehr warm und     
    sommerlich.    
     
    In Österreich war es mit einer Abweichung von +1,9°C der fünftwärmste August seit Messungsbeginn 1767. Nur   
    1807, 1992, 2003 und 2015 war es noch wärmer. Die größten Abweichungen zeigten sich dabei im Osten und   
    Südosten des Landes. Der Osten, Nordosten und Vorarlberg mussten dafür beim Niederschlag Einbußen bis 50   
    % hinnehmen. Entlang des Alpenhauptkamms gab es dagegen um bis zu 50 % mehr Regen, punktuell waren die   
    Mengen durch Gewitter noch höher. So zum Beispiel in Obertauern, das mit 300 l/m² der nasseste Ort in     
    Österreich war. Bundesweit fiel um 60 Prozent mehr Niederschlag als normal. Die Sonne schien um rund 20 %   
    länger als im Schnitt und das ausgewogen verteilt. Bad Radkersburg in der Steiermark war mit 301 Stunden der   
    sonnenreichste Platz.    
     
    Bei uns in Hintersee zog der Bundestrend beim Regen nicht ganz und mit 188,5 l/m² fiel hier um 22 % weniger   
    Niederschlag als im langjährigen Schnitt. Obwohl es zwar erst vor zwei Jahren mit 129,5 l/m² trockener war,   
    hinkte der August 2017 mit einem Platz im unteren Drittel hinterher. Dennoch gab es mit 20 um 4 Regentage   
    mehr. Der nasseste Tag war der 6. August mit 53 l/m².    
     
    Als Regentag gilt aber auch ein sonniger Tag, der mit einem Gewitter endet. Gewittertage verzeichneten wir im   
    abgelaufenen Monat 13, an denen die Rekordzahl von 27 Gewitterzellen beobachtet wurde. Der bisherige   
    Rekord aus dem mai 2009 (21 Zellen) konnte somit klar übertroffen werden. Schwere Unwetter waren zum Glück   
    keine dabei, das ausdauernste ging um 7 Uhr früh für rund 1 ½ Stunden mit Starkregen am 11. August nieder.   
    An diesem Tag so wie am 6. August donnerten gleich 4 Gewitterzellen über dem Gemeindegebiet. Wobei die   
    Zellen am 11. August von Italien und Slowenien kommend einen weiten Weg hatten und direkt aus Süden   
    aufzogen, was für unsere Gegend eher untypisch war. Beeindruckend waren ebenso die Abendgewitter am 24.   
    und 26. August, die mit hoher Blitzaktivität ein Spektakel am Himmel boten.    
     
    Den gewohnten Ausschlag nach oben machten die Temperaturen. Mit einem Temperaturmittel von +16,1°C war   
    der August mit einer Abweichung von plus 1,4 Grad der drittwärmste in unserer Gemeinde hinter dem August   
    2003 (17,9°C) und 2015 (17,0°C). Insgesamt war es der neuntwärmste Monat seit Messungsbeginn 2002. Die   
    höchste Temperatur wurde am 1. August mit 30,2°C gemessen. Dies war der bisherige Jahreshöchstwert, der   
    dies sehr wahrscheinlich auch bleiben wird. Den Tiefstwert gab es am 22. August mit 7,1 Grad. Die Wärme   
    verteilte sich auf 17 Sommertage und 1 Hitzetag sowie auf ein sehr warmes erstes Monatsdrittel, ein     
    ausgeglichenes zweites und ein wiederum zu mildes drittes.    
     
    Mit dem August war damit auch der meteorologische Sommer 2017 vorbei und er ging als der drittwärmste in der   
    250-jährigen Messgeschichte in Österreichs Historie ein. Mit einer positiven Abweichung zum Mittel 1981-2010   
    von 2,0 Grad musste er sich nur dem Sommer 2003 (+2,9) und Sommer 2015 (2,4) geschlagen geben. Unter   
    den Top 15 folgen schließlich noch 8 weitere Sommer seit dem Jahr 2000. Ein eindeutiges Zeichen für die rapid   
    voranschreitende Klimaerwärmung im Alpenraum. Die höchste Tagestemperatur wurde am 3. August mit 38,9°C   
    in der Wiener Innenstadt gemessen. In ganz Österreich gab es rund doppelt so viele Hitzetage mit über 30 Grad   
    als im Durchschnitt.    
     
    Bundesweit regnete es nur um 2 Prozent mehr als normal. Von Vorarlberg bis zur Steiermark und Kärnten war   
    es bis um die Hälfte mehr, im Osten teils um die Hälfte des Erwartbaren weniger. Nassester Ort war die     
    Rudolfshütte mit 900 l/m² an Niederschlag.    
     
    Die Sonne schien in Österreich um 18 % häufiger. Der Westen und Südwesten zeigten ausgeglichene Werte,   
    abseits davon waren es um bis zu 40 % mehr. Am meisten Sonne bekam Andau im Burgenland mit 925     
    Stunden.    
     
    Bei einem Unwetter am 30. Juli wurde in Innsbruck mit 165 km/h eine der heftigsten Windböen gemessen, die es   
    in Österreich bisher in den Tallagen gab.    
     
    Der Salzburger Sommer brachte neben 14 % mehr Regen und 13 % mehr Sonne auch ein um 1,9 Grad zu   
    hohes Temperaturmittel. Der höchste Wert wurde mit 37,0°C am 1. August in Salzburg/Freisaal erzielt, mit 725   
    Sonnenstunden war es in Mattsee am sonnigsten.    
     
    In Hintersee schaffte der Sommer 2017 mit einer Regenmenge von 709 l/m² und einer marginalen Abweichung   
    von -0,4 Prozent eine Punktlandung. 2016 war es mit 777,5 l/m² feuchter, 2015 mit 506,5 l/m² um Vieles     
    trockener. Der Regen verteilte sich auf 58 Regentage (+3 Tage). Juni und August brachten ein Minus hervor, der   
    Juli ein Plus.    
     
    Bei den Temperaturen ermittelte sich aus einem zu warmen Juni und August und einem ausgeglichenen Juli der   
    drittwärmste Sommer unserer Messreihe von einem Mittel von +15,6°C und einer Abweichung von +0,9 Grad.   
    Wärmer war es nur 2003 (17,3°C) und 2015 (16,3°C).    
     
    Statt einem Schlusswort ergeht hier nur mehr ein Glückwunsch an Alle, die nach dieser Datenflut bis hier her   
    durchgehalten haben (und der Autor wollte auch nicht mehr lange sich eines überlegen).    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Sommervergleich Regen >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Monatsrangliste Niederschlag >> Tagestemperaturen >> Sommervergleich Temp.  
    >> Monatsvergleich Regen >> Monatsrangliste Temperatur >> Gewitterstatistik  
     
     
         
    So, 06.08.17 Rückblick Juli: Viel Regen durch Gewitter  
     
     
    + 364,5 l/m² Regen    
    + 15,2°C mittlere Temperatur    
    + 16 Gewitter    
     
    Im Juli 2017 setzte sich der Sommer recht warm und abwechslungsreich fort. Neben zwei Wärmebergen und   
    Frischlufteinschüben waren die zahlreichen Gewitter eine auffällige Größe.    
     
    Der Juli begann mit einem aus Westen durchziehenden, von Westrussland bis zur Iberischen Halbinsel lang   
    gestreckten, Tiefdruckkomplex, dem bald Hochdruck folgte. Bereits in der ersten Dekade zeichnete sich dann die   
    charakteristische Wettersituation für diesen Monat ab. An der Vorderseite eines sich nur sehr langsam nach   
    Osten verlagernden Troges über dem Ostatlantik mit Zentraltief über den britischen Inseln wurde rund um die   
    Dekadenwende erstmals in diesem Juli sehr warme Luft aus Südwest herangeführt. Tiefdruckausläufer störten   
    allerdings schon bald die Hochdruckruhe über Mitteleuropa und in der feucht-warmen Luftmasse kam es zu teils   
    heftigen Gewittern. Zur Monatsmitte sorgte ein Trogvorstoß mit Kerntief über Skandinavien für eine kurze     
    Abkühlung, ehe sich die zuvor beschriebene Wetterlage rasch wieder aufbaute und für eine weitere sehr warme   
    Phase mit den selben Erscheinungen bis zur Mitte der dritten Dekade sorgte. In der letzten Juliwoche schwenkte   
    der Trog, der vorher eben das Hochsommerwetter brachte, langsam nach Osten hinweg, wobei sich Tiefkerne   
    über dem nördlichen Mitteleuropa und Oberitalien zeigten, die für eine kurze Phase der Abkühlung samt Nieder-  
    schlag verantwortlich waren, welche unter zunehmenen Hochdruckeinfluss zum Monatsende bereits einer     
    beginnenden Hitzewelle allmählich Platz machen musste.    
     
    In Österreich war der heurige Juli mit einer Abweichung von +1,0 Grad bei der mittleren Temperatur einer der 20   
    wärmsten der Messgeschichte. Am wärmsten war es dabei im Osten des Landes, ausgeglichen waren die Werte   
    im Westen. Hier in Tirol schien auch die Sonne mit einem Minus von 20 Prozent am wenigsten, dafür zeigte sie   
    sich im Süden mit bis zu +30 %am häufigsten und machte Bad Radkersburg in der Steiermark mit 317 Stunden   
    zum sonnenreichsten Ort in Österreich. Die Niederschlagsverteilung lag gemittelt über das Bundesgebiet um 14   
    % höher als im langjährigen Schnitt. Bis zu drei Viertel mehr Regen gab es von Vorarlberg entlang der Alpen bis   
    nach Niederösterreich. Um den gleichen Wert weniger im Südosten. Regenreichste Station war die Rudolfshütte   
    mit 444 l/m².    
     
    In Hintersee war es mit einer Regenmenge von 364,5 l/m² und einem Plus von 40 % der nasseste Juli seit zwölf   
    Jahren und generell seit Mai 2014 der niederschlagreichste Monat. Unter den Julimonaten landete der heurige   
    Juli auf Platz 4, insgesamt ergab dies den 15. Platz. Der Regen verteilte sich dabei auf 21 Regentage (+2 Tage),   
    der höchste Tagesniederschlag summierte sich am 26. Juli mit 68 l/m².    
     
    Der Großteil des Regens kam im Juli aber nicht durch normale Fronten zustande, sondern aufgrund der vielen   
    Regenschauer und Gewitter, die an 12 verschiedenen Gewittertagen in Summe 16 Gewitterzellen über dem   
    Gemeindegebiet beobachten ließen. Darunter waren auch 2 Zellen, die Hagel mit sich brachten. Der gewitter-  
    trächtigste Tag war hierbei der 20. Juli, als ab 16:45 Uhr ein Unwetter mit 10-minütigen Wolkenbruch, lebhaften   
    Wind und kleinkörnigen Hagel niederging, das in kurzer Zeit 25 l/m² an Niederschlag brachte. Drei weitere   
    Gewitter folgten an diesem Abend. Ein Unwetter mit 20 Minuten andauernden Wolkenbruch und 30 Litern an   
    Regen samt lebhaften Wind und einigen Naheinschlägen ergoss sich am 9. Juli. Das zweite Hagelgewitter zog   
    mit Starkregen am 12. Juli über Hintersee.    
     
    Bei den Temperaturen rutschte der Juli mit einem Monatsmittel von 15,2°C im Vergleich zum langjährigen   
    Schnitt um 0,2 Grad ins Minus. Die kühleren Phasen, die die beiden letzten Monatsdrittel leicht zu kühl ausfallen   
    ließen, waren dafür verantwortlich. Die erste Dekade war etwas zu warm. Der Juli 2017 platzierte sich damit im   
    Mittelfeld und war seit fünf Jahren nicht mehr so „kühl“. Den Tiefstwert gab es am 16. Juli mit 8,0°C, den     
    Höchstwert am 31. Juli mit 29,0°C. Dazu gesellten sich gesamt 13 Sommertage, an denen es mehr als 25 Grad   
    warm war.    
     
