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Newsarchiv   Orkan Emma                  
Gemeinde    
Links   2007 & 2008 waren die stürmischen Jahre    
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    Man konnte schon Angst haben, dass das immer so weiter geht. Die Winter 2006/07 und 2007/08 waren durch-  
WETTER   wegs milde und schneearme Winter. Dafür entpuppte sie sich als regelrechte Unheilbringer. In zwei aufeinander  
Niederschlag   folgenden Jahren zogen Orkantiefs über Hintersee hinweg und hinterließen vor allem am reichen Waldbestand  
Temperatur   massive Schäden.    
Prognosen    
Warnungen    
Webcam   1. März 2008: Orkantief Emma    
Winter    
Gewitter   Was nach "Kyrill" noch stehen geblieben war, putzte ein Jahr später Orkantief "Emma" weg. So kann man etwas  
Rekorde   überspitzt die Ereignisse von damals beschreiben.    
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  Orkantief Emma zieht über Hintersee    
         
    ...Chronologie der Ereignisse:    
    Seit der Früh konnten wir das schnelle Näher kommen von "Tante Emma" beobachten. Auf den umliegenden Gipfel   
    stiegen die Messwerte der Windgeschwindigkeiten quasi im Minutentakt an. Um 11:10 Uhr erreicht das Orkantief, das eine   
    Kaltfront vor sich her trieb dann unser Gemeindegebiet mit den ersten sehr starken Böen. Draußen verfinsterte sich die   
    Landschaft und Regen setzte ein. Um 11:25 Uhr fegte die mächtigste Böe durch und ließ viele Bäume in der unmittelbaren   
    Umgebung der Wetterstation wie geknickte Streichhölzer einfach umfallen. Äste flogen gegen das Dach unseres Hauses.   
    Zeitgleich kam die mit der Kaltfront verbundene Gewitterlinie an, die  neben Blitz und Donner auch kleinkörnigen Hagel   
    mit dabei hatte. Dieser Niederschlag sollte durch den rasanten Temperatursturz, den es in erster Linie in den höheren   
    Luftschichten  gab, nach ca. 5 Minuten in sehr starken und nassen Schneefall übergehen. Gegen 12:15 Uhr ließ dann die   
    Intensität und Häufigkeit der Windböen wieder etwas nach. Der Starkschneefall hielt weiter an, um  um 13:30 Uhr mit   
    4 cm Neuschnee zu enden. Am Nachmittag legten Niederschlag und Wind eine Pause ein, es blieb aber weiterhin stark   
    bewölkt. Gegen 16:30 Uhr legte der Wind wieder zu und bläst aktuell (21 Uhr) weiterhin mit Sturmböen. Dazu gab es am   
    Abend wieder Regen, da die Temperatur wieder von -1°C zu Mittag auf +1°C anstieg. Um 10 Uhr, also kurz vor eintreffen,   
    hatte es noch 4°C…    
         
    ...Windgeschwindigkeiten:    
    Der Flughafen Salzburg registrierte Böen bis zu 140 km/h. Spitzenreiter in Salzburg ist aber der Gaisberg (1.287 m) östlich   
    der Stadt Salzburg mit 178 km/h. Am Untersberg (1.973 m) wurden 163 km/h gemessen und am Zwölferhorn bei St. Gilgen   
    (1.522 m) immerhin noch 143 km/h, wobei hier über Mittag keine Daten verfügbar waren.    
     
    Und als wäre es nicht schon genug gewesen, zog am darauf folgenden Sonntag das Nachfolgetief "Fee"  
    erneut mit schweren Sturmböen über das Land. Auf den Bergen merkte man zu "Emma" fast keinen Unterschied.  
    Am Untersberg wurde eine Windspitze von 175 km/h gemessen. Im Tal erreichte "Fee" am Nachmittag seinen  
    Höhepunkt und blies die von "Emma" noch wackelnden Bäume endgültig um. In der Nacht auf den 3. März  
    beruhigte sich das Wetter schließlich wieder und die Schäden wurde langsam ersichtlich.    
     
    Im Mühlviertel, im vorderen Lämmerbach und oberhalb des Langfeldgutes wurden zum Teil große Waldflächen  
    umgeworfen. Zahlreiche Kamine und Hausdächer erlitten Schäden, dem Mayerlehenbauern kam eine Hütte  
    "abhanden". Die Stromversorgung sowie die Hinterseer Landesstraße waren für einige Zeit unterbrochen.  
     
   
 
   
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    Bild oben und unten: Massive Flächenschäden durch Windwurf im Lämmerbach und im Mühlviertel.  
     
   
 
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
     
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