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Dichtung   Mo, 01.03.21 Rückblick Februar: 5 Tage verhindern nächsten Wärmerekord  
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Hintersee   + 94,5 l/m² Niederschlag      
    + 29 cm Neuschnee      
WETTER   + 15,6°C neuer Tagesrekord      
Niederschlag   + 1,1°C mittlere Temperatur      
Temperatur        
Prognosen   Neben dem astronomischen hinkte heuer auch der meteorologische Frühlingsbeginn am 1. März eindeutig der   
Warnungen   Realität hinterher. Nachdem der Februar 2020 in Punkto Wärme schon neue Maßstäbe gesetzt hatte, stemmte   
Gewitter   sich diesmal ein fünftägiges Polarluftgastspiel erfolgreich gegen eine abermalige Verbesserung. Dennoch   
Winter   brachte der zweite Monat des Jahres echtes Frühlingswetter ins Land, wo eine grassierende Schneearmut zur   
Besonderes   Randnotiz verkam.      
Rekorde        
  Der zweite Monat des Jahres übernahm die Großwetterlage des ausgehenden Jänners und die erste Woche war   
    von der recht milden Schlagseite der Frontalzone geprägt, da das Wetter von Tiefs aus Nordwesteuropa     
  bestimmt wurde. Die ursprünglich nur im Mittelmeerraum herrschende Hochdominanz dehnte sich ab dem ersten   
    Februarwochenende mit einem separaten Zentrum über Skandinavien aus. Der Tiefdruck wirbelte über NW-  
    Russland, weiterhin Britannien und der Iberischen Halbinsel. Von Letzterer zogen zwei Tiefs nordostwärts und   
    zapften die nordische Kaltluft an, welche vorerst bis ins nordöstliche Mitteleuropa vorankam. Denn im Alpenraum   
    hielt sich, unterstützt von Italientiefs, die warme Luft. Ein Unterschied von bis zu 25 Grad wurde aufgerissen.   
    Nach dem ersten Dekadenwechsel setzte sich der südskandinavische Hochdruck mehr in Richtung Mitteleuropa   
    durch und die Höhenströmung im Alpenraum drehte auf O bis NO, sodass für ein paar Tage eisige Frostluft   
    unser Land erreichte. Mit einer Hochzelle über Mitteleuropa riss die Kältezufuhr doch bald wieder ab und zur   
    Monatsmitte trat der schon über Westeuropa wartende Trog mit britischen Tiefdruck erneut ans Steuer. Ein   
    zweiter Trog behielt Osteuropa im Griff. Um den Schwenk in das letzte Februardrittel baute sich stabiler     
    Hochdruck, von Skandinavien bis Nordafrika reichend, an der Vorderseite eines großen Troges auf. Ein praktisch   
    ortsfestes Sturmtief bei Island mit iberischer Unterstützung schaufelte dabei subtropische Luftmassen samt   
    Saharastaub herbei und es kam zu einer ungewöhnlichen Wärmewelle mit frühlingshaften Temperaturen. Die   
    herbei gewehte Luft war um rund 25-30 Grad wärmer als während der kurzen Kältephase. Erst am letzten     
    Wochenende kühlte es mit dem abgeschwächten Frontenzug des unter Zersplitterung ostwärts ziehenden     
    Troges ein wenig ab.      
         