    Der zweite Sommermonat im Jahr war also geprägt von recht warmen aber instabilen Wetter, was vor allem zu   
    vielen Gewittern führte, die für den Hauptanteil am Niederschlag im Juli zuständig waren und trotz des teils   
    wolkenbruchartigen Regens keine Schäden hinterließen.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Monatsvergleich Regen >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Tagesrangliste Niederschlag >> Tagestemperaturen >> Klimatage  
    >> Monatsrangliste Niederschlag >> Monatsvergleich Temperatur >> Gewitterstatistik  
     
     
     
    Di, 01.08.17 Am Höhepunkt der Hitze  
     
     
    Nach dem kühlen Wetter in der letzten Woche drehte der Hochsommer wieder richtig auf und die voraussichtlich   
    heißeste Phase des Jahres stand bevor. In Hintersee überschritten wir heute erstmals die 30-Grad-Marke an   
    unserer Wetterstation.    
     
     
    Luft aus Nordafrika    
     
    Eine lang gestreckte Tiefdruckzone, die von Neufundland bis Skandinavien reicht, beherrscht derzeit den hohen   
    Norden. Dabei hat sich ein Trog mit Zentrum bei Schottland von den Britischen Inseln über die Iberische     
    Halbinsel bis nach Marokko ausgeweitet. An seiner Vorderseite wird nun weit aus Nordafrika heraus     
    subtropische Warmluft in einer südwestlichen Strömung bis nach Mitteleuropa geführt.     
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Großwetterlage zu Dienstagmittag    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Temperaturen der Luftmasse in 1.500 m Höhe zu Dienstagmittag    
     
     
    Höhepunkt mit 37 Grad in Salzburg    
     
    Verstärkt durch föhnige Einflüsse stand für den Westen Österreichs bereits heute der Höhepunkt der vierten   
    Hitzewelle in diesem Sommer auf dem Programm. In den nächsten Tagen wird sich die heißeste Luftmasse auf   
    den Osten Österreichs konzentrieren, den Westen aber weiterhin mit hochsommerlichen Temperaturen     
    versorgen.     
     
    So erreichte die Stadt Salzburg heute mit 37,0 Grad fast den alten Augustrekord mit 37,1°C vom 13. August   
    2003. Bedingt durch den Föhn war es auch im Pongau und Tennengau sehr heiß und St. Veit mit 35,9°C sowie   
    Abtenau und Bischofshofen mit je 35,7°C folgten auf den Stockerlplätzen. Bundesweit musste sich Salzburg nur   
    von Wieselburg mit 37,4°C und Hohenau mit 37,1°C (beide Niederösterreich) geschlagen geben.    
     
     
    Höchsttemperaturen in Salzburg     
     
    Abtenau   35,7°C   Rauris   33,3°C    
    Bischofshofen 35,2°C   Rudolfshütte 20,1°C    
    Kolomannsberg 30,1°C   Salzburg/Fr. 37,0°C    
    Krimml   32,2°C   Sonnblick   12,2°C    
    Lofer   35,2°C   St. Johann   35,0°C    
    Maria Alm   32,8°C   St. Michael 30,1°C    
    Mariapfarr   29,7°C   St. Veit   35,9°C    
    Mattsee   32,1°C   Tamsweg   31,9°C    
    Radstadt   34,1°C   Zell am See 34,2°C    
     
     
    „Kühles“ Hintersee    
     
    Bei der Höhenjagd der Temperaturen nicht ganz mithalten konnte Hintersee. Fehlender Föhn und kühlende   
    Natur dämpften hier das Ansteigen der Grade und so erreichten wir an unserer Station „nur“ 30,2°C. Dennoch   
    war es auch in Hintersee der bisher heißeste Tag im Jahr 2017 und der erste Tag über der 30-Grad-Marke.  
     
     
    Gewitterwind bläst über Nordsalzburg    
     
    Ausgehend von der Schweiz schoben sich dann am Abend über Baden-Württemberg und Bayern schwere   
    Gewitter nach Nordosten. Der Norden Salzburgs wurde zwar nur von Ausläufern dieser Gewitter tangiert,     
    dennoch führte die durch die Gewitter verursachte Druckwelle mit Sturmböen, welche am Flughafen 83 km/h und   
    am Kolomannsberg 82 km/h erreichten, zum Einsatz von 200 Feuerwehrleuten in 13 Gemeinden im Flach- und   
    Tennengau. Dabei mussten in der Stadt Salzburg, Wals-Siezenheim, Großgmain, Anthering, Elixhausen,     
    Bergheim, Thalgau, Straßwalchen und Krispl hauptsächlich umgestürzte Bäume weg geschafft werden. In   
    Oberndorf stahl der Wind Material von einer Baustelle, in Fuschl machte sich ein Boot selbstständig und in   
     
    Faistenau wurden Bierzelte umgeweht.    
     
    Quellen: wetter.orf.at, salzburg.orf.at, www.austrowetter.at, www.wetterzentrale.de    
     
    Links: >> Tagestemperaturen >> Tagesrangliste Temperatur    
     
     
     
    Do, 20.07.17 Unwetterlinie zieht über Salzburg  
     
     
    Eine Unwetterlinie ist am späten Nachmittag auf breiter Front über das Bundesland Salzburg hinweg gezogen   
    und hat zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen geführt. Auch in Hintersee kam es zu wolkenbruchartigen     
    Regenfällen.    
     
     
    Unwetteranfällige Wetterlage    
     
    Die aktuelle Wetterlage, bei der von einem sich kaum verlagernden Zentraltief bei den Britischen Inseln und   
    einem Randtief über Spanien sehr warme, feuchte und damit recht labil geschichtete Luft aus Südwesten in den   
    Alpenraum geführt wird, bietet leider oft die besten Voraussetzungen für zahlreiche Gewitter, aus denen sich so   
    wie heute auch heftige Unwetter entwickeln können.  Dabei reichte der Zündimpuls eines über Frankreich nach   
    Nordosten ziehenden Randtrogs, der am Nachmittag über Bayern und Tirol die Wolkentürme in die Höhe     
    schnellen ließ. Die erst einzelnen Gewitter formierten sich bald zu einer Unwetterlinie, die sich von Oberöster-  
    reich bis nach Kärnten erstreckte und diese Gebiete am späten Nachmittag und frühen Abend querte.    
     
     
    Wolkenbruch und Hagel in Hintersee    
     
    Gegen 16:45 Uhr wurde es über dem Gemeindegebiet langsam dunkler und Donnergrollen war aus Westen bald   
    vernehmbar. Um 17:15 Uhr setzte ein zirka 10 Minuten dauernder Wolkenbruch ein, der von einer hohen     
    Blitzaktivität, lebhaften Windböen und kleinkörnigen Hagel begleitet wurde. Schnell war die Linie aber dann   
    hinüber gezogen und im Regenmesser hatten sich in dieser kurzen Zeit knapp 25 l/m² Niederschlag     
    angesammelt.     
     
    Im Anschluss schwollen Gräben und Bäche merkbar an und durch Nachzüglerzellen regnete es noch bis nach   
    20 Uhr mäßig stark weiter. Dabei zogen drei Gewitterzellen durch, die sich um 17:35 Uhr, 18:15 Uhr und 19 Uhr   
    bemerkbar machten. Am Ende waren inklusive des kurzen Regenschauers am Morgen 35 l/m² gefallen.    
     
     
    25 Feuerwehreinsätze in Salzburg    
     
    Die wolkenbruchartigen Regenfälle, bei denen verbreitet zwischen 20 und 40 l/m² binnen kurzer Zeit gemessen   
    wurden, sorgten in Verbindung mit Sturmböen und Blitzschlägen alleine in Salzburg für 25 Feuerwehreinsätze,   
    die von 380 Einsatzkräften geleistet wurden. Schwer beschäftigt war die Feuerwehr in Mittersill, wo sie neben   
    einem Trafobrand auch zu einem abgedeckten Haus und zu auf die Schienen der Pinzgauer Lokalbahn     
    geworfenen Bäumen ausrücken musste. In Uttendorf brannte ein Strommast und in Mauterndorf eine Scheune   
    durch Blitzschlag. Vom Wallersee mussten zwei Segler gerettet werden. Zudem wurden die Feuerwehren vor   
    allem im Oberpinzgau, der Stadt Salzburg sowie dem Flach- und Tennengau gerufen, um Keller auszupumpen   
    oder umgestürzte Bäume zu beseitigen.    
     
    Am schwersten betroffen von den Unwettern waren aber die nach Salzburg kommenden Bezirke in Oberöster-  
    reich, wo sich die Gewitter noch verstärkt hatten. Hier gab es lokal Regenmengen bis zu 100 Liter am     
    Quadratmeter.    
     
    Quellen: wetter.orf.at, salzburg.orf.at, www.awekas.at, www.salzburg24.at    
     
    Links: >> Fotoalbum: 20.07.17 Regenbögen nach Unwetter    
    >> Tagesniederschläge >> Gewitterstatistik    
     
     
     
    So, 09.07.17 Giftiges Gewitter mit Wolkenbruch  
     
     
    In ganz Österreich kam es am Sonntagnachmittag und –abend zu teils schweren Unwettern. Etwas ruhiger   
    verlief der Gewittertag in Salzburg. Dennoch waren kräftige Zellen unterwegs, die in Hintersee mit     
    wolkenbruchartigen Regenfällen  durchzogen.    
     
     
    Recht labile Luftmasse    
     
    Seit einigen Tagen lungert eine sehr feuchte, warme und damit auch recht labile Luftmasse im Alpenraum,   
    welche auf kleinste Störungen recht aufbrausend reagiert und darum kam es bisher schon zu einigen Gewittern.   
    Da nun ein Randtief auf seinem Weg von Frankreich nordostwärts seinen Einfluss auf den Alpenraum geltend   
    machte, wuchsen wiederholt über Österreich die Wolkentürme in die Höhe. Das Randtief gehörte dabei zu einem   
    Trog über dem Ostatlantik, dessen Zentraltief von Island her nach Osten zieht.  An der Vorderseite des Randtiefs   
    hatte sich zuvor die südwestliche Zufuhr von energiereicher Luft noch verstärkt.    
     
     
    Wolkenbruch über Hintersee    
     
    Erstes Donnergrollen war gegen 18:55 Uhr vernehmbar. Durch die langsame Zuggeschwindigkeit der Zelle   
    dauerte es aber noch gut 20 Minuten bis das Niederschlagsfeld der Gewitterzelle bei der Wetterstation eintraf.   
    Für weitere rund 20 Minuten schüttete es nun aus den berühmten Eimern bevor der Regen dann wieder nachließ   
    und bis 20 Uhr fast abklang. Während des Gewitters sammelten sich 30 l/m² im Messbecher. Dazu zuckten   
    zahlreiche Blitze, es gab auch ein paar Naheinschläge, und heftige Donner waren unüberhörbar.    
     
     
    Blitz schlägt in Haus ein    
     
    In Mattsee schlug gegen 19:45 Uhr ein Blitz in ein Haus im Ortszentrum ein. Die Flammen konnten von den   
    Feuerwehren aus Mattsee, Obertrum und Seekirchen aber rasch gelöscht werden. Weitere Einsätze wegen   
    umgestürzter Bäume, Stromausfall bzw. lokalen Überflutungen gab es in Neumarkt und in Saalbach.     
     
    Quelle: salzburg.orf.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Gewitterstatistik    
     
     
     
    Sa, 01.07.17 Rückblick Juni: Zweitwärmster Sommerstart  
     
     
    + 156 l/m² Regen    
    + 29,8°C höchste Temperatur    
    + 15,6°C mittlere Temperatur    
    + 8 Gewitter    
     
    Mit dem Juni begann der Sommer im Kreis der Jahreszeiten und dieser startete für die Freunde von Sonne und   
    Wärme glanzvoll. In Hintersee und bundesweit war es der zweitwärmste Juni der Messgeschichte. Das Minus   
    gab es dafür wo anders.    
     
    Eingeläutet wurde der Monat von Hochdruck, dem in der ersten vollen Woche noch Störungen folgten. Dabei   
    zogen Tiefs von Island und dazwischen von der Biscaya nach Osten bzw. Nordosten. In dieser Phase kam   
    nochmals ein Schwall Kaltluft polaren Ursprungs bis zum Alpenraum und der 8. Juni war ein recht frischer Tag.   
    Doch bald drehte sich mit der zweiten Dekade das Bild wieder und aus Westen setzte sich Hochdruck erneut   
    durch und dieser wurde zur Monatsmitte von einem Tief aus NWf nur kurz aber feucht unterbrochen. Danach   
    baute sich von der Iberischen Halbinsel bis Skandinavien eine stabile Hochlage auf, die für gut eine Woche das   
    Wetter im Alpenraum bestimmte. Die Frontalzone wurde nach Norden abgelenkt und Störungen beschränkten   
    sich auf Schauer und Gewitter. Zum Monatsende zog sich der Hochdruck etwas nach Osten zurück und wie   
    schon zu Beginn konnte erst ein Islandtief und dann ein von Frankreich nordostwärts wanderndes Tief das   
    Wetter labilisieren, sodass der Juni mit einer feucht-warmen Phase ausklang.    
     
    Die rund um den zweiten Dekadenwechsel auftretende und für Juni ungewöhnliche Hitzewelle, die vor allem im   
    Osten Österreichs auch recht lange dauerte, war es, die den Juni 2017 mit einer Abweichung von +3,3 Grad zum   
    zweitwärmsten seit Beginn der Messungen 1767 in Österreich machte. Platz 1 hält weiterhin der Juni 2003 mit   
    +4,3, Platz 3 gehört dem Juni 1811 mit +3,1 Grad, Dabei bestätigte der heurige Juni den deutlichen     
    Erwärmungstrend seit den 1990er Jahren. Die Junimonate wurden durchschnittlich um 2 Grad wärmer. Die   
    größten Abweichungen heuer gab es von Oberösterreich bis ins Burgenland, bescheidener fiel das Plus im   
    Süden aus. im Süden und Westen war dafür auch die Niederschlagsbilanz in etwa ausgeglichen. Vom Flachgau   
    ostwärts gab es mit Defiziten zwischen 50 und 80 Prozent teils eine massive Trockenheit, die zum Beispiel im   
    Nordosten Österreichs durch bereits fehlenden Niederschlag davor noch verschärft wurde. Der regenreichste Ort   
    lag darum auch in Vorarlberg. Mittelberg in Kleinwalsertal erreichte 225 l/m². Bundesweit gab es um 30 % zu   
    wenig Regen. Ein Plus von 30 % bot die Sonnenscheinbilanz auf, die nach 2003, 1976 und 2000 die 4. höchste   
    in Österreich in einem Juni war. Die wärmsten Regionen staubten auch den Löwenanteil ab und Hohenau an der   
    March (Niederösterreich) war mit 330 Stunden der sonnigste Platz des Landes.    
     
    Zwischen die vielen sonnigen schummelten sich bei uns in Hintersee auch 17 Regentage (-2 Tage), wobei hier   
    ein Sonnentag mit abendlichen Gewitter und eben Regen auch die Statistik füllt. Gewitter gab es im heurigen   
    Juni an 8 Tagen, an denen 8 Gewitterzellen verzeichnet wurden. Darunter waren zwei Wetter recht ausdauernd   
    und das heftigste weckte uns am Morgen des 16. Juni (ab 5:45 Uhr wurde zurück gedonnert) und endete 1 ½   
    Stunden später. Dazwischen waren Starkregen und lebhafter Wind aufgetreten. Dem Gewitter folgten weitere   
    Starkregenschauer und so wurde der 16. Juni mit 43 l/m² der regenreichste Tag des Monats. Insgesamt regnete   
    es aber nur 156 l/m², was ein Minus von 36 % und den 4. trockensten Juni seit Messbeginn in Hintersee bedeutete.  
     
    Auf dem 2. Platz schaffte es der Juni 2017 bei der mittleren Temperatur, welche mit +15,6°C und einer Abweich-  
    ung von +1,7 Grad die höchste hinter dem Juni 2003 (+17,7°C) und vor dem Juni 2002 (+15,3°C) war. Dabei war   
    das erste Drittel nur leicht, das zweite mäßig und das letzte deutlich zu warm. Die Zahl der Sommertage lag mit   
    12 Tagen um die Hälftel höher als üblich. Dafür verpassten wir mit einem Höchstwert von 29,8°C am 22. Juni   
    einen Hitzetag nur knapp. Der 23. Juni brachte mit einem Minimum von 16,5°C die höchste bisher bei uns   
    gemessene Tagestiefsttemperatur und das bereits um halb 2 Uhr nachts bevor föhniger Südwind einsetzte. Das   
    Monatsminimum lag dagegen bei 4,2 Grad, gemessen am 8. Juni.    
     
    Der Prolog für den Sommer 2017 fiel also fast makellos aus und die allgemeine Erwärmung ging auch munter   
    weiter. Schauen wir, wie der Sommer dann wirklich wird.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Monatsvergleich Regen >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Tagesrangliste Niederschlag >> Tagestemperaturen >> Klimatage  
    >> Monatsrangliste Niederschlag >> Monatsvergleich Temperatur >> Gewitterstatistik  
     
     
     
    Fr, 16.06.17 Exklusiver Morgenschläderer  
     
     
    Der heutige Freitag begann in der Ladenbachmetropole unerwartet nass. Es war nicht die Nässe an sich,   
    sondern deren Ausmaß, nämlich aus den berüchtigten Schaffeln herunter geschüttet zu werden, die nicht     
    wirklich für den Freitagmorgen am Plan standen.    
     
     
    Kaltfront kam kriechend    
     
    Die abgeschwächte Kaltfront eines kleinen Tiefs, das vom Skagerrak zur südlichen Ostsee zog, kroch während   
    des gestrigen Feiertags und den Nachtstunden aus Westösterreich daher ins Salzburger Land. Dabei traf sie auf   
    die bereits an den letzten Tagen in den Alpenraum geflossene warme und recht feuchte Luft. Die klassische   
    Mischung für die Entstehung von Gewittern war damit gegeben. Diese beschränkten sich aber am gestrigen   
    Feiertag hauptsächlich mangels des Fortschreitens der Front auf die westlichen Bundesländer, erreichten aber   
    bis zum Tagesanbruch von dort und von Bayern schließlich auch Salzburg.    
     
     
    1 1/2 Stunden Gewitter und Starkregen    
     
    In Hintersee waren gegen 5:45 Uhr in der Früh die ersten leisen Donner vernehmbar. Allzu viel Energie konnte   
    aufgrund der vorangegangenen Nacht nicht mehr umgesetzt werden, aber dennoch kam es zu Anschlussneu-  
    bildungen von Gewitterzellen, sodass über unserer Gemeinde Blitz und Donner mit kurzen Unterbrüchen bis   
    zirka Viertel nach sieben aktiv waren. Deutlich bemerkenswerter und in den Unwetterbereich fallend war dabei   
    aber der in Schüben auftretende Starkregen, welcher sich während des Gewitters immer wieder auf Hintersee   
    ergoss, wobei es auch hier lokale Unterschiede gab. Teilweise wurde der Starkregen von lebhaften bis starken   
    Wind begleitet, was für gewaschene Fenster sorgte.    
     
     
    43 Liter Niederschlag    
     
    Exklusiv hoch war in unserer Gemeinde die gefallene Niederschlagsmenge. Bis sich das Gewitter gegen 8:45   
    Uhr ausgeregnet hatte, hatten sich an der Wetterstation ganze 43 l/m² Regen angesammelt. Die Gräben und   
    Bäche im Gemeindegebiet quittierten diesen Umstand indem sie kurzfristig anschwollen.    
     
     
    Umliegend fast kein Regen    
     
    Diese große Regenmenge konnte bei den morgendlichen Regenschauern und Gewittern nur in Hintersee   
    verzeichnet werden. Die umliegenden Stationen  bekamen zwar meist einen gewittrigen Spritzer ab, der      
    Niederschlag blieb aber oftmals um 5 l/m². Nur in Anif war es mit 23 l/m² eine feuchtere Angelegenheit.    
     
    Quellen: www.austrowetter.at, www.awekas.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Gewitterstatistik    
     
     
     
    Mo, 05.06.17 Rückblick Mai: Anfangs im Schnee, am Ende im See  
     
     
    + 125 l/m² Regen    
    + 2 cm Neuschnee    
    + 11,5°C mittlere Temperatur    
    + 7 Gewitter    
     
    Das Wetter im letzten Frühlingsmonat bot eine weite Spanne. Während zu Beginn der Maibaum noch von ein   
    bisschen Neuschnee umrahmt wurde, lockte der Mai am Ende mit sommerlichem Flair auf die Berge und an die   
    Seen.    
     
    Der Weg in den Mai war noch gepflastert von der spätwinterlichen Phase des Aprils. Mit einem Tief aus Nordwesten kam ein Wellchen ehemaliger polarer Kaltluft in den Alpenraum. Daraus entstand für die erste   
    Maiwoche ein Höhentiefsumpf über Mitteleuropa, der es zwar milder, aber weiterhin wechselhaft machte. Rund   
    um den ersten Dekadenwechsel drückte ein Skandinavientief nochmals einen Trog mit Kaltluft bis nach     
    Mitteleuropa voran, danach war Hochdruck aus Westen an der Reihe. um Die Monatsmitte war wieder ein Trog   
    mit Tief im NW am Zug, bevor sich für einige Tage Hochdruck durchsetzte und es erstmals im Jahr sommerlich   
    wurde. In der letzten Maiwoche wiederholte sich dieser Ablauf. Der Mai endete schließlich mit einer ersten   
    heftigen Gewitterlage, da an der Vorderseite eines Troges recht feucht-warme Luft heran transportiert worden   
    war.    
     
    Der Mai 2017 war in Österreich um 1,1 Grad zu warm und gehörte damit zu den 25 wärmsten der Messgeschichte. In Einigen Orten wurden sogar neue Mairekorde aufgestellt. Am 30. Mai erzielte Horn In   
    Niederösterreich mit 35,0 Grad die höchste bisher gemessene Tagestemperatur in einem Mai in Österreich.   
    Zuwächse von 20 Prozent gab es auch beim Sonnenschein, die über das Land durchaus fair verteilt waren. Der   
    sonnenreichste Ort war Hörsching (Oberösterreich) mit 300 Stunden. Das größte Minus seit 2001 ermittelte sich   
    hingegen mit -38 %beim Niederschlag. Am trockensten war es dabei im Süden und vor allem im Osten. Leichte   
    Defizite gab es im Westen und Nordwesten. Aufgrund der heftigen Gewitter am Monatsende war diesmal Golling   
    mit 206 l/m² der nasseste Platz in Österreich.    
     
    In Hintersee brachten die auf 4 Gewittertage aufgeteilten 7 Gewitter keine exorbitanten Regenmenge. Dafür gab   
    es am 30. Mai abends gleich eine ganze Serie mit 4 Gewittern hintereinander. Dabei war die erste Zelle mit   
    lebhaftem Wind und leichten kleinkörnigen Hagel die kräftigste.    
     