    Der Februar 2020 bestand in Österreich aus einer zu warm, einer kurzen kalten und einer viel zu warmen Phase,   
    die den zweiten Monat des Jahres im Vergleich zum neuen Referenzmittel 1991-2020 mit einer Abweichung von   
    +1,3°C als 32. weit vorne abschneiden ließ. Auf den Bergen war es sogar mit +3,3 Grad Abweichung der     
    siebtwärmste Februar der Messreihe. Dabei sprangen die Temperaturen mächtig hin und her und binnen 10   
    Tagen wurden mit -29,4°C am Dachstein (Oberösterreich) und +22,6°C in Köflach (Steiermark) die beiden   
    Extremwerte in diesem Monat gemessen. Die Wärmewelle im letzten Monatsdrittel brachte neben zahlreichen   
    Stationsrekorden erstmals 6 Tage hintereinander, in denen an zumindest einem Ort in Österreich die 20-Grad-  
    Marke überschritten wurde. Bisher gelang dies an 5 Tagen am Stück im Februar 1998. Durchschnittlich sollte es   
    jedoch nur einen einzigen 20er geben.  In Kombination mit der Wärme geriet der Februar auch sehr sonnenreich.   
    In weiten Teilen Österreichs gab es um bis zu 50% mehr Sonnenschein, im Flachgau zum Beispiel bis zu drei   
    Viertel mehr. Am längsten zeigte sich die Sonne mit 198 Stunden auf der Kärntner Kanzelhöhe. Im Gegenzug   
    mussten die sonnenverwöhnten Regionen auf bis zu 85% des Niederschlages und in Verbindung damit auch auf   
    bis zu 90% an Neuschnee verzichten, was den diesjährigen Februar mit einem bundesweiten Minus von 39   
    Prozent recht trocken ausfallen ließ. In einem Bogen von Norden bis in den Südosten lagen die Verluste mit bis   
    zu 50 Prozent geringer, einzig in Osttirol und Oberkärnten gab es ein Plus von lokal bis zu 100%. Dort fand sich   
    mit dem Loiblpass (Kärnten) der mit 200 l/m² nasseste Ort Österreichs.      
         
    Das Niederschlagsgebaren zeigte sich ebenso in Hintersee mit einer Summe von 94,5 l/m² und einem Rückgang   
    von 35 Prozent zurückhaltend. Der meiste Niederschlag fiel am 17. Februar mit 24 l/m². Dagegen blieb es von   
    18. bis zum 26. Februar 9 Tage en Suite trocken.      
         
    Der 13. Februar war zugleich der regenreichste Tag des Monats, in dem die Regenbilanz mit 69 l/m² mit -10%   
    mittelmäßig abschloss. Der Regen verteilte sich dabei auf 7 Regentage (+1 Tag).      
         
    Noch weniger zu verteilen gab es beim Neuschnee, wo sich an 5 Schneefalltagen (-6 Tage) nur 29 cm aufsumm-  
    ierten, die mit minus 77 Prozent zu den acht niedrigsten Mengen im Februar der letzten 34 Jahre gehörten.   
    Alleine 16 cm schneite es am 11. Februar, dem schneereichsten Tag des Monats. Entsprechend litt auch die   
    Schneedecke, die zwar den gesamten Monat noch als geschlossen verzeichnet werden konnte, allerdings dabei   
    vom Höchststand mit 52 cm am 1. Februar an unserer Messlatte komplett abschmolz und den Ortsteil Oberasch   
    gänzlich ausapern ließ.      
         
    Haken, wie dazu wohl kein Hase befähigt sein dürfte, schlug im Februar die Temperatur. Einem sehr warmen   
    ersten Drittel folgte ein leicht zu kühles zweites sowie eine extrem milde dritte Dekade, welche die mit Abstand   
    bisher wärmste unserer Messreihe war und eigentlich dem Mittel einer ersten Aprildekade gleichkam. Am Ende   
    stand, begünstigt durch den Kälteeinschub von 11. bis zum 15. Februar, mit einer Abweichung von +2,7 Grad   
    und einer mittleren Temperatur von +1,1°C der fünftwärmste Februar in Hintersee. Ohne dem Kältegastspiel   
    hätten wir ein Mittel von +3,2°C erzielt und damit den Rekord aus dem Vorjahr (+2,3°C) pulverisiert.     
         
    Die Extremwerte der Temperatur lagen wie schon bundesweit weit auseinander und dem Minimum von -14,9°C   
    am 13. Februar folgten nur acht Tage später ein neuer Februarrekord mit +15,6°C. Weitere fünf Tage schafften   
    außerdem den Sprung in die ersten Zehn. Zudem gab es mit 10 bislang noch nicht so derart viele Tage in einem   
    Februar mit über 10 Grad plus. Dem gegenüber standen 4 Eistage und nur 13 Frosttage.      
         