    Ansonsten war der Mai in unserer Gemeinde mit einer Niederschlagsmenge von 134,5 l/m² einer der trockenen   
    Sorte. Diese fiel an 18 Regentagen (+/- 0 Tage) und 2 Schneefalltagen (+2 Tage). Zwischen dem 16. und 20.   
    Mai blieb es 5 Tage am Stück trocken.    
     
    Trocken präsentierte sich auch die Bilanz beim Regen. Mit 125 l/m² und einem Minus von 44 Prozent war es   
    einer der regenärmsten Maimonate unserer Messreihe. Zuletzt war es 2008 trockener. Den größten Tagesregen   
    gab es am 8. Mai mit 33,5 l/m².    
     
    Zum dritten Mal nach 2005 und 2006 schrieb der Mai auch in der Neuschneestatistik an. Mit 2 Zentimetern, die   
    als Tagesmaximum am 2. Mai fielen, zeigte die Statistik Zugewinne von 300 % oder 1,5 cm zum langjährigen   
    Schnitt. 2005 kamen im Mai 11 cm zusammen, 2006 waren es immerhin 3 cm. Für einen Schneedeckentag   
    reichte es allerdings nicht.    
     
    Die Temperatur entsprach in Hintersee dem bundesweiten Schnitt und lag um 1,1 Grad höher als im Normal.   
    Das Monatsmittel betrug 11,5°C und war nach 2003 (12,1°C) und 2002 (11,9°C) das dritthöchste unserer   
    Messreihe. Es resultierte aus einem sehr frischen ersten und zwei recht warmen weiteren Dritteln. 1 kalter Tag   
    und 3 Sommertage wurden ebenso verzeichnet. Die höchste Temperatur bot der 30. Mai mit 27,5°C, am     
    kältesten war es am 10. Mai mit 0,4°C.    
     
     
    Mit dem mai ging ebenfalls der klimatologische Frühling und der war bei uns in Hintersee mit einer Niederschlagsmenge von 661 l/m² nass und mit einer mittleren Temperatur von 7,2°C deutlich zu warm. Es gab   
    mit 45 Regen- und 18 Schneefalltagen jeweils um 5 mehr als im Schnitt.    
     
    Für Österreich erwies sich der heurige Frühling als einer der 10 wärmsten der Messgeschichte. mit einer     
    Abweichung von +1,5 Grad lag er genau im Erwärmungstrend der letzten drei Jahrzehnte. Das Niederschlags-  
    defizit von 10 % riss vor allem der Trockene Süden, alpennordseitig war es eher ausgeglichen. Die Rudolfshütte   
    war mit 661 l/m² die nasseste Station. Die Sonne zeigte sich dagegen um 15 % länger und hier besonders im   
    Westen und Süden. Sonnenreichster Ort war Klagenfurt mit 696 Stunden.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Wintervergleich Neuschnee >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Monatsrangliste Niederschlag >> Frühlingsvergleich >> Frühlingsvergleich Temperatur  
    >> Monatsvergleich Regen >> Tagestemperaturen >> Gewitterstatistik  
     
     
     
    Di, 30.05.17 4 Stunden Gewitter  
     
     
    Nach einem schwül-warmen Tag kam es heute Abend zu den erwarteten Gewittern. Dabei gab es ein fast 4-  
    stündiges Schauspiel von 4 aufeinander folgenden Gewitterzellen, die unserer Gemeinde den Abend     
    verdonnerten.    
     
    Im Vorfeld einer Kaltfront, die zu einem Tief bei den Britischen Inseln gehört, wurde speziell heute warme,   
    feuchte und damit recht labile Luft in den Alpenraum aus Süden transportiert. In Verbindung mit der     
    Sonneneinstrahlung war die bekannt gute Mischung für Gewitter gegeben, die sich ab dem Nachmittag von   
    Westösterreich her ausbreiteten. Am späten Nachmittag war es dann über der Osterhorngruppe soweit und   
    gegen 17:15 Uhr war das Donnern der ersten Gewitterzelle an diesem Abend über Hintersee zu vernehmen.   
    Aufgrund der langsamen Zuggeschwindigkeit, die allen Gewittern heute anhaftete, dauerte es allerdings noch   
    zirka eine halbe Stunde bis lebhafte Windböen und schließlich auch kurzer starker Regen und einzelne kleine   
    Hagelkörner einsetzten.    
     
    Unmittelbar im Anschluss folgte gegen 18:30 Uhr ein weiteres Gewitter, das ebenso kurzen starken Regen   
    brachte. Auf diese Zelle zog aus Südwesten gegen 19:15 Uhr bereits das dritte Gewitter in Serie auf. Sein   
    Niederschlag war nicht mehr sehr ergiebig, dafür zuckten einige Blitznaheinschläge auf und das vorherige   
    Dauerdonnern wurde von heftigen Krachern unterbrochen. Nach einer zarten Ruhephase zog um etwa 20:20   
    Uhr das letzte Gewitter für diesem Abend auf. Es fand ebenso nur mehr mäßigen Regen, senkte die hohe   
    Frequenz an Blitzen und Donnern, konnte aber dennoch mit weiteren Naheinschlägen etwas Lautes auf der   
    Habenseite verbuchen. Bis s21 Uhr war schlussendlich auch dieses Gewitter nach Nordosten abgezogen und es   
    wurde nach fast 4 Stunden gewittriger Kulisse wieder ruhig über der Gemeinde.    
     
    Der bisher heftigste Gewittertag im heurigen Jahr brachte an unserer Wetterstation am Ende eine Regenmenge   
    von 18,5 l/m². Brutal erwischte es dagegen die Gemeinden Scheffau und Golling. In Golling fielen 89,4 l/m²   
    Niederschlag. Am Kolomannsberg waren es 37,0 l/m², in St. Wolfgang 36,3 l/m², in Salzburg/Freisaal 28,8 l/m²   
    und in Mondsee 28,4 l/m².    
     
    Trotz des teils wolkenbruchartigen Regens hielt sich die Zahl der Feuerwehreinsätze mit 34 Gott sei Dank in   
    Grenzen. Am stärksten betroffen waren natürlich Scheffau und Golling mit zahlreichen voll gelaufenen Kellern, in   
    Hallein musste ein Auto aus einer wassergetränkten Unterführung geholt werden. Auch in der Stadt Salzburg   
    und in Elsbethen kam es zu Einsätzen.     
     
    Quelle: wetter.orf.at, salzburg.orf.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Tagestemperaturen >> Gewitterstatistik  
     
     
     
    Mo, 01.05.17 Rückblick April: Warm, nass, Wintercomeback  
     
     
    + 252,5 l/m² Niederschlag    
    + 80,5 cm Neuschnee    
    + 5,4°C mittlere Temperatur    
    + 1 Eistag    
     
    Der April machte diesmal wirklich was er wollte und brachte zwei komplett unterschiedliche Witterungshälften,   
    die noch dazu irgendwie verkehrt angeordnet waren. Klingt der Winter sonst in der ersten Monatshälfte aus, kam   
    er heuer in der zweiten mit Volldampf zurück.    
     
    Fast der ganze Monat war geprägt von Tiefdruckeinfluss. Nur die ersten beiden Tage standen noch im     
    Hochdruckwetter des ausgehenden März, worauf mit einem ersten Tief bei den Britischen Inseln bald die     
    feuchte, aber während der ersten Monatshälfte noch sehr milde Phase eingeleitet wurde. Dem Trog folgte ein   
    Zwischenhoch und so ging dies bis zum ersten Dekadenwechsel. Danach verlagerte sich der Tiefdruck nach   
    Skandinavien, wo sich ein stabiler Komplex etablierte, der nun mit nach Südosten ziehenden Tiefs den Weg   
    nach Mitteleuropa aufzubrechen versuchte. Zu Ostern gelang das Vorhaben schließlich und polare Kaltluft flutete   
    ein erstes Mal den Alpenraum, wodurch zusätzlich ein Italientief geschaffen wurde, das den Beginn der zweiten   
    Monatshälfte ebenso nass und kalt gestaltete, wie ein neues Tief, das von Island heran zog. Hochdruck hielt sich   
    zu dieser Zeit über dem Britischen Inseln bzw. dem Ostatlantik. Nach einer kurzen föhnigen Milderung in der   
    Mitte des dritten Drittels wiederholte sich ein Tiefvorstoß von Nordwesten her mit Zufuhr polarer Luftmassen und   
    der Bildung eines Italientiefs nochmals, sodass die spätwinterliche Phase prolongiert wurde. Der letzte Apriltag   
    klang dagegen unter einem Zwischenhoch freundlich aus.    
     
    In Österreich verlief der April generell deutlich zu nass. Der Süden des Landes erlebte regional Regenfälle, die   
    nur alle 20 Jahre, in einem Frühlingsmonat sogar nur alle 50 Jahre vorkommen. Am Kärntner Loiblpass schüttete   
    es binnen 48 Stunden satte 256 l/m², er war mit 317 l/m² auch der bundesweit nasseste Ort im April. Die Nieder-  
    schlagsabweichung betrug gemittelt +45 %. Im Süden fiel teils um das eineinhalbfache, an der Alpennordseite   
    teils bis zu einem Drittel mehr an Regen und Schnee. Ausgeglichen zeigten sich nur der äußerste Westen und   
    Osten. Im Osten war der Wintereinbruch für dortige Verhältnisse ungewöhnlich heftig. In Lunz am See     
    (Niederösterreich) schneite es am 19. April 65 cm Neuschnee. Durch die Winterrückkehr wurde der April auch   
    erstmals seit 2008 leicht zu kühl und schloss mit einer Abweichung von -0,2°C. Etwas zu mild war es im Süden,   
    etwas zu frisch von Salzburg bis ins Weinviertel. Ein Minus von 10 Prozent gab es ebenso bei der Sonnen-  
    scheinausbeute, die mit 194 Stunden in Virgen (Tirol) noch am besten ausfiel. Der Süden des Landes war dabei   
    wieder leicht im Plus, der Norden der Alpen dagegen unterdurchschnittlich.    
     
    Mit einer Niederschlagssumme von 252,5 l/m² war der April heuer in Hintersee so nass wie zuletzt 1997 oder   
    1994 und allgemein einer der niederschlagreichsten Aprilmonate der vergangenen 60 Jahrzehnte. Dabei   
    verteilten sich Regen und Schnee auf 17 Tage (+5 Tage), wo es Flüssiges vom Himmel gab. Mehr Regentage   
    (19 Tage) zählten wir nur 2003. Flocken fielen an 9 Schneefalltagen (+5 Tage) und ausschließlich in der zweiten   
    Monatshälfte, häufiger schneite es nur im April 2001 (10 Tage).    
     
    Die unerwartete Rückkehr des Winters brachte in Summe 80,5 cm Neuschnee und damit den schneereichsten   
    April hinter 1997 (94 cm) und 2003 (81 cm) in der Hinterseer Messreihe (seit 1988). Im Vergleich zum     
    langjährigen Mittel schneite es heuer um 253 Prozent mehr und der April war im Winter 2016/17 kurioser Weise   
    nach dem Jänner der Monat mit dem meisten Neuschnee. Auch wenn der Abstand zwischen Jänner und April   
    eklatant ausfiel, spiegelte dieser Umstand die traurige Winterbilanz der anderen eigentlichen Wintermonate   
    wider. Eine solche Umkehr der Verhältnisse war sonst nur in den Winterm 1972/73 und 1978/79 zu beobachten.   
    Im Winter 1979/80 war der April mit Vorsprung sogar der schneereichste Monat im Winter.     
     
    Den größten Schneefall an einem Tag gab es am 19. April mit 24 Zentimetern. Am Tag darauf, dem 20. April,   
    erreichte die Schneedecke mit 32 cm ihren Höchststand im April und die größte Dicke seit fast genau 2 Monaten.   
     
    Zuvor war die Schneedecke nach einem Monat Pause am 18. April wieder ins Dorf zurück gekehrt, um am 29.   
    April abermals endgültig wegzutauen. Dazwischen wurden an unserer Station 9 Schneedeckentage registriert.  
     
    Beim Regen akkumulierten sich 141,5 l/m², was dem April 2017 zu Platz 5 mit einer Abweichung von +40 %   
    verhalf. Der regen- und gleichzeitig auch niederschlagreichste Tag im Monat war der 16. April mit 36 l/m².   
    Letztmals mehr Regen im April gab es 2009.    
     
    Selbst 2 Gewitter an 2 Gewittertagen konnte der April aufbieten. Das Heftigste mit starken Regen und einem   
    Naheinschlag zog am Abend des 3. Aprils über unsere Gemeinde hinweg.    
     
    Die Temperaturverteilung hätte im April unterschiedlicher nicht sein können. Auf die wärmste Aprilhälfte seit   
    Messbeginn folgte die kälteste zweite Halbzeit eines Aprils. Oder anders gesagt: Auf einen etwas zu kühlen Mai   
    folgte ein leicht zu milder März. Auf Vollfrühling folgte Spätwinter. Im Mittel ergab sich somit eine Temperatur von   
    +5,4°C mit einer Abweichung von -0,7°C. Der April 2017 war dem entsprechend auch in Hintersee der kühlste   
    seit 2008. 2012 erreichten wir die gleiche Temperatur, 2002 hatte der April auch schon 5,4°C.    
     
    Die höchste Tagestemperatur verzeichneten wir gleich am 1. April mit +22,9°C. Am tiefsten sank das Thermo-  
    meter am 21. April mit -4,2°C. Am 19. April ereignete sich mit einem Tagesmaximum von -0,1°C einer der   
    seltenen Eistage in einem April, war dies letztmals 2003 der Fall. Es gab weiters 7 Frosttage und 16 kalte Tage.  
     
    Für den Winter 2016/17, der nun bei einer Neuschneesumme von 446 cm hält, war der April die Rettung vor dem   
    Tabellenkeller und so konnte sich der heurige Winter immerhin vom 25. auf den 20. Platz in der dreißig jährigen   
    Messreihe verbessern.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Wintervergleich Neuschnee >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Monatsrangliste Niederschlag >> Tagestemperaturen >> Klimatage  
    >> Monatsvergleich Regen >> Monatsvergleich Temperatur >> Winterstatistik  
     
     
     
    Do, 20.04.17 Der Winter ist auferstanden  
     
     
    Das christliche Auferstehungsfest zu Ehren Jesus an Ostern hat scheinbar nicht nur den „Betroffenen“, sondern   
    auch den tot geglaubten Winter wieder auferweckt und in den letzten Tagen gab es einen doch unerwartet   
    heftigen Vorstoß polarer Kaltluft bis in den Alpenraum.    
     
     
    Arktische Grüße    
     
    Ausgehend von skandinavischem Tiefdruck befand sich Mitteleuropa seit dem Wochenende unter Trogeinfluss,   
    der von kleineren Tiefs am Leben gehalten und sukzessive mit kälterer Luft gefüllt wurde. Ein erstes Randtief   
    brachte schon in der Nacht zu Ostermontag ein paar Zentimeter Neuschnee. Ein von Island nach OSO     
    schwenkendes Tief war zum Dienstag der Dosenöffner für arktische Kaltluft, die sich bis Mittwoch richtig nach   
    Mitteleuropa durchsetzte. Die Temperaturen in rund 1.500 m Höhe gingen auf etwa -8 Grad zurück, wodurch es   
    speziell in der Nacht zu Donnerstag bis in die tiefsten Lagen in Salzburg schneite. Die dafür notwendige Feuchte   
    der Luft kam aus Süden, da sich dort durch den Kaltluftvorstoß in Tief über Oberitalien gebildet hatte, das   
    Mittwoch und Donnerstag recht langsam über Ungarn nach Osten abzog und vor allem dem Osten Österreichs   
    satte Schneefälle besorgte.    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Großwetterlage an Mittwochmittag    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Druckverteilung in Mitteleuropa an Mittwochmittag    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Temperaturen in rund .500 m Höhe an Mittwochmittag    
     
     
    41 cm in zwei Tagen    
     
    Von Dienstag auf Mittwoch schneite es anhaltend meist mäßig bis stark, sodass am Morgen 19 cm an recht   
    nassen Schnee gefallen waren. Tagsüber gab es dann längere trockene Phasen, die von Schneeschauern   
    unterbrochen wurden. Insgesamt kamen am Mittwoch 24 cm Neuschnee zusammen. Zwar kein neuer Rekord,   
    dennoch waren es für April die größten Schneefälle seit 14 Jahren. In der zweiten Aprilhälfte schneite es zuletzt   
    am 16. April 1997 (25 cm) mehr. Der Stationsrekord für April steht übrigens bei 30 cm vom 12.04.1994.     
     
    Die Nacht auf Donnerstag brachte weiteren Neuschnee, Am Donnerstag selber setzte sich das Schauerspiel   
    erneut fort und bis zum Abend waren abermals 17 cm Schnee vom Himmel gekommen. Die Schneedecke war   
    auf 32 cm angewachsen.    
     
     
    Am Mittwoch ein Eistag    
     
    Beeindruckender als der späte Schneefall war der Eistag, den wir am Mittwoch verzeichneten. Mit einer     
    Tiefsttem-eratur von -2,2°C und einem Höchstwert von -0,1°C gab es im April erst den 2. Eistag in unserer   
    Messreihe (seit 2002). Am 6. April 2003 kam das Thermometer nicht über -1,0 Grad hinaus.     
     
    Eistage im April haben Seltenheitswert. Nimmt man die Daten der Hydrografischen Station in Faistenau dazu, so   
    gab es seit 1961 nur 7 Eistage im April und davon die meisten in der ersten Monatshälfte und nur ein einzigen   
    mehr seit Mitte der 1980er Jahre. Für die zweite Aprilhälfte fand sich der letzte Tag mit Dauerfrost am 19. April   
    1969 (Höchstwert -2,5°C).    
     
     
    Schnee in Salzburg und Wien    
     
    Wie immer, wenn in Wien eine Schneeflocke gesichtet wird oder nur das Gerücht davon umgeht, bricht Chaos   
    aus. Während es im Westen Österreichs einen markanten, aberverträglichen Wintereinbruch gab, fielen im   
    Osten des Landes sehr beachtliche Mengen und teilweise wurden neue Rekorde verzeichnet. In Lunz am See   
    (Niederösterreich) betrug die Schneehöhe Donnerstagfrüh 86 cm. Wie erwähnt wurde es auch im Flachland weiß   
    und selbst in der Bundeshauptstadt schneite es, was dort zu der Jahreszeit nur alle 20 Jahre vorkommt.      
    Straßensperren und zahlreicher Feuerwehreinsätze wegen hängen gebliebene Fahrzeuge und Schneebruch war   
    die Folge. Zu kämpfen hatten auch die Obstbauern, die oft vergebens versuchten ihre Kulturen vor dem Frost zu   
    schützen und massive Ernteeinbußen hinnehmen mussten.     
     
    In Salzburg kamest zu keinen gröberen Problemen. Aber auch in unserem Bundesland hatte es am Donnerstag   
    praktisch überall zu einer Schneedecke gereicht. Diese ging von 3 cm in der Stadt Salzburg bis 12 cm in Krimml.   
    Mehr Schnee lag in den Gemeinden der Osterhorngruppe, wo es in den mittleren Lagen über einen halben Meter   
    zu bestaunen gab.    
     
    Quellen: www.wetterzentrale.de , www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Fotoalbum: 20.04.17 Winter im Frühling    
    >> Tagesniederschläge >> Tagestemperaturen >> Winterstatistik  
     
     
     
    So, 02.04.17 Rückblick März: Wieder ein neuer wärmster März  
     
     
    + 4,8°C mittlere Temperatur    
    + 22,8°C Tageshöchstwert    
    + 15,5 cm Schnee    
    + 2 Gewitter    
     
    Die Haltbarkeit von Temperaturrekorden schrumpft genauso dahin, wie das Vorkommen von normal oder   
    unterdurchschnittlich temperierten Monaten. Unsere Gemeinde erlebte nach nur 3 Jahren einen neuen wärmsten   
    März in unserer Messhistorie.    
     
    Der März begann wechselhaft und mild. Eine Westlage mit von Island nach Osten ziehenden Tiefs sorgte für ein   
    Wechselspiel von Föhn und Störungen. Der Monat startete also mit einer föhnigen Vorderseite eines Trogs über   
    dem O-Atlantik, der sich dann weiter auf den Kontinent schob. Zur Mitte der ersten Dekade lag nun Mitteleuropa   
    direkt in dessen Einfluss und mehrere Höhentiefs brachten teils nasses und kühleres Wetter. Dies wurde bald   
    wieder von der Positionierung des Alpenraums vor einem kräftigen Trog abgelöst, wodurch es vor allem im   
    Gebirge zu einem Föhnorkan kam. Nach dem Übergang in die zweite Dekade setzte sich für einige Zeit     
    Hochdruck durch und sehr freundliche Tage folgten, ehe der Tiefdruck im Nordwesten sich ein letztes Mal für   
    diesen Monat auf die Bühne hieven konnte. Ein rascher Durchzug von Frontsystemen ließ den dritten     
    Dekadenwechsel ins Wasser fallen. Danach drängte aus Westen gleich Hochdruck nach, der von einem sich   
    südostwärts von Britannien her verlagernden Hoch abgelöst wurde. Am Wettercharakter änderte sich dadurch   
    allerdings nichts. Der März ging sonnig und warm zu Ende.    
     
    An Trockenheit litt vor allem der Süden und Osten Österreichs, denn hier kamen die Niederschläge, die an der   
    Alpennordseite teils ein Plus von 70 % ergaben, nicht an. Stellenweise fiel in diesen Regionen nur 1 l/m².     
    Bundesweit mittelte sich eine Abweichung von -18 %. Laterns (Vorarlberg) war mit 250 l/m² der nasseste Ort im   
    Land. Ein Viertel mehr als üblich zeigte die Sonnenscheinbilanz, die vom Lungau bis ins Burgenland noch besser   
    ausfiel und in Sillian (Osttirol) mit 248 Stunden die beste an einer Station in Österreich war. Bei den Tempera-  
    turen kam der März 2017 ganz knapp an den Rekord aus 1994 heran und lag mit einer Abweichung von +3,3   
    Grad am 2. Platz in der Messgeschichte Österreichs.    
     
    In Hintersee war der März 2017 der wärmste in der Messreihe unserer Station. Mit einem Mittel von +4,8°C   
    wurde der bisherige Rekord, der erst vor drei Jahren mit +4,6°C aufgestellt wurde, schon wieder durchbrochen.   
    Damit liegen nun zwei sehr warme März-Monate mit deutlichem Abstand voran. Die Abweichung zum     
    langjährigen Mittel betrug bei uns +3,5 Grad. Die Wärme vertreilte sich dabei auf sehr warme Drittel Nummer   
    eins und zwei und ein außergewöhnlich warmes drittes Drittel, das einem milden April entsprach und die     
    wärmste Dekade eines März in Hintersee war.    
     
    Maßgeblich trugen zur Erreichung des neuen Rekords die hohen Tageswerte des letzten Monatsdrittels bei. Es   
    gab nur mehr 6 Frosttage und 16 kalte Tage. Die tiefste Temperatur ereignete sich am 13. März mit -2,9°C, am   
    31. März wurde der Rekord für die höchste Tagestemperatur im März bereits ein Jahr nach der letzten     
    Verbesserung schon wieder eingestellt und mit +22,8°C ein zweites Mal erreicht. An diesen Tag beglückte   
    Bischofshofen mit +26,1°C das Bundesland Salzburg mit einem neuen Märzrekord und den damit verbundenen   
    frühesten Sommertag in einem Jahr.    
     