    Quelle: www.zamg.ac.at      
         
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    Fr, 26.02.21 Wärmewelle lässt Rekorde schmelzen  
     
         
    Eine für die herrschende Winterzeit ungewöhnliche Wärmewelle prägte das Wetter seit dem letzten Samstag und   
    ließ in Hintersee nicht nur den Schnee, sondern auch die bisherigen Februarhöchstwerte unserer immerhin fast   
    20-jährigen Temperaturmessreihe dahin schmelzen.      
         
         
    Subtropikluft und Wüstensand      
         
    Eine recht stabile Großwetterlage ermöglichte subtropischer Warmluft aus Nordafrika samt Saharastaub an der   
    Vorderseite eines langen, vom quasi ortsfesten Sturmtief über dem mittleren Nordatlantik über die Britischen   
    Inseln bis zu den Kanaren reichenden, Trog in einer südwestlichen Höhenströmung weit nach Norden     
    auszugreifen. Die für die Jahreszeit ungewöhnlich warme Luftmasse flutete weite Teile Kontinentaleuropas bis   
    hinauf nach Skandinavien, wo es von Schweden über Frankreich via Mitteleuropa hin nach Polen und auf den   
    Balkan bis hinunter nach Italien verbreitet neue Temperaturrekorde für Februar gab.      
         
    Unterstützt wurde die Warmluftpumpe zudem von einem von der Iberischen Halbinsel südostwärts ziehenden   
    Ablegertief und einem Hochkern über Südosteuropa, welcher Teil eines breiten Hochdruckgebietes vom     
    Mittelmeerraum bis nach Skandinavien war. Ein weiterer Trog über Osteuropa hinderte das System außerdem   
    an der Flucht nach Osten.      
         
         
    Frühling im Winter      
         
    Am Sonntag wurde mit einem Höchstwert von 15,6°C die erst vier Jahre alte Bestmarke von 15,4°C am 23.   
    Februar 2017 überboten und am heutigen Freitag nochmals egalisiert. Die restlichen Höchstwerte der     
    vergangenen Woche räumten die alten Top 10 der höchsten Februartemperaturen so richtig aus und gleich   
    sechs Tage schafften den Sprung hinein. Drei Platzierungen gehen noch auf das Konto des Februars 2020.  
         
    Die mittlere Temperatur während dieser Wärmewelle betrug 5,0 Grad und lag somit 6 Grad über dem     
    langjährigen Mittel für die dritte Februardekade. Eine derartige Welle hätte in einem Sommermonat Höchstwerte   
    von durchgehend etwa 33 bis 35 Grad entsprochen.      
         
         
    Die 10 höchsten Februartemperaturen in Hintersee      
         
    1 21.02.2021 15,6°C      
    2 23.02.2017 15,4°C      
      26.02.2021 15,4°C      
    4 25.02.2021 14,9°C      
    5 23.02.2020 14,4°C      
    6 22.02.2021 14,2°C      
    7 24.02.2021 13,9°C      
    8 17.02.2020 13,2°C      
      24.02.2020 13,2°C      
    10 22.02.2016 13,1°C      
      20.02.2021 13,1°C      
         
         
    Nur wenig Vergleichbares      
         
    Die Temperaturmessreihe der Wetterstation Hintersee ist zu kurz, um die heurige Wärmewelle besser einordnen   
    zu können, darum bemühen wir die Daten der Hydrografischen Station in Faistenau, deren Temperaturniveau   
    aber ein bisschen höher liegt, als das unsere.       
         
    Dennoch fanden sich in den letzten 6 Jahrzehnten nur drei vergleichbare Ereignisse. Die Wärmewelle von 19.   
    bis zum 28. Februar 1968 bot eine Mitteltemperatur von 5,4°C bei einem Tageshöchstwert von 16,8°C am 21.   
    Februar 1968 auf. Vom 21. bis zum 27. Februar 1990 erreichten wir dort ein Mittel von 5,2°C bei einem     
    Maximum von 15,3°C am 25. Februar 1990. Schließlich Blieb noch der bisher längste Wärmeeinbruch eines   
    Februars in unserem Tal und zwar die zwei Wochen vom 11. bis zum 24. Februar 1998, wo es in Faistenau ein   
    Mittel von 5,5°C bei einer Maximaltemperatur von 16,7°C am 21. Februar 1998 gab.      
         