    Auch ein nicht unwesentlicher Faktor für die hohen Werte am Thermometer waren die niedrigen Zahlen an der   
    Schneemesslatte bzw. deren nicht mehr vorhanden sein. Eine geschlossene Schneedecke hielt sich im     
    Beobachtungsbereich der „Wetterstation nur 17 Tage lang und war am 17. März Geschichte. Tal auswärts   
    gelegene Regionen der Gemeinde waren schon zuvor aper geworden. Ihren Höchststand hatte die Schneedecke   
    am 1. März mit 17 Zentimetern.    
     
    Als Grund für den raschen Rückzug der Schneedecke ist in erster Linie der fehlende Nachschub von oben   
    anzuführen. Es gab zwar noch 7 Schneefalltage (-4 Tage), an denen brachte es aber nur 15,5 cm Neuschnee   
    zusammen. Mit einem Minus von 86 % gehörte der März 2017 zu den fünf schneeärmsten März-Monaten. Den   
    meisten Schnee an einem Tag schneite es am 7. März mit 9 cm.    
     
    Ganz anders sah es beim Regen aus, der sich zwar auf 10 Regentage (+/-0 Tage) aufteilte, aber es besonders   
    an drei Tagen recht nass haben wollte. Der regen- und damit auch der niederschlagreichste Tag war der 19.   
    März mit 92 l/m². In Summe fielen 230,5 l/m² an Regen, um 67 Prozent mehr als normal. Der März 2017 konnte   
    sich hiermit im oberen Fünftel platzieren.    
     
    Die Niederschlagsbilanz fiel mit einer Menge von 274 l/m² alles andere als trocken aus. Dabei gab es vom 12. bis   
    zum 17. März 6 trockene Tage am Stück und ab dem 23. März blieb es wieder bis zum Monatsende ohne   
    Niederschlag. Dazu gingen die ersten markanten Gewitter der Saison nieder. In der Nacht von 9. auf den 10.   
    März blitzten und donnerten 2 Gewitterzellen über dem Gemeindegebiet und brachten starken Regen, lebhaften   
    bis starken Wind und einmal auch einen ordentlichen Graupelschauer mit sich.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Monatsvergleich Regen >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Tagesrangliste Niederschlag >> Wintervergleich Neuschnee >> Winterstatistik  
    >> Monatsrangliste Niederschlag >> Tagestemperaturen >> Gewitterstatistik  
     
     
     
    Fr, 31.03.17 Temperaturrekord eingestellt  
     
     
    Außergewöhnlich warm präsentierte sich der letzte Tag im März und der erst im Vorjahr aufgestellte     
    Temperaturrekord für Hintersee wurde ein zweites Mal erreicht.    
     
     
    Afrikanische Warmluft    
     
    Ein weit nach Süden ausgreifender Trog über dem Ostatlantik, gepaart mit einem über Mitteleuropa liegenden   
    Hoch, sorgte heute für eine zunehmende Drehung der Höhenströmung auf Süd und damit für eine direkte Zufuhr   
    nordafrikanischer Warmluft nach Mitteleuropa und somit auch in den Alpenraum. Leichter Föhn verstärkte die   
    Erwärmung der Luft im Tal zusätzlich und trocknete diese auch ab, wodurch es kaum Wolken am Himmel zu   
    sehen gab und es eigentlich ein prachtvoller Sommertag wurde.    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Großwetterlage an Freitagmittag    
     
     
    Erster Sommertag im März    
     
    Das Bundesland Salzburg war der Hitzepol heute in Österreich und der 31. März 2017 war für unser Bundesland   
    #etwas Historisches. Nicht genug, dass gleich an vier Standorten der erst genau vor einem Jahr erzielte alte   
    Rekord für März überboten wurde, so war es in Salzburg der früheste klimatologische Sommertag (= Tages-  
    höchstwert liegt bei mindestens 25 Grad) seit Messungsbeginn überhaupt und damit natürlich auch der erste   
    Sommertag in einem März.    
     
    Bischofshofen mit 26,1°C, Salzburg/Freisaal mit 25,6°C, Lofer mit 24,8°C und Golling mit 24,7°C schafften den   
    Sprung über die alte Bestmarke und gehörten zu den 5 wärmsten Orten in ganz Österreich. Nur Weyer     
    (Oberösterreich) schob sich mit 25,2°C hier noch dazwischen.    
     
     
     
    22,8 Grad in Hintersee    
     
    In Hintersee wurde der Temperaturrekord für einen Märztag heute eingestellt. Der 31. März 2016 und der 31.   
    März 2017 sind nun gleichermaßen die wärmsten Tage im dritten Monat des Jahres. Zuvor war der Märzrekord   
    bereits 2014 nach 12 Jahren schon verbessert worden.    
     
    Quellen: wetter.orf.at, www.wetterzentrale.de    
     
    Links: >> Tagestemperaturen      
     
     
     
    So, 19.03.17 Was in Amerika noch Schnee war  
     
     
    Auch in unserer modernen Welt kommt es selbst in der hohen Politik vor, dass ein Besuch mal wegen schlechten   
    Wetters abgesagt wird. So geschehen ja unlängst zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und   
    der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.    
     
     
    Exportschlager „Stella“    
     
    Zu Beginn dieser Woche sorgte ein tiefer Kaltluftvorstoß nach Süden über dem Westatlantik für eine kräftige   
    Tiefdruckbildung. Der daraus erwachsene Blizzard „Stella“ sorgte in den Tagen darauf für turbulentes Wetter mit   
    Sturm und teils viel Schnee an der amerikanischen Ostküste. Nachdem „Stella“ auf ihrem Weg nach Norden die   
    USA und Kanada bedient hatte, wurde das Tief in die Westwindzirkulation eingebunden und setzte über nach   
    Good Old Europe und kam hier als geschlechtsumgewandelter „Frank“ an (in Europa bekommen die Tiefs heuer   
    männliche Namen).    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Großwetterlage Samstagfrüh    
     
     
    Warmfront macht Hochwasser    
     
    Nachdem bereits von Freitagnacht bis Samstag das Randtief „Eckhart“ auf seinem Weg ins Baltikum einige   
    ordentliche Schütter dabei hatte, regnete es sich im Laufe des Samstags dann allmählich ein. Mit Eintreffen der   
    Warmfront verstärkte sich der Regen am Samstagabend dann weiter. Starker Dauerregen brachte bis Sonntag-  
    früh 75 l/m², was in den Nachtstunden, begünstigt auch durch das aufgrund der auf Kammniveau angestiegenen   
    Schneefallgrenze mit einbezogene Schmelzwasser, die Gräben und Bäche im Gemeindegebiet rasch zum   
    Anschwellen brachte. Ein mittleres Hochwasser und kleinräumige Überflutungen waren die Folge.    
     
     
    143 Liter in 48 Stunden    
     
    Auch wenn am Sonntagvormittag der Regen rasch schwächer wurde, war der Sonntag mit einer Regenmenge   
    von 92 l/m² der nasseste seit 2 ½ Jahren. Im März war es nach den 102 l/m² vom 20. März 2002 der zweit-  
    höchste an unserer Station gemessene Wert. Bundesweit waren die Mengen weitaus geringer. So war Kössen   
    (Tirol) am Sonntag mit 78,6 l/m² der offizielle Spitzenreiter. Für Salzburg war dies Abtenau mit 46,1 l/m². In   
    Kombination mit den 51 l/m² an Niederschlag ergab sich somit für Hintersee die beachtliche Regenmenge von   
    143 l/m² binnen 48 Stunden.    
     
    In Dienten, Großarl und Wagrain kam es wegen Muren zu einigen Feuerwehreinsätzen am Sonntag, da verlegte   
    Straßen wieder frei geräumt werden mussten.    
     
    Quelle: wetter.orf.at, www.wetterzentrale.de    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Tagesrangliste Regen >> Gewitterstatistik  
     
     
     
    Fr, 10.03.17 Turbulente Gewitternacht  
     
     
    Obwohl wir noch im Winterhalbjahr stecken, hatte die letzte Nacht bereits sommerliche Züge. Sie brachte für   
    März ungewöhnlich heftige Gewitter.    
     
     
    Wetterlage    
     
    Ein von Schottland nach Skandinavien ziehendes Tief führte schon in der Nacht auf Donnerstag durch eine   
    Warmfront zu stärkeren Regenfällen. Die nachfolgende Kaltfront schaffte es nicht mehr so richtig bis in den   
    Alpenraum, wodurch der Donnerstag nicht so nass wurde wie erwartet. Es regnete rund 46,5 l/m². In Verbindung   
    mit der bis ins Mittelgebirge gestiegenen Schneefallgrenze schwollen vor allem die Gräben aufgrund des     
    Schmelzwassers durchaus ordentlich an.    
     
    In der Nacht auf Freitag folgte eine weitere Kaltfront. Der mitgeführte Trog labilisierte mit höhenkalter Luft polaren   
    Ursprungs die Luftmasse, sodass sich mit Kaltfrontpassage Wintergewitter formierten.    
     
     
    Heftiges Wintergewitter vor Mitternacht    
     
    Um etwa 23:35 Uhr zog mit der Kaltfront das erste heftige Wintergewitter dieser Nacht auf. Starke bis stürmische   
    Windböen und Starkregen gepaart mit einem kräftigen Graupelschauer waren die Begleiterscheinungen, die   
    schon an die Gewittersaison im Sommer erinnern ließen.    
     
     
    2. Gewitter um 2:25 Uhr    
     
    Regen- und Graupelschauer folgten bevor gegen 2:25 Uhr das zweite Gewitter mit ähnlichen Erscheinungen wie   
    bei der ersten Zelle auftrat. Jedoch fielen Wind und Niederschlag etwas schwächer und kürzer aus, dafür     
    donnerte es häufiger. Kurz vor Ankunft der Zelle über dem Gemeindegebiet stieg die Temperatur übrigens auf   
    den Tageshöchstwert von 6,3 Grad.    
     
    Danach beruhigte sich das Wetter. Insgesamt sammelten sich bis zum Morgen 18,5 l/m². Am Kolomannsberg   
    wurden Böen bis 87 km/h gemessen, am Flughafen Salzburg bis 80 km/h. Bundesweit gab es letzte Nacht rund   
    1.000 Blitzentladungen. In Bayern kam es bei Würzburg sogar zu einem Tornado.    
     
    Quellen: wetter.orf.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Tagesrangliste Regen >> Gewitterstatistik  
     
     
     
    Mi, 01.03.17 Rückblick Februar: Vorfrühling im Hochwinter  
     
     
    + 20,5 cm Schnee    
    + 98,5 l/m² Regen    
    + 15,4°C neuer Temperaturrekord    
    + 1,2°C mittlere Temperatur    
     
    Eigentlich ist der Februar noch Teil des Hochwinters, aber beim „eigentlich“ blieb es heuer, wie in der letzten Zeit   
    öfter, auch wieder. Die Jahreszeit war den Daten nach bereits einen Monat voraus und ging nach dem schnee-  
    reichen und außerordentlich kalten Jänner direkt in den bekannten Erwärmungstrott zurück.    
     