         
    Teils neue Stationsrekorde im ganzen Land      
         
    Der Temperaturrekord für Februar fiel zwar nicht, allerdings erreichten 42 der 272 offiziellen Wetterstationen in   
    Österreich einen neuen Stationsrekord. Darunter waren Köflach (Steiermark) mit 22,6°C am 23.2. als Hitzepol   
    Österreichs und Bad Gastein mit 16,5°C als neben Bischofshofen und der Rudolfshütte einer von drei     
    Rekordverbesserern in Salzburg. Den höchsten Messwert gab es im Bundesland in der Stadt Salzburg mit   
    20,6°C vom Freitag.      
         
    Quelle: wetterblog.at, www.facebook.com (Seite der ZAMG)      
         
    Links: >> Tagestemperaturen      
     
     
           
    Mo, 01.02.21 Rückblick Jänner: Wie gewonnen, so zerronnen  
     
         
    + 212 cm Neuschnee      
    + 55 cm größte Tagesmenge      
    + -2,0°C mittlere Temperatur      
    + 13 Eistage      
         
    Es vermochte erstmals seit zwei Jahren wieder an vernünftiges, dem Ort angepasstes, Winterwetter zu erinnern,   
    was uns der Jänner zumindest knapp 4 Wochen lang bot. Wiederholte kleine Schneefälle, Frost ohne Eiseskälte   
    und freundliche Passagen prägten den Monat bis in den letzten Tagen nach einem satten Neuschneeereignis   
    eine sehr milde Westlage durchbrach, die das gewonnene Winterflair in Wind und Regen versank.    
         
    Die Großwetterlage begann das neue Jahr gemächlich mit einem etwas im Abseits der beiden Hochs über dem   
    Ostatlantik und Osteuropa liegenden Alpenraum, der bald in den Genuss in sich von Skandinavien her ausdeh-  
    nenden Hochdruck kam. Dort wurde ein Tief zeitig abgelöst und zum anfänglichen Tiefdruck im westlichen     
    Mittelmeerraum gesellte sich während der ersten Dekade ein Trogvorstoß ins östliche Mitteleuropa. Ein Wirbel   
    über Nordosteuropa unterstützte temporär die Zufuhr winterlicher Luft. Bis zur Jännermitte musste sich der     
    skandinavische Hochdruck verabschieden und wurde von einem breiten Trog Südwärts abgedrängt. Der     
    Tiefdruck stieß dabei vom Nordmeer in den Südosten Europas vor und bildete zwischen dort und den Briten   
    mehrere Drehzentren aus. Nach der Monatsmitte fand sich der Alpenraum wieder an der Südflanke des sich   
    über West- und Nordeuropa regenerierten Hochdrucks wieder und wurde von einer nordosteuropäischen     
    Trogspitze gekitzelt, welche sich bis ins Mittelmeer schummelte. Mit dem Wechsel in die dritte Dekade zog sich   
    der Hochdruck über dem Ostatlantik abermals zurück und ein Trog mit Zentrum bei Irland brachte eine föhnige   
    Vorderseitenlage ins Land. Die den Trog umlaufenden Randentwicklungen sorgten mit Schwenk in die letzte   
    Jännerwoche erst für Neuschneezuwachs, später kamen wir mit der Ostverlagerung des Trogs in die Zufuhr   
    milder Atlantikluft, welche am Ende Regen und Tauwetter verursachte.      
         
    In Österreich verlief der Jänner recht uneinheitlich. Während es in der Osthälfte und im Norden meist     
    unwinterlich und markant zu mild blieb, bekam die Westhälfte, die Mitte und der Süden über weite Strecken   
    gutes Winterwetter ab. Entsprechend war die Temperaturverteilung, wobei hier der Süden markant zu frisch   
    ausfiel. Bundesweit ergab sich in Bezug auf das neue Referenzmittel 1991-2020 ein mit einer Abweichung von –  
    0,3°C ganz leicht zu kühler Jänner. Im Vergleich zur Referenzperiode 1981-2010 war er hingegen um +0,4°C zu   
    mild und zum Zeitraum 1961-1990 gleich um +1,2 Grad zu warm. Die Unterschiede sind auf die deutliche     
    Erwärmung der letzten Jahrzehnte zurückzuführen. Die um 70% höhere Niederschlagsmenge ging von     
    Vorarlberg bis Salzburg und Oberkärnten oft als Schnee nieder. In diesen Regionen fiel das 2- bis 3-fache eines   
    durchschnittlichen Jänners. Im östlichen Bogen um die Alpen waren es zumindest bis zu drei Viertel mehr an   
    Niederschlag. Der nasseste Ort war der Kärntner Loiblpass mit 316 l/m². Bregenz freute sich mit 98 cm     
    Neuschneesumme über eine 5-fache Jännermenge. Die Stadt Salzburg mit 58 cm immerhin über das Doppelte   
    als üblich. Um bis zur Hälfte weniger gab es vom Flachgau bis ins Mostviertel vom Sonnenschein, der auch im   
    großen Rest Österreichs bis zu einem Drittel seltener anzutreffen war und der Jänner mit bundesweit -10 Prozent   
    eher trüb vorüberging. Nur regional im Westen und Südosten war die Sonnenbilanz ausgeglichen. Der Tiroler   
    Brunnenkogel war mit 121 Stunden der sonnenreichste Platz.      
         
    Ein regenfreier Ort war Hintersee an den ersten 19 Tagen des Jänners, in denen Niederschlag nur in der festen   
    Form herab rieselte. In Summe kamen 197,5 l/m² zusammen, ein Minus von 27%. Den meisten Niederschlag   
    gab es am 28. Jänner in Form von Neuschnee mit 28 l/m².      
         
    So bilanzierte der Auftaktmonat 2021 in Punkto Neuschnee mit 212 Zentimetern nach der herben Enttäuschung   
    im Vorjahr als sechst schneereichster Jänner unserer Messreihe bei einem Plus von 72 Prozent überraschend   
    stark. An 18 Schneefalltagen (+6 Tage) schneite es oft nur kleinere Mengen, doch am 26. Jänner haute es 55 cm   
    Neuschnee vom Himmel, was die respektable sechstgrößte Tagesmenge in einem Jänner bedeutete. An diesem   
    Tag erreichte die den ganzen Monat über geschlossen anwesende Schneedecke mit 104 cm ihren Höchststand.  
         
    Beim Regen endeten wir mit 52,5 l/m² und einem Rückgang von 37 Prozent im unteren Mittelfeld. Die größte   
    Tagessumme entfiel auf den 28. Jänner mit 20 l/m². Es war einer von 6 Regentagen (-1 Tag).      
         
    Das letzte Monatsdrittel brachte nach zwei etwas zu frischen Dekaden den Rückfall in neue Gewohnheiten und   
    ging deutlich zu warm mit einem ordentlichen Tauwetter ins Land, sodass die Schneedecke binnen weniger   
    Tage halbiert wurde.      
         
    In dieser zeit verzeichneten wir außerdem den Höchstwert von +7,1°C im heurigen Jänner. Das Minimum zeigte   
    das Thermometer am 15. Jänner mit -10,8°C. Richtig kalt war es demnach auch nicht. Immerhin zählten wir 28   
    Frosttage und 13 Eistage. Dreizehn mehr als letzten Jänner. Die mittlere Temperatur pendelte sich schlussendlich   
    bei -2,0 Grad ein und lag damit 0,5 Grad über dem langjährigen Schnitt.      
         