    Leichter Tiefdruckeinfluss aus Nordwesten ließ den Februar mild beginnen, der Jänner-Hochdruck hatte sich   
    etwas nach Osten zurück gezogen. Schon bald etablierte sich ein Hoch über Skandinavien, das während seiner   
    Verlagerung nach Südosten und seiner Ausdehnung bis zur Iberischen Halbinsel für die Ferienzeit im Alpenraum   
    dominant war. Erst zum zweiten Dekadenwechsel hin brach eine Serie von Sturmtiefs, die von Island ostwärts   
    zogen, den Hochdruck auf und auch im Alpenraum setzte sich wieder störungsanfälliges und somit     
    wechselhaftes Wetter für den Ausklang des Februars durch. Mit einer Ausnahme blieben die durchziehenden   
    Fronten aber mit wenig Niederschlag verbunden und wurden sogleich wieder von föhnigen Zwischenhochphasen   
    abgelöst.    
     
    In Österreich war der Februar 2017 mit einer Abweichung von +2,8 Grad einer der 15. wärmsten in der     
    Messgeschichte. Am größten waren die Ausschläge nach oben dabei an der Alpennordseite, am geringsten   
    noch im Südosten. Ähnlich verhielt sich die Verteilung auch bei der Sonnenscheinbilanz, die bundesweit ein   
    Mittel von -5 % ergab. Einem sehr sonnigen Westen und Norden stand ein trüberer Osten und Süden     
    gegenüber. Am längsten zeigte sich die Sonne am Brunnenkogel mit 163 Stunden. Beim Niederschlag     
    summierte sich nur in Osttirol und Oberkärnten mit teils den doppelten Mengen eine positive Abweichung zum   
    Normal, das vor allem von Salzburg ostwärts deutlich unterboten wurde. Bundesweit ermittelte sich somit ein   
    Minus von 20 %. Nassester Ort war der Loiblpass (Kärnten) mit 147 l/m².    
     
    In Hintersee sammelten sich 134,5 l/m² an Regen und Schnee, die sich auf 9 Regentage (+3 Tage) und 7   
    Schneefalltage (-4 Tage) verteilten. Dabei blieb es vom 8. bis zum 16. Februar 9 Tage am Stück trocken.    
     
    Die größte Niederschlagsmenge regnete es am 21. Februar mit 57 l/m². An diesen Tag fiel damit mehr als die   
    Hälfte des gesamten Regens im Februar, der sich am Ende auf 98,5 l/m² belief. Mit einem Plus von 45 % fand   
    sich der heurige Februar im oberen Drittel der Wertung wieder.    
     
    Viel trauriger sah die Bilanz beim Schneefall aus. 6 cm Neuschnee am 6. Februar waren das höchste der   
    Gefühle bei den Tagesmengen. Da Verwunderte es nicht, dass der Februar 2017 mit nur 20,5 cm zu den absolut   
    schnee-ärmsten unserer 30-jährigen Messreihe zählte. Ein Minus von 84 Prozent zum langjährigen Schnitt   
    bedeutete den viertletzten Platz, nur 2011 (15,5 cm), 2014 (15 cm) und 1998 (3 cm) schneite es noch weniger.  
     
    Die Schneedecke erlebte aufgrund dessen einen rapiden Niedergang, hielt sich aber an der Messstation noch   
    die ganzen 28 Tage des Monats. Ihren Höchststand für Februar erzielte sie schon am 1. Februar mit 72 cm.  
     
    Dafür zogen die Temperaturen ordentlich an und der Februar schloss mit einem Mittel von +1,2 Grad und einer   
    Abweichung von +3,3 Grad auf dem dritten Platz. Lediglich im Vorjahr (+1,8 Grad) und 2014 (+1,5 Grad) war es   
    noch milder. Der Wärmeüberschuss verstreute sich fair auf alle drei Dekaden, wobei die dritte die wärmste war.   
    Es gab keinen Eistag mehr, nur 16 Frosttage und 26 kalte Tage. Den Tiefstwert erreichten wir am 10. Februar   
    mit -7,0°C. Am 23. Februar wurde mit +15,4°C bereits ein Jahr nach der letztmaligen Verbesserung ein neuer   
    Temperaturrekord für einen Februartag aufgestellt.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Monatsvergleich Regen >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Tagesrangliste Regen >> Wintervergleich Neuschnee >> Winterstatistik  
    >> Monatsrangliste Schnee >> Tagestemperaturen    
     
     
     
    Do, 23.02.17 Neuer Temperaturrekord – schon wieder  
     
     
    Nur ein Jahr und einen Tag hielt der bis heute gültige Temperaturrekord für Februar für Hintersee. So schnell war   
    er wieder Geschichte und auch für das Bundesland Salzburg gab es heute einen Bestwert zu vermelden.    
     
     
    Schneller, stürmischer Thomas    
     
    Das Sturmtief „Thomas“, das als so genannter Schnellläufer eingestuft werden konnte, immerhin legt es bis   
    morgen Freitag in rund 1 ½ Tagen etwa 1.500 Kilometer zurück, zeichnete heute für den Rekordtag in Salzburg   
    verantwortlich. An der Vorderseite des Tiefs, das bei Irland entstand und sich via England bis Donnerstagabend   
    zur Nordsee verlagerte, floss sehr milde Atlantikluft in den Alpenraum, wo sie neben Föhneffekten auch von der   
    schon kräftigen Sonne aufgeheizt wurde.    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild. Großwetterlage an Donnerstagmittag    
     
     
   
   
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       
    Bild: Temperaturen der Luftmasse in rund 1.500 m Höhe    
     
     
    Fast 22 Grad in Salzburg    
     
    Was vor einem Jahr noch nicht ganz klappte, funktionierte diesmal und mit 21,9°C stellte die Station in Salzburg/Freisaal einen neuen Februarrekord auf. Der Alte lag bei 21,7°C. Unsere Landeshauptstadt war damit   
    der wärmste Ort in Österreich. Am Flughafen wurden 21,2°C gemessen. Generell zählten heute der Flachgau,   
    der Ennspongau und sogar der Lungau zu den wärmsten Regionen in Salzburg. Auch dort wurden Werte bis   
    rund 15 Grad erzielt.    
     
     
    Höchstwerte in Salzburg    
     
    Abtenau   14,4°C   Rudolfshütte 3,7°C    
    Bischofshofen 15,9°C   Salzburg/Fl. 21,2°C    
    Kolomannsberg 14,1°C   Salzburg/Fr. 21,9°C    
    Krimml   14,7°C   Schmittenhöhe 8,2°C    
    Lofer   12,5°C   Sonnblick   -4,0°C    
    Loferer Alm 9,7°C   St. Johann   11,8°C    
    Maria Alm   9,3°C   St. Michael 14,8°C    
    Mariapfarr   14,5°C   St. Veit   15,6°C    
    Mattsee   18,5°C   Tamsweg   16,6°C    
    Radstadt   15,6°C   Zell am See 12,3°C    
    Rauris   13,6°C    
     
     
    15,4 Grad in Hintersee    
     
    Wie angesprochen konnten die 13,1°C vom 22. Februar 2016 ihre Topposition nicht halten. Nach zuvor 9 Jahren   
    Wartezeit auf einen neuen Rekord wurde dieser nun nach 1 Jahr deutlich übertroffen und um 12:45 Uhr war es   
    mit dem heutigen Höchstwert von 15,4°C soweit.    
     
    Bei soviel Hitze zerrann die Schneedecke buchstäblich. Nachdem sie am Dienstag mit kräftigen Regen aufge-  
    weicht wurde, sank sie bis heute an unserer Station um rund 30 cm auf nur mehr 28 Zentimeter ab.    
     
    Quellen: www.wetterzentrale.de, www.austrowetter.at, wetter.orf.at    
         
    Links: >> Tagestemperaturen >> Winterstatistik    
     
     
     
    So, 05.02.17 Rückblick Jänner: Winter unter Artenschutz  
     
     
    + 270,5 cm Neuschnee    
    + 48,5 cm höchste Tagesmenge    
    + -17,7°C Tiefstwert    
    + -5,1°C mittlere Temperatur    
     
    Das neue Jahr war noch nicht sehr alt geworden, als es mit einem winterlichen Paukenschlag begann, der den   
    Jänner 2017 schneereich und kalt wie lange nicht mehr werden lies.    
     
    An Neujahr lag noch Hochdruck über Mitteleuropa, der aber bald von einem Sturmtief, das vom Nordmeer zum   
    Baltikum zog, aufgebrochen wurde. Somit öffnete sich an dessen Rückseite die Tür für polare Kaltluft direkt aus   
    Skandinavien. Da sich derweil über dem Ostatlantik/Westeuropa sowie über Osteuropa stabiler Hochdruck   
    aufbaute, drangen auch in den Folgetagen die Störungen vom Tiefdruck über dem Nordmeer nach Mitteleuropa   
    vor und sorgten in weiterer Folge für heftige Tiefdrucktätigkeit im Mittelmeerraum. Diese Lage blieb bis über die   
    Monatsmitte hinaus konstant, sodass die Anströmung mit kalter Luft aus Nord bis Ost erhalten blieb. Erst zum   
    zweiten Dekadenwechsel setzte sich der Hochdruck wieder durch und verharrte fast bis zum Monatsende mit   
    traumhaften Winterwetter über Mitteleuropa. Die Kälste zog sich durch die entstandene Inversionslage mehr und   
    mehr in die Tal- und Beckenlage zurück. Am letzten Jännertag sorgte eine Warmfront für Regen und für     
    ordentliches Glatteis.    
     
    Erst die Kälte in allen Höhen, dann die Fortsetzung in den Niederungen durch das stabile Hochdruckwetter. Der   
    Jänner war in Österreich bei den Temperaturen mit einer Abweichung von -3,0°C bundesweit der kälteste seit   
    dem Jänner 1987. Nur 2006 kam mit einer Abweichung von -2,8°C auf ähnliche Werte. Generell erlebte die   
    Alpenrepublik seit der Kältewelle im Februar 2012 verbreitet nicht mehr so ein Eisschrankgefühl. Ein sattes   
    Minus von 36 Prozent gab es auch beim Niederschlag. In einem Bogen vom Donauraum bis nach Osttirol war es   
    dabei am trockensten. Die Alpennordseite bot bis zur Steiermark ausgeglichene Werte, Schröcken (Vorarlberg)   
    fungierte hierbei mit 158 l/m² als feuchtester Ort. Der Westen des Landes konnte dabei Zugewinne in Sachen   
    Neuschnee verzeichnen und der Jänner brachte vor allem in Salzburg um bis zu 50 % mehr. Der Hochdruckeinfluss spiegelte sich in der Sonnenscheinbilanz eindrucksvoll wider, indem es in der Osthälfte um   
    50-70 % mehr Sonnenstunden gab, im Westen immerhin noch um 10-30 % mehr. Bundesweit errechnete sich   
    eine positive Abweichung von 35 Prozent, sonnigster Ort war die Villacher Alpe in Kärnten mit 200 Sonnenstunden.  
     
    Der übermäßige Neuschneezuwachs in Salzburg fand bereits Erwähnung. Hintersee konnte bei den 16     
    Schneefalltagen (+5 Tage), die es zwischen dem 2. und 18. Jänner gab, seine Qualitäten als Schneeloch des   
    Nordstaus nach längerer Pause wieder kräftig unter Beweis stellen. Der Jänner war mit 270,5 cm und einem Plus   
    von 158 % zum langjährigen Schnitt nicht nur der 3. schneereichste Jänner der Stationsgeschichte, sondern   
    landete in der ewigen Bestenliste mit Platz 8 sogar unter den Top 10. Soviel Neuschnee in einem Monat schneite   
    es letztmals im Jänner 2012 (298 cm), welcher auch der schneereichste Jänner in unserer Gemeinde war. An   
    drei Tagen setzte es dabei Tagesmengen über 40 cm. Am 5. Jänner rieselte es mit 48,5 cm den Höchstwert, der   
    14. Jänner mit 42 cm und der 8. Jänner mit 41,5 cm folgten auf den Plätzen. Die Schneedecke hielt sich erwartungsgemäß den ganzen Monat über und erreichte am 17. Jänner mit 122 cm ihren Höchststand.  
     