    Quelle: www.zamg.ac.at      
         
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    Do, 07.01.21 Das Wetterjahr 2020 – Positiv auf Erwärmung getestet  
     
         
    Im Zeichen der neuen Klimanormalität wurde 2020 ab März in praktisch allen Belangen von den     
    gesundheitlichen und politischen Umwälzungen der Coronapandemie überschattet, sodass dem Wetterjahr 2020   
    und dem ungebrochenen Trend zur unnatürlich raschen Erwärmung des Erdklimas und vor allem des     
    Alpenraums kaum noch Aufmerksamkeit zuteil wurde, obwohl diese Herausforderung in den kommenden     
    Jahrzehnten eine immense Kraftanstrengung für unsere Gesellschaft sein wird.      
         
    Das Wetterjahr 2020 begann mit einem hochdrucklastigen Jänner, der in einen stürmischen Februar überging.   
    Beide gemeinsam hatten sie die dauerhaft fehlende Kälte, die in Verbindung mit fehlendem Schnee neue     
    Wärmebestleistungen hinlegten. So war wohl der Winter 2019/20, der eigentlich von einem Spätherbst in einen   
    Vorfrühling nahtlos übertrat, bezeichnend für die Art der kühlen Jahreszeit, welche in naher Zukunft als     
    Durchschnittswinter gelten wird.       
         
    Der März schickte die atlantisch geprägte feuchte Witterung aus dem Vormonat nach hause und bis Ende April   
    gab es sehr sonniges und für die Jahreszeit sehr warmes Wetter. Wechselhaft ging es durch mai und Juni, ehe   
    der Hochsommer mit heißen Tagen ins Land kam, was im August mit schwül-heißen Wochen gipfelte.     
         
    Mit Einkehr des ersten klimatologischen Herbstmonats brauchte der September eine wochenlange     
    Überredungskunst, um dem Sommer sein Ende klar zu machen und auf einmal war binnen 29 Stunden der erste   
    Wintergruß da. Der Oktober war mehr grau als goldig und es stellte sich wiederum eine unbeständige, aber   
    durchaus milde Witterungsphase ein, welche mit dem November vorbei ging.      
         
    Das letzte Sechstel des Jahres 2020 setzte die Schneearmut des Vorwinters fort und über weite Strecken   
    dominierte erneut ruhiges Hochdruckwetter, das nur kurze Unterbrüche hinnehmen musste. Die ausbleibende   
    Winterkälte  war auch hier sehr auffällig.      
         
    Der ausführliche Rückblick auf das zweitwärmste Jahr, das in Hintersee eine etwas zu geringe Niederschlags-  
    summe bei viel zu wenig Schnee und Winterkälte brachte, ist unter dem folgenden Link abrufbar.    
         
    Links: >> Das Wetterjahr 2020 - Positiv auf Erwärmung getestet    
         
     
           
    Fr, 01.01.21 Pandemisches Neujahr  
     
         
    Über das abgelaufene Jahr legt man am besten den Mantel des Schweigens in Form einer schalldichten     
    Schutzmaske. Entsprechend still verlief der Jahreswechsel auf der ganzen Welt und auch in der Ladenbac-  
    hmetropole.       
         
    Das Wetter bot mit einer frischen Schneedecke, einer mondhellen Nacht und -4,6°C um Mitternacht eine gute   
    Kulisse für ein Feuerwerk, das eigentlich nicht statt fand.       
         
    Einige Raketen sind dem Kameraobjektiv aber dennoch nicht entgangen und mit den spärlichen Eindrücken   
    davon wünscht die Wetterstation Hintersee allen Wetterfreundinnen und Wetterfreunden ein gutes neues Jahr 2021!  
         
    Links: >> Fotoalbum: 01.01.21 Pandemisches Neujahr    
         
     
         
    Do, 31.12.20 Rückblick Dezember: Föhnig milder Feiertagswinter  
     
         
    + 91 l/m2 Niederschlag      
    + 49 cm Neuschnee      
    + 0,8°C mittlere Temperatur      
    + 13,5°C Tageshöchstwert      
         
    Der Rausschmeißermonat des an vielen Ecken und Enden sehr ungewöhnlichen Jahres schmiss teils mit     
    unwetterartigen Mengen an Regen und Schnee um sich. Die Alpensüdseite erlebte zu Dezemberbeginn ein   
    Extremereignis mit lokal irren Niederschlagsmengen und neuen Rekorden. Derweil dümpelten wir an der     
    anderen Seite der Alpen weiter im „Wetter-Lockdown“ auf der Suche nachdem Winter in milder Luft vor uns   
    dahin.       
         