    Wo viel Schnee, da kaum Zeit für Regen und so regnete es im Jänner nur am 12. (10,5 l/m²) und am 31. Jänner   
    (22 l/m²) mit einer Summe von 32,5 l/m² um 62 Prozent weniger bzw. um 5 Tage seltener als üblich. Dem Jänner   
    2017 blieb nur ein Platz im unteren Mittelfeld.    
     
    An Niederschlag akkumulierten sich 207 l/m² und das obwohl es vom 19. bis zum 30. Jänner 12 Tage     
    durchgehend trocken blieb. Den meisten Tagesniederschlag regnete und schneite es am 12. Jänner mit 47,5   
    l/m². Am Abend des 11. Jänners ereignete sich um 23:15 Uhr bei einem Warmfrontdurchgang ein Gewitter mit   
    starkem Schneefall.    
     
    Große Aufmerksamkeit weckten die Temperaturen des Jänners. Auch bei uns in Hintersee gab es solche   
    Tiefstwerte seit der Kältewelle im Februar 2012 nicht mehr. Das Minimum in diesem Jänner lag an unserer   
    Station bei -17,7°C am 7. Jänner. Es war der 4. tiefste Wert, den wir an einem Jännertag hier bisher messen   
    konnten. Im Allgemeinen war es letztmals am 13.02.2012 zapfiger. Das Maximum verzeichneten wir am 30.   
    Jänner mit +3,6°C. Gesamt gab es 29 Frosttage und 19 Eistage. Damit sammelte der Jänner alleine mehr   
    Eistage, als das 2014 bis 2016 jeweils im ganzen Kalenderjahr gelang.    
     
    Die mittlere Temperatur des Jänners betrug in Hintersee -5,1 Grad und lag somit um 2,3 Grad unter dem     
    Normalwert. Hier zeigte sich im Jänner die inversionsbedingte Temperaturumkehr, welche vor allem in der   
    zweiten Monatshälfte zu tragen kam, deutlich. Das Monatsmittel von Hintersee war nämlich milder, als das von   
    Salzburg/Freisaal mit -5,9°C. Wärmste Station in Salzburg war der Kolomannsberg (1.113 m) oberhalb Thalgaus   
    mit einem Mittel von -4,0°C.    
     
    Für die heimische Messreihe, die seit 2002 besteht, sortierte sich der Jänner 2017 als 6. kältester Monat in   
    dieser Zeitspanne ein und war gleichzeitig der 2. kälteste Jänner nach 2006 (-5,9°C). Noch eisigere     
    Jännermonate liegen weit zurück, waren damals aber häufiger anzutreffen. Laut der hydrografischen Station in   
    Faistenau waren die Jänner in 1987, 1985, 1981, 1979, 1964 und 1963 noch zum Teil deutlich frostiger.    
     
    Die jüngeren Semester unter uns erlebten also einen außergewöhnlichen Wintermonat, die etwas älteren hatten   
    sich wohl schon an die zunehmende Milde des Winters gewöhnt. Im Vergleich zum sehr milden Jänner im   
    Vorjahr fehlten uns diesmal rund 5,5 Grad, was in etwa einen Frühlings- von einem Sommermonat in der     
    Mitteltemperatur unterscheidet. Gepaart mit dem massigen Neuschnee, der dem Winter nach magerem Start auf   
    die Sprünge verhalf, war der Jänner 2017 ein Wintermonat, welcher aufgrund seiner selten werdenden     
    Erscheinung eigentlich unter Artenschutz gestellt gehört. Mit seiner sonnigen zweiten Halbzeit bot er     
    Winterfreunden perfekte Bedingungen.    
     
    Quelle: www.zamg.ac.at    
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Monatsvergleich Regen >> Tagesrangliste Temperatur  
    >> Tagesrangliste Schnee >> Wintervergleich Neuschnee >> Monatsvergleich Temperatur  
    >> Monatsrangliste Schnee >> Tagestemperaturen >> Winterstatistik  
     
     
     
    Mi, 01.02.17 Das Wetterjahr 2016 – Stille Wasser sind warm  
     
     
    Es hat ein wenig länger gedauert, aber nun ist der jährliche Rückblick auf das vergangene Wetterjahr fertig. 2016   
    setzte unverblümt den Trend zur steilen Erwärmung fort. Oder sollte man besser „stille Erwärmung“ sagen?   
    Denn diesmal waren es nicht enden wollende Hitzewellen im gut durchschnittlichen Sommer, sondern der rapide   
    Anstieg der Temperaturen in den Wintermonaten in Kombination mit einem Spätsommer, welcher dem letzten   
    Jahr auf das Treppchen verhalf. Für Winterfreunde gab es fast nur schlechte Nachrichten, die Niederschlags-  
    bilanz fiel im Erwartbaren aus.    
     
    „Das Wetterjahr 2016 – Stille Wasser sind warm“ bietet eine interessante Reise durch das Wettergeschehen im   
    letzten Jahr, berichtet von markanten Ereignissen im Detail und garniert dies mit vielen Daten und Fakten zum   
    Wetterjahr in Österreich und im Speziellen in der Gemeinde Hintersee. Es ist die alljährlich zusammen fassende   
    Schrift über die Arbeit der Wetterstation Hintersee in der Kleinklimaforschung in deren Flachgauer Heimatort und   
    Wirkungskreis.    
     
    Links: >> Das Wetterjahr 2016 - Stille Wasser sind warm    
     
     
     
    Sa, 07.01.17 Dem Winter unter die „Axeln“ gegriffen  
     
     
    Um den Patienten Winter ins rechte Licht zu rücken, das ihm im Jänner eigentlich gebühren würde, bedurfte es   
    in den letzten Tagen einer Kraftanstrengung, die Tief „Axel“ vollbrachte.    
     
     
    Wetterlage    
     
    Zum Dienstag hin entwickelte sich Sturmtief „Axel“ als Wiedergeburt eines alten Tiefs über dem Nordmeer und   
    zog am Mittwoch weiter zur Ostsee, um sich am Donnerstag über Weißrussland nach Osten zu entfernen. Zuvor   
    lenkte das Tief eine Staffel an Warm- und später Kaltfronten in den Alpenraum.     
     
     
   
 
   
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Bild. Großwetterlage Mittwoch Mitternacht    
         
         
    Die Warmfront erreichte uns im gemächlichen Tempo am Mittwochmorgen. Ein erster Schwall an kalter Luft kam   
    dann mit auffrischendem Wind in der Nacht zu Donnerstag zu uns.    
     
     
   
 
   
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Bild: Temperaturen in rund 1.500 Höhe um Donnerstag Mitternacht    
     
     
    87 cm Neuschnee und Wind    
     
    In Hintersee schneite es von Mittwoch- bis Freitagfrüh mit wechselnder Intensität praktisch durch. Während es   
    am Mittwoch aufgrund der milden Warmfront nur 28 cm waren, setzte der Donnerstag mit 48,5 cm ein     
    Ausrufezeichen für den bisher nicht wirklich vorhandenen Winter. Es war die 7. höchste Neuschneemenge an   
    einem Jännertag. Letztmals fiel vor einem Jahr so viel Schnee. Das Ausschneien brachte am Freitag nochmals   
    10,5 cm, sodass sich für das Ereignis eine Summe von 87 cm ergab. Die Schneedecke stieg an unserer Station   
    damit auf 72 cm Höhe an.    
     
    Ab Mittwochnachmittag frischte kalter Wind lebhaft bis stark auf und sorgte auch in der Nacht zu Donnerstag   
    noch für tief winterliche Verhältnisse und Verwehungen. In Abtenau und Mattsee erreichte er 72 km/h, am     
    Kolomannsberg waren es 86 km/h, am Sonnblick 119 km/h und am Feuerkogel (Oberösterreich) sogar 162 km/h.   
    Der Osten Österreichs erlebte stürmische Zeiten.    
     
     
    Eisiger Samstag mit -17,7 Grad    
     
    Am Freitag war die Luftmasse in Österreich so kalt wie seit der Kältewelle im Februar 2012 nicht mehr. Am   
    Zwölferhorn (1.522 m) sank das Thermometer auf -18,9°C. Durch Aufklaren in der Nacht zu Samstag konnte es   
    dann auch in den Niederungen recht auskühlen, während es im Gebirge zaghafte um ein paar Grad milder   
    wurde. In Hintersee betrug der Tiefstwert um 7:36 Uhr -17,7°C. Kein neuer Rekord, nur der 16. Platz in unserer   
    Messreihe und der 4. kälteste Wert in einem Jänner, aber dennoch der eisigste Tag seit fast fünf Jahren. Das   
    absolute Minimum unserer Station liegt bei -21,0°C und wurde dreimal erreicht, das letzte Mal am 01.03.2005.  
     
     
    Eisschrank Radstadt    
     
    Mit -26,3°C in Radstadt befand sich dort der Eisschrank des Bundeslandes, gefolgt von Rauris mit -22,9°C und   
    Abtenau mit -22,4°C. Nur im Tiroler Tannheim mit -26,4°C und am Sonnblick mit -27,0°C war es noch kälter als   
    im Ennspongau. „Mild“ war es dagegen im Lungau. Im Kälte verwöhnten südlichsten Gau blieb Tamsweg mit –  
    14,5°C die Salzburger Station, mit dem am wenigsten scharfen Frost.    
     
     
    Tiefstwerte in Salzburg und Österreich vom 7. Jänner    
     
    Abtenau   -22,4°C   Tannheim   −26,4°C    
    Bischofshofen -19,5°C   Radstadt   -26,3°C    
    Kolomannsberg -15,4°C   Ehrwald   −25,9°C    
    Krimml   -19,0°C   Kössen   −25,6°C    
    Lofer   -20,3°C   Kirchdorf   −23,6°C    
    Loferer Alm -17,6°C   Rauris   −22,9°C    
    Maria Alm   -21,3°C   Abtenau   −22,4°C    
    Mariapfarr   -15,4°C   Saalbach   −22,2°C    
    Mattsee   -15,3°C   Großarltal   −22,1°C    
    Obertauern -19,0°C    
    Radstadt   -26,3°C    
    Rauris   -22,9°C    
    Rudolfshütte -23,9°C    
    Salzburg/Fr. -18,0°C    
    Schmittenhöhe -20,5°C    
    Sonnblick   -27,0°C    
    St. Johann   -20,5°C    
    St. Michael -19,3°C    
    St. Veit   -20,2°C    
    Tamsweg   -14,5°C    
    Zell am See -18,0°C    
     
     
    Quellen: www.austrowetter.at, www.12erhorn.at, wetter.orf.at, www.facebook.com (ZAMG), www.wetterzentrale.de  
     
    Links: >> Tagesniederschläge >> Tagestemperaturen >> Winterstatistik  
    >> Tagesrangliste Schnee >> Tagesrangliste Temperatur    
     
     
     
    So, 01.01.17 Raketenschau zum Jahreswechsel  
     
     
    Nach der grünen Jahreswende vor einem Jahr, gab es heuer wieder ein wenig Schnee für die winterliche     
    Stimmung, in der unsere Gemeinde den Jahreswechsel feierte. Bei sternenklaren Himmel und -3,7 Grad um   
    Mitternacht sausten die zahlreichen Raketen in die Höhe und erhellten die Nacht. Wie gewohnt nun einige   
    Eindrücke vom diesmaligen Silvester in Hintersee.    
     
    Links: >> Fotoalbum: 01.01.17 Raketenschau zum Jahreswechsel    
     
     
     
  Copyright © by Franz Kloiber, Wetterstation Hintersee | 5324 Hintersee, Salzburg | www.wetter-hintersee.at, office@wetter-hintersee.at