    Der Anfang des Dezembers stand noch im Einfluss des sich nach Osten zurück ziehenden Hochdrucks über   
    Skandinavien, wobei ein Höhentief bei Weißrussland die Zufuhr jahreszeitlicher Luft unterstützte. Derweil     
    platschte an der Vorderseite des Ostatlantikhochs eine Tiefdruckrinne vom Nordwesten Europas über dem   
    späteren Drehzentrum Frankreich ins Mittelmeer und eine schwere Südstaulage mit Föhnsturm an der     
    Alpennordseite schwang sich zum Nikolauswochenende hin auf. Dahinter setzte sich von Britannien her     
    Zwischenhocheinfluss durch, während ein Genuatief im Süden eine zweite Niederschlagswelle brachte. Der von   
    einem Islandtief ausgehende Trogvorstoß wurde schließlich mit Schwenk in die zweite Monatsdekade nach einer   
    kurzen Störung eines Randtiefs über der Nordsee durch ein Ablegerhoch vom Ostatlantik her zerbröselt und   
    dieses Hoch dockte an das mächtige Kontinentalhoch über Osteuropa und Westrussland an, sodass im Vorfeld   
    eines nächsten Troges, der von Island diesmal zur Iberischen Halbinsel gerichtet war, eine sehr milde und ruhige   
    Wetterphase eingeleitet wurde. Am vierten Adventwochenende zeichnete sich ein Wechsel ab, denn der     
    Hochdruck hatte sich mit seinen Zentrum nach Südosteuropa zurück gezogen und die nordwesteuropäische   
    Perlenkette, an der mit Beginn des letzten Dezemberdrittels mehrere Tiefs aufgefädelt wurden, gewann, auch   
    wenn zuerst durch ein Zwischenhoch unterbrochen, die Oberhand und die Weihnachtsfeiertage wurden durch   
    die über die Britischen Inseln in die Nordsee ziehenden Tiefs winterlich. Zur Mitte der dritten Dekade stellte sich   
    dann aus gleicher Richtung erneut Hochdruckeinfluss bei uns ein, der von einem nachrückenden Tief bis zum   
    Jahresende nicht unterbrochen werden konnte. Es wiederholte sich allerdings der vom Monatsanfang bekannte   
    Trogvorstoß über Westeuropa nach Süden, wodurch Mittelmeertiefs der Alpensüdseite erneute Schneefälle und   
    unserer Region freundliche Tage mit kurzen Schneegrüßen brachten.      
         
    Schnee und Regen in Hülle und Fülle gab es im Dezember in Österreich in den Südstaulagen von Tirol und   
    Kärnten und in abnehmender Menge auch in den daran benachbarten Regionen südlich und entlang des     
    Alpenhauptkamms. Einige Talschaften in Kärnten und Osttirol litten am meisten darunter. Hier fiel das 3- bis 9-  
    fache des für Dezember üblichen Niederschlags, wobei es wenig verwunderlich regional neue Monatsrekorde   
    gab. Den größten Batzen Niederschlag bekam Kornat im Lesachtal (Kärnten) mit 527 l/m² (alter Bestwert 367   
    l/m² aus dem Dezember 1960), was zugleich den nassesten Ort Österreichs bedeutete. Weitere neue     
    Monatsrekorde gab es in Kötschach-Mauthen mit 470 l/m² und Dellach mit 400 l/m², Döllach mit 357 l/m² (alle   
    Kärnten). Einen Allzeitrekord der seit 1854 bestehenden Station erzielte die Osttiroler Bezirkshauptstadt Lienz   
    mit 445 l/m², wo es außerdem mit 182 cm Neuschnee einen frischen Dezemberrekord schneite. Erbauliche   
    Neuschneerekorde für Dezember schafften zudem St. Jakob (211 cm), Virgen (225 cm, beide Osttirol) und   
    Kötschach (245 cm, Kärnten). Von all dem wenig mit bekam man nördlich des Hautkamms, wo der Dezember   
    mit verbreiteten Defiziten von einem Viertel bis zwei Drittel des üblichen Niederschlags eher trocken und auch   
    schneearm verlief. In den Gebieten, wo die Wolken oder Hochnebel die Sonne oft verdeckten, fiel die     
    Sonnenscheinbilanz im Dezember traurig aus. So schien sie in einem Bogen vom Nordosten bis in den Süden   
    Österreichs um ein Drittel bis nahe 90% weniger als normal. Die restlichen Regionen mussten maximal bis zu   
    einem Drittel preisgeben, eine ausgeglichene Scheindauer verzeichnete nur Vorarlberg, die Mitte Salzburgs und   
    das salzkammergut. Sonnenreichster Ort war hierbei der Feuerkogel (Oberösterreich( mit 98 Stunden. Die   
    Temperaturen brachten von Durchschnittswerten bis hin zu satten Wärmeüberschüssen von Südwest nach   
    Nordost betrachtet eine breite Palette. Bundesweit schloss der Dezember mit einer Abweichung von +1,6°C   
    unter den 35 mildesten in Österreichs Messgeschichte.      
         
    Hintersee gehörte bereits zu den Bereichen im Lande, wo die Temperaturabweichungen schon höher ausfielen   
    und so endete der Dezember mit einem Mittel von +0,8°C und einer Abweichung von plus 2,4 Grad, welches den   
    ganzen Monat relativ konstant in dieser Größenordnung über dem Normal lag, als drittwärmster Dezember   
    unserer Messreihe hinter 2015 (+2,7°C) und dem Vorjahr (+1,3°C). Die höchste Tagestemperatur ereignete sich   
    bei der Föhnlage am Nikolauswochenende mit +13,5°c am 6. Dezember, was zugleich den drittwärmsten     
    Tageshöchstwert eines Dezembertages mit sich zog. Am tiefsten sank das Thermometer hingegen am 27.   
    Dezember mit -8,9°C. Es war einer von nur vier Eistagen, dazu gesellten sich 25 Frosttage und 29 kalte Tage.  
         
    Die Niederschlagsbilanz brachte uns mit einer Summe von 91 l/m² bei einem Rückgang von 57% den     
    trockensten Dezember seit 7 Jahren. Der meiste Niederschlag fiel dabei mit 20 l/m² am Christtag. Dagegen blieb   
    es vom 4. bis zum 8 5 Tage und vom 14. bis zum 20. 7 Tage hintereinander niederschlagsfrei.      
         
    Als Regen oder Schneeregen tropften dabei 50 l/m² aus den Wolken, ein minus von 44 Prozent. Davon entfielen   
    17 l/m² auf den 13. Dezember, den regenreichsten Tag im Monat. Es gab insgesamt 7 Regentage (-1 Tag).  
         
    Die Neuschneemenge war für die hiesigen Verhältnisse schon wie im Vorjahr eine grobe Enttäuschung. So   
    schneite es diesen Dezember gerade 49 cm, was mit einer Abweichung von -61% einen der schneeärmsten   
    Dezember unserer Messreihe hinterließ. Durch die gute Verteilung auf 10 Schneefalltage (-2 Tage) hielt sich an   
    unserer Station dennoch über 22 Tage eine, wenn auch oft recht dünne, Schneedecke, die mit 15 cm am     
    Stefanitag sowie am 30. und 31. Dezember ihren Höhepunkt hatte. Keine Schneedecke gab es aber zum vierten Mal   
    nach 2002, 2015 und 2019 am Heiligen Abend, womit das Weihnachtsfest als Grün in die Statistik einging. Den   
    meisten Neuschnee rieselte es am 25. Dezember mit 15,5 Zentimetern.      
         
    Der heurige Vorwinter zählte mit mageren 53,5 cm an Schneesumme neben den Winterstarts der Jahre 1989,   
    2002 und 2105 zu den vier schwächsten.      
         
    Quelle: www.zamg.ac.at      
         
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